03.11.2022 10:55

Kreisliga


Ein Trio in Nöten: Wer glänzt noch einmal vor der Winterpause?

Lauenstein will an der Spitze überwintern, Hajen/Latferde in Lauerstellung / Thomas hofft auf ein „schönes Weihnachtsgeschenk“
Christopher Thomas TSV Grohnde Kreisliga
Ein „Dreier“ gegen Azadi würde Grohndes Spielertrainer Christopher Thomas zum Jahresabschluss wohl schmecken.

WTW Wallensen – TSV Nettelrede (Freitag, 19 Uhr).

Das Kreisliga-Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Zwar stehen in der kommenden Woche noch drei Nachholpartien an, doch Wallensen und Nettelrede eröffnen am kommenden Freitag den offiziell letzten Spieltag dieses Jahres. Die Männer von der Thüster Platte kamen in den vergangenen Wochen ein wenig ins Schwächeln, in der Folge ist man auf Tabellenplatz vier abgerutscht. Dessen ist sich auch WTW-Spartenleiter Dominik Heintz bewusst: „Uns erwartet das nächste Spitzenspiel gegen eine sehr effektive Offensive aus Nettelrede. Wir müssen die Niederlage gegen Königsförde abhaken, die Mannschaft hat die Partie zusammen mit dem Trainer aufgearbeitet. Nun müssen wir es besser machen und die Offensive des TSV in den Griff bekommen. Im Hinspiel haben wir Moral bewiesen und nach dem Rückstand noch einen Punkt mitgenommen. Diesmal sollen es drei sein, um den Anschluss nach oben zu wahren.“ Der Bezirksligaabsteiger aus Nettelrede hat sich derweil still und leise an die Spitzengruppe herangepirscht. Nach Ansicht von TSV-Spielertrainer Dominik Trotz darf dieser Trend gerne weitergehen: „Personell werden wir leider im letzten Spiel dieses Jahr ein wenig zaubern müssen. Neben den Langzeitverletzten werden noch Patrick Schmidt und Levin Ketterer ausfallen. Hinter den Einsätzen von Kevin Kohl und Bennet Koch stehen aufgrund von Blessuren noch Fragezeichen. Trotzdem fahren wir aufgrund des bisherigen Saisonverlaufes mit breiter Brust nach Wallensen und wollen an die guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen. Wir wissen jedoch zum einen um die Stärke des WTW mit vielen guten Einzelspielern und einem überragenden Torwart Franzmann. Zum anderen wissen wir aber auch, das Wallensen zwingend drei Punkte einfahren muss, um den Anschluss an die vorderen Plätze zu halten und somit ein wenig unter Druck steht. Ich erwarte ein packendes und spannendes Flutlichtspiel, in dem wir hoffentlich den dritten Platz verteidigen können und mindestens einen Punkt mit auf die Heimreise nehmen.“

TSG Emmerthal – MTV Lauenstein (Samstag, 15 Uhr).

In Emmerthal trifft dagegen einen Tag später der Vorjahresdritte auf das Oberhaupt der Liga. Während die Gäste ihren Trend der vergangenen Rückrunde beibehalten haben, ist die TSG in dieser Saison in anderen Tabellenbereichen unterwegs. Auch deshalb freut sich TSG-Trainer Daniel Wohlleben auf die baldige Winterpause: „Wir wollen die Partie gegen Lauenstein so gut wie möglich über die Bühne bringen. Dabei sind wir uns bewusst, dass mit Lauenstein eine Topmannschaft an der Emmer gastiert. Wir gehen derzeit auf dem Zahnfleisch und wollen uns schnellstmöglich in die Winterpause retten, um Kräfte zu bündeln und im neuen Jahr wieder anzugreifen. Vorher wollen wir die anstehende Begegnung mit dem MTV aber vernünftig bestreiten und das Bestmögliche rausholen. Uns erwartet in jedem Fall eine schwierige Aufgabe.“ Auch wenn die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen ist, werden Andrej Vorrat (Gelb-Rot-Sperre) sowie Jonny Albe und Hendrik Scheel definitiv ausfallen. Die Ostkreisler hingegen wollen zum Saisonabschluss noch einmal einen Sieg bejubeln – andernfalls könnte die SG Hajen aufgrund eines Nachholspiels an der Spitze überwintern. Das gilt es nach Ansicht von MTV-Trainer Stefan Gluba zu verhindern: „Zum letzten Punktspiel in diesem Jahr müssen wir nochmal alle vorhandenen Kräfte bündeln, um die Tabellenspitze zu verteidigen. Die Verfolger warten auf einen Ausrutscher. Wir wollen unsere Ausgangsposition nicht verspielen und als Tabellenführer in das Jahr 2023 gehen. Der abschließende Kader wird sich erst kurzfristig ergeben. Der Kader ist dezimiert und es ist Improvisieren angesagt.“

SG Eimbeckhausen/Hamelspringe – VfB Hemeringen (Samstag, 16 Uhr).

Für die SG Eimbeckhausen/Hamelspringe wird es langsam eng. In den vergangenen Wochen hat sich der Abstiegskampf der Kreisliga zu einem regelrechten Dreikampf zwischen den Nordkreislern, Grohnde und Bisperode entwickelt. „Mit Hemeringen haben wir zum Abschluss des Fußballjahres nochmal ein Sechs-Punkte-Spiel, das wir natürlich unbedingt gewinnen wollen und auch müssen. Ich erwarte, dass die Jungs die Torchancen besser nutzen und auch nicht nur eine Halbzeit gut verteidigen. Wir müssen eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen, um die Punkte in Eimbeckhausen zu behalten“, erklärt SG-Spielertrainer Niklas Koffmane. Personell müsse man aufgrund einiger Ausfälle etwas umstellen. Der VfB wiederum hat sich nach zuletzt drei Siegen in Folge etwas von der größten Gefahr entfernt. Nach Ansicht von Hemeringens Sprecher Peter Reese dürfe man sich auf diesen Erfolgen allerdings keineswegs ausruhen: „Trotz des deutlichen 5:1-Sieges im Hinspiel wird man die Partie auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Der VfB hat sich in Eimbeckhausen immer schwergetan und will versuchen, mit einem Erfolg weiterhin Anschluss an das Mittelfeld zu finden. Dazu wird es wichtig sein, von Beginn an hellwach zu sein, den Gegner früh zu stören und selbst Akzente zu setzen.“ Aktuell trennen beide Teams zehn Zähler.

TSV Bisperode – SG Königsförde/Klein Berkel (Samstag, 16 Uhr).

Blau-Gelb befindet sich derzeit unmittelbar vor der roten Zone, punktetechnisch ist man mit dem ersten Abstiegsplatz sogar gleichauf. Daher hofft TSV-Co.-Trainer Konrad Voss gegen die SG Königsförde auf einen versöhnlichen Abschluss im Kalenderjahr 2022: „Nach der erneuten Niederlage am letzten Spieltag gegen Azadi (2:4, Anm. d. Red.) stehen wir weiterhin unter enormen Zugzwang. Wir wollen unbedingt mit einer zweistelligen Punkteanzahl überwintern, um überhaupt noch auf Tuchfühlung zu bleiben. Dafür benötigen wir allerdings einen Heimsieg gegen die SG Königsförde/Klein Berkel. Die SG hat die letzten beiden Spiele jedoch für sich entschieden und wird daher mit ordentlich Selbstbewusstsein anreisen. Das macht die Aufgabe für uns natürlich nicht leichter. Wir wollen dennoch wieder versuchen, kämpferisch und läuferisch dagegenzuhalten, um dem Gegner das Spiel so schwierig wie möglich zu machen. Wir müssen besonders die Kreise von Myles Neumann und dem flinken Mittelfeld der SG einschränken. Gelingt uns das, haben wir sicherlich eine Chance.“ Wie Voss bereits anführt, befinden sich die Hummetaler derzeit gut in Form. Zuletzt setzte man beim 3:1 gegen Wallensen ein Ausrufezeichen. Daher gibt sich SG-Sprecher Leotrim Berisha auch vor der anstehenden Begegnung optimistisch: „Im letzten Spiel gegen Wallensen haben wir noch einmal bewiesen, wozu wir in der Lage sind, wenn wir kompakt stehen und unsere Chancen nutzen. Nun heißt der Gegner aber Bisperode. Man darf sie nicht unterschätzen, auch wenn sie unter uns in der Tabelle stehen. Im Hinspiel haben wir schon gesehen, wo ihre Stärken liegen. Da kamen wir auch oft in Schwierigkeiten. Nichtsdestotrotz wollen wir mit einem Sieg im Rücken ins nächste Jahr gehen.“

TSV Großenwieden – FC Preussen Hameln (Sonntag, 14.30 Uhr).

Kommt das böse Erwachen Nummer zwei oder rächt sich der TSV für die 0:11-Hinspielpleite gegen Preussen? Diese Frage wird sich am kommenden Sonntagnachmittag im Großenwiedener Weserstadion klären. TSV-Co.-Trainer Rassan Abdi arbeitet die Geschehnisse vom Anfang der Saison noch einmal auf: „Das letzte Spiel für dieses Jahr steht an. Um ehrlich zu sein, kommt die Pause rechtzeitig. Das Spiel gegen Preußen hat uns am Anfang der Saison viel Schaden eingebracht, gleichzeitig aber auch wachgerüttelt. Die Niederlage war sehr bitter und hat uns verletzt, aber das haben wir abgehakt. Es ist viel Zeit vergangen und wir haben uns in vielen Belangen verbessert. Wir spielen zuhause und da wollen wir alles geben, um uns bestens zu präsentieren, idealerweise mit einem Sieg.“ Der Hamelner FC dürfte allerdings etwas dagegen haben. Nach dem Kantersieg gegen Großenwieden kämpfte das Team von Pascal Lütdke und Hysen Hasani zwar etwas mit der eigenen Form, doch zuletzt stimmten die Ergebnisse der Hamelner wieder. Dank eines 2:0-Erfolgs in Emmerthal sowie einem 6:0 zuhause gegen Eimbeckhausen hat man sich wieder in die obere Tabellenhälfte vorgearbeitet. Von Seiten der Gäste war leider keine Stimme einzuholen.

TSV Grohnde – SV Azadi Hameln (Sonntag, 14.45 Uhr).

Die dritte Partei im Bunde um den Klassenerhalt, der TSV Grohnde, bekommt es zum Abschluss des Jahres mit Azadi zu tun. Obwohl die Grohnder bereits seit fünf Partien punktlos sind, sieht TSV-Spielertrainer Christopher Thomas eine kleine Formverbesserung seiner Elf: „Wir haben einen Aufwärtstrend in unseren Spielen, auch wenn es für Punkte nicht gereicht hat. Azadi kommt immer mit viel Kraft und ist stets unangenehm zu bespielen, dabei aber nie unfair. Diese Spielweise müssen wir von Anfang an annehmen! Wenn die Einstellung und der Wille wie in den letzten beiden Spielen stimmt, können wir erstmal zufrieden sein! Wir versuchen natürlich, etwas Zählbares mitzunehmen. Das wäre vor der Winterpause nochmal ein schönes Weihnachtsgeschenk für alle Beteiligten, insbesondere für unsere treuen Zuschauer!“ Die Gäste auf der anderen Seite befinden sich nach einem kleinen Zwischentief augenscheinlich wieder in der Spur. Zuletzt gab es drei Erfolge in Serie. Trotzdem mahnt SV-Manager Yalcin Uzun zur Vorsicht: „Grohnde steht mit dem Rücken zur Wand und wir müssen versuchen, hinten gut zu stehen. Gerade zuhause schätze ich den TSV stark ein, daher müssen wir alles abrufen, um die drei Punkte mitzunehmen. Das ist unser klares Ziel, um den Anschluss nach oben zu halten. Wenn wir unsere Leistung abrufen, sind wir der Favorit und können die Grohnder vor Probleme stellen.“ Neben dem weiterhin gesperrten Gezim Musliji müssen auch Mohammed Avci und Dardan Gjelevic pausieren.

FC Bad Pyrmont Hagen II – SG Hajen/Latferde (Sonntag, 14.45 Uhr).

Die Zweitvertretung der Kurstädter ist nach vier Niederlagen am Stück in die untere Tabellenhälfte gerutscht. Obwohl der Gegner aus Hajen aktuell gut drauf ist, gibt sich FC-Trainer Christopher Loges vor der anstehenden Begegnung optimistisch: „Wir befinden uns seit einigen Wochen im Abwärtstrend, doch letzte Woche waren wir wieder besser drauf und hätten auch gewinnen können. Das war wieder das Pyrmont Hagen, was ich kenne. Das Hinspiel gegen die SG war eine sehr enge Kiste. Damals haben wir unentschieden gespielt und auch diesmal wollen wir – gerade zuhause – nicht verlieren. Fußballerisch sind wir dazu allemal in der Lage. Wir wollen uns nicht verstecken und am Ende etwas mitnehmen.“ Wie der Kader des Fusionsklubs am Sonntag aussieht, ist derzeit noch unklar. Auch die Gäste befinden sich noch inmitten der Kaderplanung, einige Spieler seien derzeit angeschlagen. SG-Sprecher Marc Knoesel hofft trotzdem, an die gute Performance der letzten Wochen anzuknüpfen: „In den letzten Spielen haben wir sowohl spielerisch als auch kämpferisch gute Leistungen gezeigt, das müssen wir jetzt in den letzten beiden Spielen dieses Jahres fortführen. Unser Vorteil ist, dass wir zwar eine eingespielte Mannschaft haben, aber von der Bank immer auch nachlegen können, ohne dass sich das Spiel signifikant ändern muss. Aber trotzdem merkt man den Spielern die vielen Spiele natürlich an, das ist diese Saison für alle Mannschaften schon eine besondere Situation. Gegen Pyrmont-Hagen II wollen wir unsere Auswärtsbilanz etwas aufpolieren, da haben wir durchaus Nachholbedarf. Aber wir wissen natürlich, dass das ein ganz schwieriges Spiel wird. Wir dürfen uns nicht davon beeinflussen lassen, dass der FC zuletzt nicht siegreich war. Ich habe die Mannschaft aus dem Hinspiel als kampf- und vor allem spielstark in Erinnerung.“ Beide Teams haben in der Folgewoche noch je ein Nachholspiel zu absolvieren.
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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