01.10.2023 19:43

Kreisliga


Selbst Tündern machtlos gegen Preussen - Lauenstein behauptet sich als Verfolger

Azadi steigert sich, doch geht gegen Emmerthal leer aus / Pyrmont Hagen triumphiert bei Torschlacht am Beberbach
Hasan Yanalak SG Koenigsfoerde Klein Berkel Fussball Kreisliga Dribbling
Der tragische Held aus Königsförde: Hasan Yanalak traf für die Hummetaler viermal - doch Sieger war der Gegner.

SG Thal/Holzhausen – VfB Hemeringen 4:2 (2:0).

Durchatmen in der Kurstadt: im Duell um die Rote Laterne hat die SG Thal die Konkurrenz aus Hemeringen auf Abstand gehalten und den Sprung zu den Nichtabstiegsrängen gleichzeitig verkürzt. „Wir haben heute sehr tief gestanden und dann über Umschaltmomente geglänzt“, schilderte SG-Trainer Eldar Zahirovic später den Weg zum Erfolg. Tatsächlich zahlte sich diese Taktik bereits im ersten Durchgang doppelt aus. Rafael Toffeleit (15.) und Dipesh Kc (32.) trafen jeweils nach schnell vorgetragenen Kontern der Hausherren. „Man hat Hemeringen aber angemerkt, dass sie auch da unten rauswollen. Sie haben sich nie aufgegeben“, betonte Zahirovic. Die Hartnäckigkeit des VfB zahlte sich aus: mit einem starken Kopfballtreffer markierte Karsten Wienecke den Anschlusstreffer für das Ligaschlusslicht kurz nach der Pause (50.). Dazu der Coach: „Danach ist bei uns die Nervosität ein wenig in die Knochen gefahren. Trotzdem haben wir weiterhin gefährlich gekontert.“ Und das zuhauf: Fatmir Muslijaj scheiterte allerdings am Querbalken, auch Jonah Kücking jagte die Kugel ans Gebälk, Mensur Muslijaj brachte die Kugel außerdem im Eins-gegen-Eins nicht im Tor unter. In den Schlussminuten kannte der Chancenwucher der Hausherren dann aber doch ein Ende. Florian Hilbert sorgte mit dem 3:1 für klare Verhältnisse, ehe Jonah Kücking kurz darauf die Kugel selbst eroberte, sich vorlegte und in den gegnerischen Winkel knallte (86.). Der Anschlusstreffer durch Fabian Keil bedeutete demnach nur noch Makulatur. Zahirovic lobte abschließend vor allem den Defensivverbund seines Teams.
Tore: 1:0 Rafael Toffeleit (15.), 2:0 Dipesh Kc (32.), 2:1 Karsten Wienecke (50.), 3:1 Florian Hilbert (83.), 4:1 Jonah Kücking (86.), 4:2 Fabian Keil (88.).

SG Königsförde/Klein Berkel – FC Bad Pyrmont Hagen II 4:5 (2:1).

Auch Pyrmont Hagens „Zwote“ hat sich am Nachmittag wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gesichert. Am Beberbach lieferten sich die Kurstädter eine echte Torschlacht mit der Grincenko-Elf. Daran hatte vor allem Hasan Yanalak seinen Anteil. Nach zehn Minuten eröffnete Alexander Gagarin den Torreigen bereits für den FC, als er einen Abpraller nach einem sehenswerten Freistoß über die Linie drückte. „Danach waren wir aber am Drücker. Von Pyrmont Hagen kam bis zur Pause nicht mehr viel“, betonte SG-Sprecher Leotrim Berisha. Dadurch wurde Yanalak auf den Plan gerufen. Noch vor der Pause markierte die Nummer 23 der Gastgeber einen Doppelpack und drehte die Begegnung damit unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff (45. +1). Nach dem Seitenwechsel lief bei der Spielgemeinschaft aber plötzlich nicht mehr viel zusammen. So kamen die Gäste nach langen Bällen reihenweise zum Erfolg. Maurice Brix, Nick Buller, Simon Kücking und Luca Sonnenberg schraubten das Ergebnis eine Viertelstunde vor dem Ende auf 5:2. „Wir haben uns das Spiel selbst kaputt gemacht. Man hat gemerkt, dass nach dem 2:2 bereits die Köpfe runtergegangen sind“, haderte der Sprecher, der besonders Yanalak in den Schlussminuten nochmal aufdrehen sah. Mit seinen persönlichen Treffern Nummer drei (80.) und vier (90.) ließ Yanalak die Gastgeber nochmal am Punktgewinn schnuppern, trotzdem ging der Dreier letztlich an die Gäste. „Dafür sind wir einfach schlichtweg zu spät aufgewacht“, so Berisha.
Tore: 0:1 Alexander Gagarin (10.), 1:1 Hasan Yanalak (25.), 2:1 Yanalak (45. +1), 2:2 Maurice Brix (52.), 2:3 Nick Buller (57.), 2:4 Simon Kücking (73.), 2:5 Luca Sonnenberg (75.), 3:5 Yanalak (80.), 4:5 Yanalak (90./Strafstoß).

SV Azadi Hameln – TSG Emmerthal 1:3 (1:2).

Trotz der 1:3-Niederlage gegen Emmerthal war Hamelns Manager Yalcin Uzun nicht unzufrieden: „Wir haben aufgrund der schlechten Ergebnisse der letzten Wochen nervös begonnen, waren aber in Teilen der ersten und der zweiten Halbzeit tonangebend. Wir waren ebenbürtig und daher tut die Niederlage auch weh. Am Ende des Tages hat die schlauere Mannschaft gewonnen, sie waren einfach abgezockter.“ Emmerthal ging früh dank eines Doppelschlags von Kartal Özbek mit 2:0 in Führung. Zunächst senkte sich sein 20 Meter-Distanzschuss in die Maschen (11.) und daraufhin vollendete er eine scharf Hereingabe zum 2:0 (15.). „Da waren wir uns nicht einig, wer zum Ball gehen soll und wurden noch von einem Emmerthaler irritiert, der den Ball für Özbek durchgelassen hat. Nach dem 0:2 haben wir uns gesteigert und die TSG hat auf Konter gelauert“, so Uzun. Afrim Sejdijaj scheiterte zweimal am gut aufgelegten Emmerthaler Schlussmann Felix König, ehe Alperen Özcelik in der 35. Minute nach einer Flanke und einer Kopfball-Vorlage auf 1:2 verkürzte. Nach dem Seitenwechsel hatten die „Adler“ mehr vom Spiel, entwickelten jedoch keine zwingende Torgefahr. Uzun: „Wir waren nicht zielstrebig genug. Vom fehlenden Willen kann man nicht sprechen, unsere Jungs haben gefightet.“ Stattdessen konterten die Grün-Weißen die Hamelner in der 73. Minute nach einem Ballgewinn aus, Goran Nedic traf zur 3:1-Vorentscheidung. In der Nachspielzeit verpasste Andrej Vorrat noch einen höheren Sieg, als er einen fälligen Strafstoß an die Latte setzte. So blieb es beim 3:1 für Emmerthal. Uzun resümierte: „Ein Punkt wäre aus unserer Sicht gerechtfertigt gewesen. Leider hat sich Gezim Musliji kurz vor dem Ende noch verletzt. Wir hoffen, dass er schnell wieder dabei ist.“ 
Tore: 0:1 Kartal Özbek (11.), 0:2 Özbek (15.), 1:2 Alperen Özcelik (35.), 1:3 Goran Nedic (73.).
Von Lara Biester

BW Tündern II – FC Preussen Hameln 1:4 (0:1).

Tünderns Zweite empfing am Sonntag Überflieger Preussen Hameln. Die Gäste bildeten vor Spielbeginn mit 24 Punkten, 32 Toren und gerade einmal sechs Gegentoren den ersten Platz der Liga, während Tündern mit 18 Punkten auf Tabellenplatz 4 stand. Tündern musste sich also definitiv etwas einfallen lassen, um die starke Offensive und gleichzeitig stabile Defensive der Hamelner zu stoppen. Das Spiel verlief in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe. Tündern hatte schon in der 5. Spielminute die Chance zur Führung, bei der Abdulqader Aljashi acht Meter vor dem Tor stand und am langen Eck der Hamelner vorbeischoss. Auch in der 10. und 12. Spielminute gab es zwei Fernschüsse, die allerdings von Hamelns Torwart Ihor Yakhno gehalten wurden. Das erste Tor für Tündern fiel durch Aljashi in der 35. Spielminute, wurde aber durch eine Abseitsstellung aberkannt. Hameln schlug kurz danach eine Flanke, die durch ein Kopfballtor von Nils-Heinrich Böckmann zum 1:0 für die Gäste führte. Tünderns Trainer Alexander Liebegott erklärte nach der ersten Halbzeit: „Die erste Halbzeit war voller Torchancen auf beiden Seiten. Wir hatten einige Chancen, die wir machen mussten.“

Nach der Halbzeit kam es zum Doppelschlag in der 49. und 52. Spielminute: Aldin Dedeic und Emil Nasufovski erhöhten den Spielstand auf 3:0. In der 57. Spielminute pfiff Schiedsrichter Maurice Wiewel Strafstoß für die Gäste, den Tünderns Torwart Felipe Dutschke souverän parierte. Nur wenige Minuten später verkürzte Yahya Abou-Moulig auf 1:3. Die Hoffnung auf eine Aufholjagd währte jedoch nur kurz. Nach einem Konter über die rechte Seite versuchte Tim Piontek den Ball zu klären, legte ihn dabei ins eigene Tor und erhöhte das Endergebnis auf 4:1 für die Preussen (69.). Tünderns Tainer Liebegott resümierte nach dem Spiel: „Preussen geht heute als verdienter Sieger vom Platz. Sie waren mit ihrer Cleverness und Abschlussstärke die bessere Mannschaft. Ich ärgere mich natürlich und es tut auch ein bisschen weh, aber insgesamt können wir zufrieden sein. Mit so einer Leistung werden wir uns die nächsten Spiele definitiv belohnen können.“ Ein besonderes Lob erteilte er Torwart Dutschke, der heute einige Bälle parierte, sowie allen Aushilfsspielern, die einen Antritt der Blau-Weißen erst ermöglichten.
Tore: 0:1 Nils-Heinrich Böckmann (35.),0:2 Aldin Dedeic (49.), 0:3 Emil Nasufovski (52.), 1:3 Yahya Abou-Moulig (60.), 1:4 Tim Piontek (69. Eigentor).

SG Hajen/Latferde – MTV Lauenstein 0:2 (0:1).

Sonntagnachmittag empfing die SG Hajen/Latferde den Zweitplatzierten MTV Lauenstein. Hajen hatte in der ersten Halbzeit einige Chancen. So kam es in der 8., 12. und 18. Spielminute fast zum Führungstreffer, der jedoch jedes Mal von Torwart Mathias Meinhart vereitelt wurde. Lauenstein presste daraufhin weiter und traf in der 26. Spielminute durch Linus Zorn mithilfe einen langen Einwurfs und dank Hajens unachtsamer Abwehr zum 1:0. Torwart Rouven Gasde parierte noch zwei weitere Chancen der Gäste vor dem Halbzeitpfiff und bewahrte seine Farben vor einem höheren Rückstand. „Unsere Einstellung war es, hinten kompakt zu stehen. Das haben wir auch über das gesamte Spiel geschafft. Lauenstein hat in den vergangenen Spielen viele Tore gemacht, deshalb war es gut, dass wir nur mit einem Treffer zurücklagen“, so Hajens Trainer Werner Brennecke. Nach der Halbzeitpause öffnete Hajen die Defensive und versuchte häufiger nach vorne zu spielen. Viele Chancen erspielten sich beide Mannschaften dennoch nicht. Erst in der 76. Spielminute traf Lauensteins Torjäger Felix Lassan nach einem Konter zum Endergebnis von 2:0 für die Gäste. Brennecke erklärte nach dem Spiel: „Wir sind nicht zufrieden. Wir haben nur neun Punkte und müssen langsam mal anfangen Fußball zu spielen. In der ersten Halbzeit haben wir hinten sehr gut gestanden. Aber die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass wir nur zugeguckt haben. Wir sind nach vorne zu harmlos. Und genau deshalb stehen wir verdient so weit hinten in der Tabelle.“ Mittlerweile ist Hajen/Latferde punktgleich mit dem ersten Absteiger aus Thal und Holzhausen. Der MTV hat dagegen den derzeitigen Relegationsplatz gefestigt.
Tore: 0:1 Linus-Maximilian Zorn (26.), 0:2 Felix Lassan (76.).
36 / 1740

Autor des Artikels

Jannik Schröder/Robin Besser
Jannik Schröder/Robin Besser
Jannik und Robin haben diesen Artikel in Zusammenarbeit geschrieben.
Telefon:
info@awesa.de

Webdesign & CMS by cybox