02.11.2023 15:48

Kreisliga


Voss: „Langsam weiß ich nicht mehr, was ich noch sagen soll“

Skoruppa: „Nach dem Topspiel ist vor dem Topspiel" / Pyrmonter Derby im Interpark?
Torben Boehm SG Grossenwieden Rohden Segelhorst Fussball Kreisliga
SG Großenwieden/Rohden/Segelhorst-Kicker Torben Böhm & Co. treffen direkt auf den nächsten Hochkaräter.

TSV Bisperode – VfB Hemeringen (Samstag, 16 Uhr).

Das Kellerduell des Spieltags steigt im Manfred-Wotte-Stadion – Schlusslicht Hemeringen ist zu Gast beim TSV, der ebenfalls mit nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge ängstlich gen Tabellenkeller blickt. „So langsam weiß ich nicht mehr, was ich noch sagen soll. Am Dienstag beim 3:4 gegen Azadi waren wir in meinen Augen wieder nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft, stehen aber erneut mit leeren Händen da. Wir haben lediglich 20 Minuten zu Beginn verschlafen, waren aber danach voll im Spiel. Irgendwie ist da der Wurm drin. Unsere Hauptbaustelle ist aktuell leider die Defensive. Wir bekommen zu viele unnötige Gegentore. In den beiden letzten Spielen schießen wir jeweils drei Tore und es reicht nicht für Punkte. Daran müssen wir arbeiten. Zum einen gilt es die individuellen Fehler zu minimieren, zum anderen müssen wir in unseren defensiv Aktionen konzentrierter als Mannschaft zu Werke gehen. Wir haben jetzt noch zwei Heimspiele dieses Jahr und wollen natürlich versuchen zu punkten, um über dem Strich zu überwintern. Ob das Spiel am Samstag stattfinden kann, hängt von der Witterung der nächsten Tage ab. Aktuell würde ich die Chance auf 50:50 benennen“, weiß Bisperodes Co-Trainer Konrad Voss, an welchen Stellen es bei seinen Farben derzeit hakt. Die Hemeringer haben die Hinrunde mit nur drei Punkten beendet und sind das abgeschlagene Schlusslicht. „Wir haben uns intensiv auf dieses Spiel vorbereitet und werden versuchen, dies von der ersten Minute umzusetzen“, so VfB-Sprecher Michael Albrecht. Den Hemeringern steht der gesamte Kader zur Verfügung.

FC Preussen Hameln – TSV Nettelrede (Sonntag, 14 Uhr).

Der Tabellenführer empfängt mit Nettelrede ein Team, das derzeit auf den Relegationsrang schielt. „Wir wollen zuhause ungeschlagen bleiben, tun uns aber gegen Nettelrede schwer. Kämpferisch und spielerisch müssen wir voll dagegenhalten, um am Ende die drei Punkte bei uns zu behalten. Damit das gelingen kann, müssen wir aber auch endlich mehr Effektivität vor dem Tor zeigen. Ich betone es jede Woche, aber echte Besserung ist in diesem Bereich noch nicht eingetreten. Wir wollen als Mannschaft harmonieren, gemeinsam Spaß haben – dann können wir auch erfolgreich sein“, sagt Hamelns Trainer Pascal Lüdtke, der am Sonntag gemeinsam mit Hysen Hasani personell aus dem Vollen schöpfen kann. Die „Grönjer“ gehören zu den aktuell formstärksten Teams der Liga.  Aus den letzten sechs Spielen holte der TSV 16 Punkte. „Nachdem das Spiel gegen Thal leider witterungsbedingt ausgefallen ist, freuen wir uns nun auf das nächste Spiel gegen Preussen. Preussen verfügt offensiv über gute Einzelspieler, sie sind jedoch auch im Kollektiv diese Saison defensiv sehr kompakt. Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst, werden uns aber nicht verstecken und versuchen, unsere positive Serie fortzuführen“, unterstreicht Nettelredes nach wie vor verletzter Spielertrainer Dominik Trotz, der überdies auf Max Klockemann und Levin Ketterer verzichten muss.

MTV Lauenstein – SG Großenwieden/Rohden/Segelhorst (Sonntag, 14.30 Uhr).

Topspiel-Stimmung im Ostkreis – der Zweite empfängt den Dritten zum Duell um den Relegationsplatz. „Das Hinspiel war schon eines der schwierigsten Spiele. Mittlerweile hat sich die SG sogar noch weiter entwickelt, sodass es ein hartes Stück Arbet wird. Da müssen wir schon an die Leistungsgrenze gehen, wenn wir die wichtigen drei Punkte haben wollen“, weiß MTV-Trainer Chris Wintel. Großenwieden & Co. kommen erst aus einem Topspiel. In der vergangenen Woche verlor das SG-Trio 0:2 gegen Preussen Hameln. „Nach dem Topspiel ist vor dem Topspiel für uns. Die Mannschaft will unbedingt in Lauenstein punkten und ihre sehr gute Leistung gegen Preussen Hameln bestätigen“, wollen auch Bernd Riesner und Patrick Skoruppa keine für den Gegner relevanten Infos preisgeben.

SG Thal/Holzhausen – FC Bad Pyrmont Hagen II (Sonntag, 14.30 Uhr).

Im Interpark soll das Pyrmonter Derby steigen, jedoch spricht auch das Wetter noch ein Wörtchen mit. „Wenn es so bleibt, fällt das Spiel aus. Wir konnten schon nicht trainieren, weil der Platz gesperrt war. Pyrmont hat aktuell wieder einen guten Lauf, sie haben sich aus ihrem Loche befreit – wir hingegen nicht. Dennoch wollen wir gewinnen, denn in unserer Lage zählen nur noch punkte, das habe ich bereits mehrfach betont. Ich hoffe, dass mein Kumpel Christopher Loges, der auch Trainer beim FCBPH ist, nicht selbst spielt“, sagt SG-Coach Eldar Zahirovic augenzwinkernd. Thal/Holzhausen belegt derzeit einen Abstiegsplatz. Der Fusionsclub hat zuletzt Hajen/Latferde 5:3 geschlagen und hat sich mittlerweile wieder in die sichere Zone abgesetzt. „Falls wir spielen, wollen wir auch noch einmal drei Punkte vor der Winterpause holen. Das Hinspiel haben wir 1:2 verloren. Wir wissen also, dass wir uns auf einen harten Kampf einstellen müssen. Dennoch treten wir nach den wieder besseren Ergebnissen mit breiter Brust an“, weiß Coach Christopher Loges, der auf den Kader letzten Wochen zurückgreifen kann.

SG Hajen/Latferde – SV Azadi Hameln (Sonntag, 14.30 Uhr).

Hajen/Latferde ist nach dem Derby-Ausfall in Emmerthal nach wie vor punktgleich mit den Abstiegsrängen. „An der Ausgangslage hat sich für uns nichts geändert. Wir stecken mitten im Abstiegskampf, müssen diesen annehmen und uns das nötige Glück zurückerarbeiten. Wenn uns das gelingt, sind am Sonntag drei Punkte im Bereich des Möglichen. Und da es das letzte Heimspiel dieses Jahr ist, gilt es umso mehr, unseren treuen Fans einen halbwegs positiven Abschluss zu ermöglichen“, meint SG-Sprecher Benjamin Bohne vor dem Duell gegen die „Adler“. Azadi Hameln hat sich hingegen mit dem 4:3 gegen Bisperode ins sichere Mittelfeld verabschiedet. „Im Latferder Käfig wird es nochmal richtig schwierig. Jeder weiß, dass es dort auf dem kleinen Platz mit den Zuschauern drumherum heiß hergehen kann. Gerade nach dem Hinspiel wünschen wir uns einfach ein faires Spiel, auf und neben dem Platz. Im Fußball sollte es immer nur ums Sportliche gehen. Wir wollen unsere Ausgangsposition verbessern und wollen dafür alles geben. Hajen steht mit dem Rücken zur Wand und braucht genauso jeden Punkt“, weiß Hamelns Manager Yalcin Uzun um die Voraussetzungen beider Teams. Personell gibt es keine guten Nachrichten aus dem Lager von Musliji & Co.. „Bei uns fehlen viele Spieler aufgrund diverser kleiner Verletzungen, wir gehen auf auf der letzten Rille. Aber immer positiv bleiben: Dadurch kann manchmal eine besondere Motivation entstehen und das Team rückt noch mehr zusammen.“

TB Hilligsfeld – SG Königsförde/Klein Berkel (Sonntag, 14.30 Uhr).

Im Stadion an der Hamel gastiert die SGKK. „Nach den letzten beiden Siegen gegen Bad Pyrmont Hagen und Azadi Hameln wollen wir am Sonntag unbedingt spielen, damit wir möglichst wenig Nachholspiele haben. Aus diesem Grund werden wir extra unseren Platz schonen und das Training diese Woche auf andere Plätze verlegen, sodass unser Platz noch einmal vor der Winterpause belastet werden kann und danach geschont wird“, erklärt TBH-Sprecher Bernd Hensel. „Zuletzt konnte sich Königsförde/Klein Berkel mit einem 5:3 Erfolg gegen Bisperode behaupten und der Trend zeigt eindeutig nach oben. Das Hinspiel konnten wir  überraschend mit einem 5:2 für uns entscheiden, aber ob es jetzt im Rückspiel mit einer ähnlich guten Leistung für ein positives Ergebnis reicht, müssen wir abwarten. Die SG wird alles daran setzen, um sich für die Auftaktniederlage zu revanchieren und mit einem Dreier dem Spitzentrio auf den Fersen zu bleiben. Ich hoffe, wir legen am Sonntag wieder eine kämpferische Einstellung wie gegen Azadi an den Tag und wollen dann versuchen, es den Gästen so schwierig wie möglich zu machen. Vielleicht klappt es ja wieder mit einer Überraschung.“ Abgesehen von Jonas Schulze steht am Sonntag der gesamte Kader zur Verfügung. Die Hummetaler haben zuletzt zehn Punkte aus vier Spielen gesammelt. „Wir sind froh, mit einem Sieg im Rücken gegen Hilligsfeld ins Spiel zu gehen. Durch ihren letzten Sieg gegen den SV Azadi sind sie ebenso motiviert, um genauso auch gegen uns zu punkten. Aber wir wollen uns natürlich für die Hinspielniederlage revanchieren. Dafür müssen wir aber wie in den letzten Spielen konzentriert sein und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen“, so Sprecher Leotrim Berisha.

BW Tündern II – TSG Emmerthal (Sonntag, 16.30 Uhr).

Definitiv stattfinden wird das Duell zwischen Tündern und Emmerthal. Das Spiel wurde auf den Hamelner Kunstrasen verlegt und wird dadurch erst um 16.30 Uhr angepfiffen. Beide Mannschaften haben aktuell 18 Punkte und wollen sich nach oben absetzen, um den Keller hinter sich zu lassen. „Wir sind froh, dass wir spielen können, um keine unnötigen Nachholspiele zu haben. Mit einem Sieg können wir den Blick nach oben richten, bei einer Niederlage müssen wir nach unten schauen. Daher ist es wichtig, dass wir noch einmal drei Punkte holen. Wir wissen, wo wir gegen Emmerthal ansetzen müssen, wollen spielerische Akzente setzen, müssen unsere Fehler abstellen und wenn uns das gelingt, können wir das Spiel auch gewinnen“, sagt Tünderns Trainer Alexander Liebegott. Die TSG ist nach zwei Spielaufällen etwas aus dem Tritt gekommen. „Es ist nicht einfach, wieder rein zu finden. Zumal auch der Trainingsbetrieb durch die Feiertage und das Wetter nicht optimal mal. Dennoch wollen wir gegen Tündern punkten. Einfach wird es nicht, sie haben eine junge Truppe, die Spaß am Fußball hat und es jedem Gegner schwer machen kann“, meint TSG-Trainer Daniel Wohlleben, der definitiv auf Yannick Garbsch und Justin Helmer verzichten muss. Die Einsätze von Gjergj Vela, Jan Branske und Jonas Batke sind noch gefährdet.
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
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