14.04.2024 19:19

Kreisliga


Stadtderby: „Adler“ sorgen für Preussens dritten Punktverlust!

Yanalak trifft fünfmal bei 7:1-Sieg! / TBH findet nicht ins Jahr 2024
SV Azadi Hameln Fussball Kreisliga Torjubel
Azadi Hameln knüpfte Preussen Hameln einen Punkt ab.

TSV Nettelrede – VfB Hemeringen 4:0 (1:0).

Nettelrede holte gegen das Kreisliga-Schlusslicht einen souveränen 4:0-Sieg. „Es war ungefährdet, aber zufrieden sind wir nicht. Gegen Lauenstein haben wir ein bärenstarkes Spiel gemacht und 0:1 verloren, heute waren wir nicht so gut und haben gewonnen. Nach zähem Beginn war es Moritz Ketelhake, der nach einer Flanke von links aus kurzer Distanz zum 1:0 traf. Mirko Rak und Ketelhake hatten im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs noch weitere Chancen, vergaben diese jedoch. Von den Hemeringen kam nach vorne, abgesehen von einem Distanzschuss, nicht viel. Die zweite Halbzeit begann ebenfalls langatmig – doch dann entdeckten die „Grönjer“ das Torschießen für sich. In der 57. und 59. Minute erzielten Luca Barthel und Bennet Koch per Doppelschlag das 3:0, ehe David Roman nach Vorarbeit von Spielertrainer Dominik Trotz noch auf den 4:0-Endstand erhöhte. In der 90. Minute entschärfte TSV-Schlussmann René Sustrate noch einen Strafstoß. Danach erfolgte direkt der Abpfiff. „Es war insgesamt ein zähes Spiel mit wenig Tempo. Am Ende hat sich die individuelle Klasse durchgesetzt, aber schön anzusehen war das nicht“, so das Resümee von Trotz.
Tore: 1:0 Moritz Ketelhake (24.), 2:0 Luca Barthel (57.), 3:0 Bennet Koch (59.), 4:0 David Roman (83.).

FC Bad Pyrmont Hagen II – SG Großenwieden/Rohden/Segelhorst 1:3 (0:0).

Eine Begegnung mit vielen strittigen Szenen spielte sich auf dem Hagen ab. Alle spielentscheidenden Momente ereigneten sich erst in Durchgang zwei – bis dahin agierten beide Teams weitestgehend auf Augenhöhe. „Wir haben den Ball gut laufen lassen und Pyrmont kam über das Umschaltspiel. Richtige Großchancen gab es da aber noch nicht“, meinte SG-Trainer Patrick Skoruppa. Nach dem Seitenwechsel ging es dafür hoch her. Bereits in der 48. Minute erzielte Nick Heller nach Vorarbeit von Nils Kreber das 1:0, ehe Daniel Wins in der 66. Minute auf 2:0 erhöhte. Kurz darauf sah Großenwieden eine Rote Karte und musste in Unterzahl weiterspielen. Skoruppa: „Danach haben wir es leider trotz Unterzahl verpasst, die Entscheidung zu machen. Stattdessen wurde es noch einmal kribbelig.“ Und wie: Zunächst verwandelte Jan Bremer einen fälligen Strafstoß zum 1:2 (85.). In der Folge wollten die Kurstädter noch einen Handelfmeter haben, bekamen diesen aber nicht. „Ein klares Ding. Der Schiedsrichter stand direkt daneben“, fand FCBPH-Co-Trainer Patrick Schake. In der Nachspielzeit spielten sich die entscheidenden Szenen ab. Schake erklärte: „Da wurde ein Spieler von uns von hinten geschubst, sodass er den Ball mit der Hand gespielt hat. Es gab Handspiel und Freistoß für Großenwieden. Die führen den Freistoß lang aus, laufen auf unser Tor zu, unser Torwart foult den Gegenspieler.“ Die Folge: Rot für Burak Yildiz und Strafstoß für das SG-Trio. Lennart Scholtka ließ sich nicht zweimal bitten und traf zum 3:1-Endstand. Skoruppa resümierte: „Chapeau an die Mannschaft, dass sie in Unterzahl das Spiel noch gewonnen hat. Es gab heute einige strittige Szenen, mit dem besseren Ende für uns.“
Tore: 0:1 Nick Heller (48.), 0:2 Daniel Wins (67.), 1:2 Jan Bremer (85./Strafstoß), 1:3 Lennart Scholtka (90.+5).
Besonderes: Rot für die SG Großenwieden (66.) und den FC Bad Pyrmont Hagen II (90.+5).

TB Hilligsfeld – SG Hajen/Latferde 1:4 (0:1).

Der TBH geht personell weiterhin auf dem Zahnfleisch – und bleibt im Pflichtspieljahr 2024 noch ohne Punkte. „Wir waren gegenüber den letzten Spielen besser drin, aber nur bis zum gegnerischen Sechzehner. Hajen hat im ersten Durchgang weitestgehend verteidigt, ist aber durch eine Unachtsamkeit von uns in Führung gegangen“, meinte Hilligsfelds Trainer Markus Wienecke. Max Brockmann schoss die Gäste in der 39. Minute mit 1:0 in Führung. In Durchgang zwei kam der Turnerbund schwungvoll aus der Kabine – und kam in der 51. Minute folgerichtig durch einen Strafstoß von Robin Borkert zum 1:1. „Danach sind wir leider nachlässig in der Abwehr geworden und Hajen hat mit seinen langen Bällen immer wieder für Gefahr gesorgt“, so Wienecke. Blend Raci erzielte in der 63. Minute nach einem solchen weiten Pass das 2:1. In der 72. Minute schoss Yannic Bohne aufs Tor, TBH-Schlussmann Mark Bödecker parierte den Schuss und Niklas Ebeling staubte zum 3:1 ab – jedoch aus abseitsverdächtiger Position. „Der Schiedsrichter hat das Abseits erkannt, aber der Linienrichter hat die Fahne nicht gehoben. Nach einer Absprache mit dem Linienrichter hat er das Tor dann doch gegeben“, ärgerte sich Wienecke. Ähnlich ereignete sich auch das 4:1 für die SGHL in der Schlussminute. Yannic Bohne traf nach einem langen Ball zum 4:1. Wienecke: „Wieder hat der Schiri das Abseits erst erkannt, ist dann zum Linienrichter gegangen und hat das Tor dann doch gegeben. Ansonsten hat das Schirigespann einen guten Job gemacht. Natürlich müssen wir die Fehler bei uns suchen, aber die beiden Szenen tun uns sehr weh. Leider sieht es auch nicht so aus, als würde sich die personelle Lage demnächst bessern, da müssen wir jetzt durch.“ Ein Sonderlob verdiente sich aufseiten der Hausherren Innenverteidiger Jan-Ole Hemgenberg.
Tore: 0:1 Max Brockmann (39.), 1:1 Robin Borkert (51./Strafstoß), 1:2 Blend Raci (63.), 1:3 Niklas Ebeling (72.), 1:4 Yannic Bohne (90.).

SG Königsförde/Klein Berkel – SG Thal/Holzhausen 7:1 (5:0).

Trotz dünner Personaldecke feierten die Hummetaler einen 7:1-Kantersieg gegen die SG Thal/Holzhausen. „Unser Trainer, Artjom Grincenko, musste heute auch wieder 45 Minuten lang ran und wir haben noch Verstärkung aus der zweiten Herren bekommen. Leider hat sich Kieron Lay wieder am Knie verletzt, wir hoffen, dass es nichts Schlimmes ist“, erklärte Königsfördes Sprecher Leotrim Berisha. Hasan Yanalak eröffnete den Torreigen bereits in der 8. Minute mit dem 1:0, nachdem er von einem Fehler der Gästedefensive profitierte. Nico Habenicht erhöhte per Kopf nach langem Freistoß von Granit Karaliti auf 2:0. Yanalak traf vor dem Seitenwechsel noch zwei weitere Male und Cihan Cetin machte die 5:0-Pausenführung perfekt. Zwar verkürzte Florian Hilbert nach einem Eckstoß aus der zweiten Reihe auf 1:5, doch ernsthafte Hoffnungen auf Punkte konnte sich das Team von Trainer Eldar Zahirovic nicht mehr machen. Zumal der Torhunger von Yanalak noch lange nicht gestillt war. In der 60. und 75. Minute vollendete er noch zwei Konter zum 7:1-Endstand und war mit seinen fünf (!) Treffern der überragende Mann auf dem Rasen. „Er und unser Torhüter Kevin Neubauer haben das heute super gemacht. Kevin hat uns in der ersten Halbzeit mehrfach vor Gegentoren bewahrt. Obwohl wir früh in Führung gegangen sind, hätte Thal davor schon 2:0 führen können“, zog Berisha sein Fazit.
Tore: 1:0 Hasan Yanalak (8.), 2:0 Nico Habenicht (18.), 3:0 Yanalak (31.), 4:0 Yanalak (37.), 5:0 Cihan Cetin (45.), 5:1 Florian Hilbert (49.), 6:1 Yanalak (60.), 7:1 Yanalak (75.).

SV Azadi Hameln – FC Preussen Hameln 2:2 (1:1).

Im Stadtderby knüpfen die „Adler“ den Preussen auf dem brandneuen Kunstrasen im Weserberglandstadion überraschend einen Punkt ab. „Beide Mannschaften sind mit dem Punkt nicht unbedingt glücklich. Beide hatten Chancen, um das Spiel zu gewinnen“, meinte Azadi-Manager Yalcin Uzun, der zunächst noch einen verhaltenen ersten Durchgang sah: „Es war eher ein Abtasten.“ Die größte Chance hatte bis dahin Abbas Issa für den FCP, er scheiterte jedoch am überragend reagierenden SVA-Keeper Faiz Kheder. In der 30. Minute fiel dann aus dem Nichts das 1:0 für die „Gastgeber“: Neuzugang Eron Musliji erkämpfte sich den Ball im gegnerischen Drittel und suchte aus rund 20 Metern sofort den Torabschluss – der Ball schlug flach zum 1:0 ein. Uzun: „Danach waren wir besser im Spiel, haben aber mit dem Halbzeitpfiff leider einen Elfmeter gegen uns bekommen, der aus unserer Sicht keiner war.“ Turan Seyyar foulte Aldin Dedeic im Strafraum. Emil Nasufovski traf vom Punkt zum 1:1-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel an Fahrt auf. Beide Kontrahenten suchten nun ihr Glück in der Offensive. „Es war ein offener Schlagabtausch. Beide hatten viele Chancen und hätten ihre Tore machen können. Aber konsequent vor dem Tor keiner so wirklich“, so Uzun. In der 59. Minute ging Azadi gegen den designierten Kreismeister erneut in Front. Afrim Sejdijaj wurde von Eron Musliji bedient und grätschte das Leder zum 2:1 über die Linie. Doch schlugen die Preussen nur vier Minuten später zurück. Alen Kestic tauchte nach einem Steckpass frei vorm Tor auf und traf zum 2:2-Ausgleich. Trotz zahlreicher weiterer Offensivszenen, Preussens Abbas Issa traf noch die Latte und Azadis Egcon Musliji verpasste auf der anderen Seite den Siegtreffer, war dies der Endstand. „Es waren weit über 200 Zuschauer, der Schiri hatte das Spiel gut im Griff und es war ein gutes Spiel“, resümierte Uzun.
Tore: 1:0 Eron Musliji (30.), 1:1 Emil Nasufovski (45+1), 2:1 Afrim Sejdijaj (59.), 2:2 Alen Kestic (63.).
Besonderes: Gelb-Rot für Mazloum Mussa (90.).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
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