28.03.2019 15:57

Kreisliga


Endlich geht’s wieder los – und wie: Spitzenspiel auf der Kampfbahn!

Kreisliga startet in die finale Phase / Kampf um Platz zwei: Tündern ist der Gejagte

Marcus Middel (re.) und seine Hagener ließen Verfolger Tündern im Hinspiel keine Chance.
Von Magnus Frese

TSG Emmerthal - TSV Nettelrede (Samstag, 16 Uhr).

Das war eine Hinrunde zum Vergessen für die TSG Emmerthal. Mit nur 20 Punkten und einem negativen Torverhältnis stehen die Grün Weißen auf Platz neun, auch wenn die Hinrunde mit einem versöhnlichen 3:1-Erfolg beim Lokalrivalen FC Latferde 80 abgeschlossen wurde. „Glücklicherweise haben wir die letzten beiden Spiele der Hinrunde gewonnen, ansonsten sähe es jetzt ziemlich düster für uns aus. Ich freue mich, dass es jetzt endlich wieder los geht“, erklärt Coach Stephan Meyer mit Blick auf die Tabellensituation, denn aktuell haben die Emmerthaler nur sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. „Das Spiel wird sehr schwierig für uns, auch weil wir das erste Mal seit über vier Monaten wieder auf Rasen spielen.  Hinzu kommt, dass Nettelrede eine starke Hinrunde gespielt hat, was bereits das Hinspiel gezeigt hat. Dennoch wollen wir natürlich die Punkte unbedingt holen“, ergänzt Meyer, und verweist auf das 0:3 seiner Mannschaft im Hinspiel. Meyer ist sicher: „Die sind topfit.“ Niklas Herfeld, Sprecher und Keeper des TSV Nettelrede, bestätigt: „Wir haben eine gute Vorbereitung hinter uns und sind soweit zufrieden“, und stellt gleich einmal klar: „Wir wollen mit einem Sieg starten.“ Doch trotz der klaren Zielsetzung sind die Nettelreder gewarnt vor der TSG. „Besonders nach unserem 3:0-Erfolg im Hinspiel wird Emmerthal besonders motiviert sein, da müssen wir aufpassen“, warnt Herfeld. Mit einem Erfolg könnten Herfeld & Co. bis auf Platz drei in der Tabelle klettern. Während Torsten Gaida beim TSV Nettelrede der komplette Kader zur Verfügung steht, muss Stephan Meyer auf Tony Deck und Jean-Pierre Albe verzichten.

HSC BW Tündern II - Germania Hagen (Sonntag, 15 Uhr).

Spitzenspiel-Stimmung ist angesagt auf der Kampfbahn, denn Tünderns Reserve, auf Rang zwei, empfängt den souveränen Tabellenführer und designierten Meister Germania Hagen. Satte 13 Punkte liegen zwischen beiden Mannschaften. Das weiß auch „Schwalben“-Coach Timo Dubberke: „Hagen hat sich souverän den ersten Platz erspielt und geht natürlich als Favorit in das Spiel.“ Im Hinspiel unterlag sein Team auf dem Hagen mit 0:4. Damals erzielte Florian Büchler einen Dreierpack, auch Marcus Middel traf. Trotz der wirbelnden Germanen-Offensive will Dubberke von einer Aufgabe aber nichts wissen: „Wir haben die Vorbereitung gut durchgezogen. Und vor allem: Wir haben die Vorbereitung auf dem holprigen Geläuf auf der Kampfbahn durchgezogen. Dort sehe ich eine Chance für uns. Wir wollen mit kämpferischen Mitteln und robust geführten Zweikämpfen den Tabellenführer ärgern.“ Auch wenn die Schwalben „fit in die Partie gehen“, wie Dubberke versichert, muss er mit Mesut Kaya (Knorpelschaden im Knie) und Ümitcan Özcelik (Fingerbruch) jedoch auf zwei Leistungsträger verzichten – ärgerlich, denn gegen die Germanen wird Tündern einen Sahnetag erwischen müssen, um Punkte zu holen. Hagens Sprecher Markus Loges stellt klar: „Unser Ziel ist es, definitiv drei Punkte zu holen“, auch wenn er sich der Qualität der Schwalben bewusst ist: „Tündern hat eine gute Truppe, wir werden uns schon strecken müssen.“ Zur Rückrunde kam mit Paul Bicknell ein neuer Coach auf den Hagen, der die Germanen sicher über die Ziellinie bringen soll, um in der nächsten Saison in der Bezirksliga anzugreifen. „Die Zusammenarbeit zwischen der Mannschaft und Paul spielt sich immer besser ein.“ Die Hagener spielten eine gute Vorbereitung unter dem Neutrainer, schlugen unter anderem die SSG Halvestorf mit 4:1. Die Tünderaner sollten also gewarnt sein und müssen wohl ihr bestes Saisonspiel abliefern, um gegen Florian Büchler & Co. zu punkten.

FC Preußen Hameln - MTV Lauenstein (Sonntag, 15 Uhr).

2:6 – das Hinspiel zwischen den beiden Mannschaften war eine herbe Niederlage für die Preussen in Lauenstein. „Im Hinspiel ist mir böse aufgestoßen, dass Lauenstein uns ein bisschen vorgeführt hat, und wir uns nicht gewehrt haben“, meint Jan Christoph, sportlicher Leiter der Preussen, und ergänzt: „Damals waren wir allerdings auch noch in einer anderen Phase. Nach der Niederlage in Lauenstein hat die Mannschaft dann aber so langsam die Trendwende eingeleitet.“ Der FC Preussen belegt nach durchwachsenem Start in die Saison inzwischen den siebten Rang, nur vier Zähler hinter dem MTV. „Lauenstein ist eine starke Mannschaft. Wir dürfen sie auf keinen Fall ins Spiel kommen lassen, ansonsten walzen sie uns nieder wie eine Lawine“, lobt Christoph den Gegner. Aber: „Die Mannschaft hat das Hinspiel nicht vergessen!“ Trainer Uwe Klose muss für die Partie Issa Barakat verzichten, kann ansonsten aber auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Nicht ganz so angenehm sieht die personelle Situation bei den von Stephan Schröer trainierten Lauensteinern aus, denn mit Björn Zeiske, Frederick Giger, Jan Kassel und Linus Zorn fallen gleich vier Spieler verletzt aus. Schröer zeigt sich dennoch motiviert: „Wir sind heiß auf das Spiel und wollten unbedingt die drei Punkte aus Hameln mitnehmen.“ In der Rückrundenvorbereitung musste der MTV Niederlagen gegen Latferde (2:4) und den Bezirksligisten Stadtoldendorf (0:5) hinnehmen, schlug aber den MTSV Eschershausen aus der Kreisliga Holzminden mit 4:3. Schröer: „Die Jungs haben in der Vorbereitung super mitgezogen und gehen gut vorbereitet in die erste Partie.“ Aktuell trennen die Ostkreisler sechs Punkte vom Relegationsplatz zwei. Mit einer Niederlage Tünderns gegen Spitzenreiter Hagen und einem eigenen Erfolg bei Preussen, könnte Lauenstein bis auf drei Punkte an die „Schwalben“ heranrücken.

VfB Hemeringen - SG Flegessen/Süntel (Sonntag, 15 Uhr).

Zum Kreisliga-Auftakt im Jahr 2019 empfängt der Tabellenzwölfte vom VfB Hemeringen den Zehnten aus Flegessen. „Eine richtungsweisende Partie“, wie VfB-Sprecher Peter Reese das Duell bezeichnet. Mit einem Heimerfolg würden die Hemeringer bis auf einen Punkt an die SG Flegessen/Süntel um Torjäger Lukas Nowag heranrücken. „Mit Flegessen wartet ein unangenehmer Gegner auf uns, der mit viel Einsatz und Lukas Nowag an guten Tagen jeden Gegner ärgern kann“, warnt Reese. Die Blana-Elf zeigte sich zuletzt in blendender Form, schlug den TSV Germania Reher mit 4:0, der TC Hameln und der TSV Grohnde wurden jeweils mit 5:1 besiegt. Reese mahnt dennoch: „Wir wollen uns von den guten Ergebnissen nicht blenden lassen und wissen noch nicht genau, wo wir stehen.“ Ähnlich geht es auch Dirk Heyder, Coach der SG Flegessen/Süntel: „Unsere Vorbereitung ist durchwachsen gelaufen.“ Denn im Gegensatz zum VfB Hemeringen hat seine Mannschaft nur zwei Vorbereitungsspiele absolviert, ein 2:4 gegen den TuS Rohden-Segelhorst und ein 1:1-Unentschieden gegen die TSG Emmerthal. „Mit einem Punkt in Hemeringen wäre ich zufrieden, um vernünftig aus der Rückrunde zu starten“, erklärt Heyder seine Ambitionen für die Partie in Hemeringen. Bereits beim 3:3-Unentschieden im Hinspiel holte seine Elf einen Punkt. Flegessens Trainer muss auf Christian Kracht verzichten, der sich bei einem Vorbereitungsspiel verletzte. „Wir versuchen das Beste herauszuholen“, zeigt Heyder sich abschließend optimistisch.

SpVgg. Bad Pyrmont II - TSV Bisperode (Sonntag, 15 Uhr).

Ein Spiel auf Augenhöhe ist in Pyrmont zu erwarten, denn der TSV Bisperode um Spielertrainer Rik Balk reist zur Reserve der Spielvereinigung aus Bad Pyrmont. Die Pyrmonter (26 Punkte) und die Ostkreisler aus Bisperode (24 Punkte) trennen nur zwei Zähler, beide Mannschaften sind noch im Rennen um den Relegationsplatz. Wie eng diese Partie werden könnte, zeigte bereits das Hinspiel, das in Bisperode 1:1 endete. Diesmal reist der TSV Bisperode jedoch mit höheren Zielen in die Kurstadt, wie Sprecher Jan Grams unterstreicht: „Wir wollen mit einem Sieg in die Rückrunde starten.“ In der Vorbereitung suchte der TSV sich viele höherklassige Testspielgegner. Auch wenn die Partien gegen Stadtoldendorf, Salzhemmendorf und Aerzen verloren gingen - vergangene Woche besiegten die Blau-Gelben den WTW Wallensen mit 4:1. Grams zeigt sich optimistisch: „Wir haben in der Vorbereitung wichtige Erfahrungen sammeln können und sind gut aufgestellt für die Rückrunde. Wer Bisperode kennt, der weiß, dass wir niemals aufgeben, und das werden wir auch im Hinblick auf den zweiten Tabellenplatz nicht. Das ist jedoch keineswegs unser Primärziel, wir wollen erstmal die drei Punkte in Pyrmont holen.“ Trainer Rik Balk stehe, so Grams, der komplette Kader zur Verfügung.

FC Latferde 80 - VfB Eimbeckhausen (Sonntag, 15 Uhr).

Gleich zu Beginn der Rückrunde kommt es im Latferder „Käfig“ zum Abstiegsduell zwischen Latferde und Eimbeckhausen. Die von Alexander Liebegott trainierten Latferder stehen mit 13 Punkten auf dem vorletzten Rang, nur zwei Punkte mehr auf dem Konto hat der VfB aus Eimbeckhausen. „Jeder muss verstehen, dass diese Spiele richtungsweisend sind. Wenn wir in solchen Spielen nicht punkten können, dann können wir schon für die Kreisklasse planen“, stellt Latferde-Coach Liebegott klar, gibt sich aber zuversichtlich: „Die Jungs haben sich in der Vorbereitung voll reingehauen, wir sind gut gerüstet und müssen jetzt liefern.“ Nicht weniger brisant ist die Situation für den VfB Eimbeckhausen, denn mit einer Niederlage müssten die Eimbeckhäuser den FC 80 an sich vorbeiziehen lassen. „Wir spielen in Latferde voll auf Sieg“, betont Michael Wehmann, Spielertrainer beim VfB. Und das auch mit gutem Recht, denn bereits im Hinspiel gelang es der Wehmann-Elf, 2:1 gegen die Latferder zu gewinnen. Wehmann schätzt die 80er als schwierigen Gegner ein: „Latferde ist kampfstark und wird ebenfalls alles daran setzen wollen, die Klasse zu halten.“

WTW Wallensen - MTSV Aerzen II (Sonntag, 15 Uhr).

Auf den WTW Wallensen wartet zum Pflichtspiel-Auftakt die Reserve des MTSV Aerzen, aktuelles Schlusslicht der Kreisliga. Das Hinspiel gewannen die Jungs um Torjäger Mirko Wulf zwar mit 5:2, erzielten jedoch zwei Tore erst kurz vor Schluss. Die Wallenser stehen nach eine wechselhaften Hinrunde auf Platz acht, schlugen zum Ende der Hinrunde aber den TSV Bisperode und den FC Latferde. „Natürlich wollen wir an unsere zuletzt guten Spiele in der Kreisliga anknüpfen und weiter punkten“, erklärt WTW-Sprecher Dominik Heintz. Durch gute Trainingsbedingungen gehen die Wallenser gut vorbereitet in die Partie, wie Heintz bestätigt: „Wenn wir mal nicht auf unserem gut präparierten Rasen oder dem kleineren Kunstrasen tätig waren, durften wir unser Naherholungsgebiet bei den Laufeinheiten kennen lernen.“ Mit Mirko Wulf (21 Tore) stellen die Wallenser den zweitbesten Torschützen der Kreisliga, der auch gegen Aerzen mit genügend Torhunger in die Partie gehen wird. Auch angesichts dieser Tatsache ist sich Oliver Kosowski, Trainer des MTSV Aerzen II, sicher: „Das Spiel gegen Wallensen wird für uns ein harter Test für die kommenden Begegnungen. Sie haben super Einzelspieler, die zu jeder Zeit das Spiel entscheiden können.“ Als Tabellenletzter stehen die Aerzener unter Druck, denn mit einer Niederlage zum Start ins neue Jahr würden die Hummetaler Gefahr laufen, den Anschluss auf die Nichtabstiegszone zu verlieren. „Mit einem Punkt wären wir mehr als zufrieden“, erklärt Kosowski. In der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung stehen wird ihm Dustin Hoppe, der sich auf Grund von Leistenproblemen einer Operation unterziehen muss. Auch Nico Walter, Denis Jankowski und Daniel Sigusch stehen nicht zur Verfügung. Marcello Blümel hingegen ist wieder an Bord. 
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