21.05.2023 18:37

1. Kreisklasse


Toni-Kroos-Podcast als Vorbild: Dreifacher Nowag mit Lupfer ins Glück

Dank Erfolg gegen Rohden: Reher hält die Klasse / Jürgens, Alles & Co. unterliegen Groß Berkel
Lukas Nowag SG Flegessen 1 Kreisklasse
Lukas Nowag erzielte gleich drei Treffer gegen  Aerzens Zweitvertretung.

SG Hajen/Latferde II – TSC Fischbeck 2:6 (1:1).

Nach Afferdes Klassenerhalt am gestrigen Samstag befanden sich die SG Hajen/Latferde II und der TSC Fischbeck zwar nicht mehr in allergrößter Abstiegsgefahr, trotzdem war SG-Trainer Manuel Feyer die Enttäuschung über das 2:6 anzumerken: „Wir hatten uns das heute ganz anders vorgestellt. Im Grunde genommen war das eher ein lauer Sommerkick.“ Trotzdem hatten die Seinen nach rund 20 Minuten vom Punkt aus die Chance zur Führung, die Kugel fand den Weg jedoch nicht ins Tor. Stattdessen lagen die Gäste nach 26 Minuten in Front – allerdings nur rund eine Minute, ehe Lukas Batke die Schieflage wieder behob. „Fischbeck hat es heute schon etwas besser als wir gemacht. Trotzdem hatte ich mehrfach das Gefühl, dass die Begegnung zu unseren Gunsten kippen würde“, fällte Feyer ein Zwischenfazit. Doch auch im zweiten Durchgang legten die Gäste durch Johannes Kaneider wieder vor (56.). „In meinen Augen war die Kugel nicht mit vollem Umfang hinter der Linie, aber das war nicht der springende Punkt“, merkte Feyer an. Denn kurz darauf glich Dennis Erdmann per Volley aus knapp 20 Metern erneut aus. Als der SG-Coach gerade mit dem positiven Umschwung rechnete, machte der TSC richtig ernst. Kaneider traf aus knapp fünf Metern in den Knick (71.), Kevin Roeder erhöhte (78.), Kaneider schnürte den Dreierpack (79.) und Roeder rundete den TSC-Erfolg in der Nachspielzeit ab (90. +3). „Leider ist die Begegnung aus unserer Sicht am Ende komplett in die falsche Richtung gekippt. Solche einfachen Kontertore dürfen nicht fallen. Der Sieg für Fischbeck geht damit letztlich in Ordnung, gerade in der letzten Kette waren wir nicht gut in den Zweikämpfen“, resümierte der Coach – und verabschiedete letztlich noch Keeper Neoklis Beis: „Er wird uns berufsbedingt verlassen. Das ist natürlich ein herber Verlust für uns. Wir wünschen ihm viel Glück und hoffen, ihn bald wiederzusehen.“
Tore: 0:1 Namir Hadi (26.), 1:1 Lukas Batke (27.), 1:2 Johannes Kaneider (56.), 2:2 Dennis Erdmann (66.), 2:3 Kaneider (71.), 2:4 Kevin Roeder (78.), 2:5 Kaneider (79.), 2:6 Roeder (90. +3).

TSV Groß Berkel – SSG Halvestorf II 2:1 (1:0).

„Ein müder Sommerkick in Groß Berkel“ – mit diesen Worten leitete der Trainer der 05er, Thomas Pernath, den 2:1-Erfolg über eine arg ersatzgeschwächte Reserve der SSG Halvestorf ein. Aufgrund personeller Engpässe waren die Gäste mit einigen Altherren- und Altligaakteuren angereist. „Das soll die Leistung von Halvestorf aber keinesfalls schmälern. Sie haben alles versucht“, betonte Pernath zudem. Die Hausherren erwischten einen Start nach Maß, bereits nach vier Minuten tauchte Pascal Sander vor dem gegnerischen Kasten auf und markierte die frühe Führung. Große Highlights blieben im weiteren Verlauf der ersten Hälfte größtenteils aus. Mit dem Beginn des zweiten Durchgangs erwischten dann die Gäste einen perfekten Auftakt. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff glich die SSG, bei der unter anderem der sportliche Leiter Frank Jürgens und Trainer Paul Alles in der Startelf standen, zum 1:1 aus. In der Folge versuchten die Hausherren, die verlorene Führung wiederherzustellen. Giovanni Rasche scheiterte nach einer Ecke zunächst noch an der eigenen Kaltschnäuzigkeit. Kurz vor dem Ende machte er es dann aber besser. Ein Ball rutschte am Libero der SSG vorbei, Rasche lief allein auf das Tor der „Piepenbusch-Kicker“ zu und blieb diesmal eiskalt. „Wir sind natürlich froh, die drei Punkte nochmal eingesackt zu haben“, resümierte der Coach der 05er und sprach Jannis Lücke und Jimmy Barder abschließend ein Sonderlob aus.
Tore: 1:0 Pascal Sander (4.), 1:1 (46.), 2:1 Giovanni Rasche (85.).

SSG Marienau – SV Eintracht Afferde II 3:7 (1:2).

In Marienau ging es – rein sportlich gesehen – am Sonntag eigentlich um nicht mehr viel. Trotzdem kamen die Zuschauer am A-Platz von Blau-Gelb voll auf ihre Kosten. „Die erste Halbzeit war noch relativ ausgeglichen. Es gab Chancen auf beiden Seiten“, schilderte SSG-Trainer Kai Lücke. Den ersten Streich hatten die Gäste parat, Nzar Barheem schoss die Reserve der SVE in Minute 22 in Front. Eine Viertelstunde darauf erhöhte Philipp Thiemer für Grün-Weiß, doch Jan Stoffregen verkürzte kurz vor der Pause für die Gastgeber. „Wir haben leider einige Möglichkeiten vergeben, während Afferde fast alles verwertet hat – wobei Niklas Köhne bei uns im Tor auch noch die eine oder andere Parade gezeigt hat“, so Lücke. Die Hausherren hatten sich zu Beginn des zweiten Durchgangs viel vorgenommen, doch prompt folgte der Nackenschlag. Malte Selugga traf unmittelbar nach Wiederanpfiff für die Gäste, ehe Florian Weber kurz darauf erhöhte (50.). „Danach war die Begegnung eigentlich schon entschieden“, gestand sich der Coach der Hausherren ein. Zwar kamen die Seinen durch den eingewechselten Yavuz Bulut noch einmal zum Anschlusstreffer (57.), doch letztlich bedeutete dieser nur Makulatur. Philipp Thiemer erhöhte sein persönliches Torekonto auf drei „Buden“ und stellte damit auf 6:2 für die SVE. In der Nachspielzeit trafen beide Seiten noch je einmal und sorgten somit für den 7:3-Endstand. Tabellarisch ändert sich dadurch nichts: Marienau bleibt Letzter und stand bereits vor der Partie als Absteiger fest, Afferde verweilt weiterhin auf der Vier. 
Tore: 0:1 Nzar Barheem (22.), 0:2 Philipp Thiemer (37.), 1:2 Jan Stoffregen (40.), 1:3 Malte Selugga (46.), 1:4 Florian Weber (50.), 2:4 Yavuz Bulut (57.), 2:5 Thiemer (63.), 2:6 Thiemer (72.), 3:6 Bulut (90.), 3:7 Marius Gorzalka (90. +2).

TSV Germania Reher – TuS Rohden 2:0 (1:0).

Reher macht den Klassenerhalt perfekt! Im Abstiegsgipfel gegen Rohden bereiteten sich die Hummetaler einen stressfreien Saisonausgang und siegten letztlich mit 2:0. Dabei profitierte die Elf von Spielertrainer Tobias Rügge von einem Blitz-Start. Keine 180 Sekunden waren gespielt, da verwandelte Louis Naumann aus dem Gewusel heraus eine Hereingabe von der linken Außenbahn. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt. Leider haben wir das Spiel dann wieder etwas schleifen lassen und Rohden somit an der Partie teilhaben lassen“, haderte Rügge. Die personell ersatzgeschwächten Gäste übernahmen daher im Laufe des ersten Durchgang mehr die Kontrolle und ließen Ball und Gegner laufen. Tore kamen dadurch jedoch nicht zustande. Anders sah es im zweiten Durchgang auf der Gegenseite aus. In der 63 Minute kam die Kugel holpernd auf Rehers Christan Dose zu, der das Kunstleder volley gen Rohdener Gehäuse drosch und Stefan Dreier im Tor des TuS ohne Chance ließ. „Christian hat heute viel gewirbelt und gerackert. Nach dem 2:0 hat der Wille beim Gegner dann etwas nachgelassen“, schilderte der Spielertrainer. Zwar versuchten die Hessisch Oldendorfer nach wie vor alles, von Erfolg war jedoch nicht mehr viel gekrönt. „Wir haben das Ergebnis letztlich aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung über die Zeit gebracht. Aber Hut ab vor Rohden, sie haben nie aufgehört zu kämpfen“, so Rügges Fazit. Während die Hausherren mit dem „Dreier“ offiziell gerettet sind, werden bei Rohden die Alarmglocken lauter. Zwei Spieltage vor Saisonende hat die Pydde-Elf vier Zähler Rückstand auf das rettende Ufer.
Tore: 1:0 Louis Naumann (3.), 2:0 Christian Dose (63.).

SG Flegessen – MTSV Aerzen II 4:2 (1:1).

Flegessen feiert Lukas Nowag! Drei Treffer schenkte der Routinier Aerzens Zweitvertretung ein und wahrt damit die kleine Aufstiegschance der Hausherren auf die Kreisliga-Rückkehr. Zu Beginn musste die Schultze-Elf aber gleich zwei Rückschläge verkraften. Erst musste Yannick Wagner verletzungsbedingt das Feld verlassen, dann fiel auch Strippenzieher Alexander Wies aus. „Das hat uns natürlich einen richtigen Bruch im Spiel beschert. Gut Besserung an dieser Stelle an die beiden“, kommentierte Flegessens Co.-Trainer Martin Lohmann. Danach stand aber das Sportliche wieder hoch im Kurs. Nowags ersten Streich (28.) konterte Maximilan Specht noch umgehend für die MTSV-Reserve (29.). Unmittelbar nach dem Anstoß gelangte ein langer Ball zu Aerzens Nummer elf, der zum 1:1 einschob. Damit ging es auch in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel blühten die Hausherren dann auf. Björn Waldeck nahm sich nach rund einer Stunde aus gut 25 Metern ein Herz und verwandelte platziert in die untere Ecke. Nowag legte kurz darauf nach (69.). Doch Aerzen ließ sich nicht abschütteln. Eine Minute vor dem Ende verkürzte Florian Specht – für Lohmann aus leicht abseitsverdächtiger Position – auf 2:3. Das wiederum rief Offensivmaschine Nowag ein drittes Mal auf den Plan. An der Mittelinie kam Flegessens Nummer 33 an die Kugel, tänzelte den letzten Mann des MTSV aus und lief mutterseelenallein auf das Tor der Hummetaler zu. „Anstatt die Kugel aber einfach überlegt ins Eck zu setzen, machte er es lieber in bester Toni-Kroos-Podcast-Manier und dachte sich wohl ‚Einfach mal Luppen‘“, schilderte Lohmann, der die Kugel per Heber zum 4:2-Endstand einschlagen sah. Ein Sonderlob für „Hattrick-Hero“ Nowag sowie der nur zu elft angereisten Hummetaler, die trotz der Schwüle bis zum bitteren Ende kämpften, folgten. Durch Thals Niederlage gegen den TBH ist der Aufstieg damit – zumindest rechnerisch – noch möglich. Drei Punkte und zwölf Treffer Unterschied trennen Flegessen allerdings noch von den Kurstädtern. Am letzten Spieltag kommt es zum direkten Duell…
Tore: 1:0 Lukas Nowag (28.), 1:1 Maximilian Specht (29.), 2:1 Björn Waldeck (61.), 3:1 Nowag (69.), 3:2 Florian Specht (89.), 4:2 Nowag (90. +3).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
Telefon: 05155 / 2819-320
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