09.08.2022 21:57

Kreispokal - Gruppenphase - Spieltag 3


Vom letzten Platz ins Achtelfinale: Eimbeckhausen springt auf abfahrenden Zug!

Letzter Spieltag der Kreispokal-Gruppenphase! / Bisperode gewinnt Entscheidungsspiel in Osterwald
Jubelfoto VfB Eimbeckhausen Matthias Thiele Awesa
Eimbeckhausen/Hamelspringes Matthias Thiele (li.) erzielte einen wichtigen Doppelpack.

Gruppe A

TSG Emmerthal – TSV Germania Reher 6:0 (0:0).

Emmerthal ist als Zweiter hinter der SG Thal/Holzhausen ins Achtelfinale eingezogen. Gegen Germania Reher tat sich der Kreisligist im ersten Durchgang schwer und hatte in einer Szene Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein. Die Gäste köpften den Ball aus kurzer Distanz aufs Tor, Emmerthals Verteidiger Yannick Garbsch rettete mit dem Kopf auf der Linie. „Leider haben wir keine Torlinientechnik“, scherzte TSG-Trainer Daniel Wohlleben, der im ersten Durchgang nicht viel zu lachen hatte: „Wir haben falsche Entscheidungen getroffen und waren zu weit weg vom Gegner. Reher konnte frei spielen, hatte aber keine großen Chancen – abgesehen von dem Kopfball.“ Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Hausherren jedoch deutlich und trafen gleich dreimal in Folge sehenswert: Kartal Özbek erzielte per Seitfallzieher das 1:0 (53.), ehe Andrej Vorrat seine ganze Klasse zeigte und aus rund 40 Metern das Leder, über Rehers Torhüter Andreas Schmirmag hinweg, in den Winkel schlenzte (59.). 180 Sekunden später gelang ihm ein ähnliches Kunststück, diesmal aus seitlicher Position – innerhalb kurzer Zeit stand es 3:0. „Danach war es ein Selbstläufer“, so Wohlleben. Goran Nedic legte per Kopf das 4:0 nach, Henrik Remmert traf unglücklich ins eigene Tor und Herrenneuling Silas Niemeyer setzte mit dem 6:0 den Schlusspunkt. „Mit der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden. Da haben wir das Zentrum zugemacht, den Ball ordentlich laufen lassen und waren aggressiver“, resümierte Emmerthals Coach.
Tore: 1:0 Kartal Özbek (53.), 2:0 Andrej Vorrat (59.), 3:0 Vorrat (61.), 4:0 Goran Nedic (73.), 5:0 Eigentor Henrik Remmert (78.), 6:0 Silas Niemeyer (84.).

SG Thal/Holzhausen - TuS SW Löwensen 5:0.

Löwensen ist wegen Personalmangel nicht angetreten. Thal/Holzhausen gewinnt damit 5:0.

Gruppe C

TSV Eintracht Nienstedt - TSV Nettelrede 0:3 (0:1).

Nettelrede ist ohne Punktverlust durch die Gruppenphase marschiert, während Nienstedt aufgrund des Sieges von Eimbeckhausen/Hamelspringe noch auf den dritten Platz abgerutscht ist. Nienstedts Sprecher Torsten Reimann zeigte sich als fairer Sportsmann: „Der Sieg für Nettelrede geht absolut in Ordnung. In der Abwehr haben sie mit ihren großen Verteidigern alle unseren hohen Bälle wegverteidigt und vorne waren sie spielerisch gut unterwegs. Während wir höchstens über die Distanz Gefahr ausgestrahlt haben, kam Nettelrede immer wieder gefährlich vor unser Tor.“ Jannes Aunitz traf bereits in der 13. Minute zum 1:0 für die „Grönjer“, der Assist kam von Jonas Ofner. Nach dem Seitenwechsel machten die Gäste alles klar: Jan Kohl traf nach Vorlage von Louis Linde (63.) und Henri Böttcher erzielte den 3:0-Endstand. „Wir haben ordentlich dagegen gehalten immer versucht, den Ehrentreffer zu schießen. Hervorzuheben ist unser Torhüter Rudolf Rochim, der seine Sache sehr gut gemacht hat. Jetzt freuen wir uns auf den Ligastart“, zog Reimann sein Fazit.
Tore: 0:1 Jannes Aunitz (13.), 0:2 Jan Kohl (63.), 0:3 Hendry Blttcher (80.)

SV Germania Beber-Rohrsen - SG Eimbeckhausen/Hamelspringe 1:4 (0:2).

Ein Remis wäre genug gewesen, doch gegen den zwei Klassen höher spielenden Kreisligisten reichte es nicht. Stattdessen zog die bis dato noch punktlose SG Eimbeckhausen/Hamelspringe auf den bereits abfahrenden Zug und löste ihr Achtelfinalticket mit nur drei Punkten. „Dabei war es ein umkämpftes Spiel und wir haben nicht viel zugelassen. Das Endergebnis ist zu hoch. Eimbeckhausen war einfach effektiv“, erklärte Beber-Sprecher Lennerd Kühn, der in der 28. und 40. Minute die Gegentreffer von Jörn Dahlbrock und Matthias Thiele hinnehmen musste. Thiele legte zehn Minuten nach dem Seitenwechsel das 3:0 nach und brachte damit die Vorentscheidung. Beber-Rohrsen kam hingegen kaum gefährlich vor das gegnerische Gehäuse. „Abgesehen von einer Doppelchance lief nicht viel zusammen“, so Kühn. Der 1:3-Anschlusstreffer von Finn Langenstein kam in der 85. Minute zu spät, zumal Stefan Giebel in der Schlussminute noch auf 4:1 erhöhte. „Das war dann auch egal. Dass wir aus dem Pokal ausgeschieden sind, ist zwar schade, aber nicht zu ändern. Jetzt arbeiten wir auf den Saisonstart am Wochenende hin. Uns erwartet eine spannende Saison in der neuen 2. Kreisklasse“, zog Kühn Bilanz.
Tore: 0:1 Jörn Dahlbrock (28.), 0:2 Matthias Thiele (40.), 0:3 Thiele (55.), 1:3 Finn Langenstein (85.), 1:4 Stefan Giebel (90.).

Gruppe F

TuS Rohden-Segelhorst – SV Lachem-Haverbeck 1:3 (0:1).

Die Tabellensituation bleibt sowohl beim TuS Rohden als auch bei den Gästen aus Lachem unverändert. Durch den 3:1-Auswärtserfolg der Mannschaft aus der 2. Kreisklasse sicherte sich der Sportverein mit der maximalen Punkteausbeute den Platz an der Sonne in Gruppe F. Die Hausherren hingegen gingen zum dritten Mal in Folge leer aus. „Vom Ergebnis her mag die Partie heute spannend gewesen sein, vom Spielverlauf her war Lachem aber die klar bessere Mannschaft. Wir können uns bei unserem Torwart Stefan Dreier bedanken, dass er uns noch so lange im Spiel gehalten und zum Schluss auch eine höhere Niederlage verhindert hat“, fasste TuS-Coach Jörg Pydde das Kräfteverhältnis auf dem Rasen zusammen. Einen Vorwurf wollte er seinen Jungs allerdings nicht machen: „Sie haben mit Einsatz und Leidenschaft dagegengehalten. Leider war durch unsere Personalprobleme heute nicht mehr zu erwarten.“ Auch aus diesem Grund legten die Gäste nach dem 0:1 durch Baris Demirkaya in der zweiten Halbzeit nach. Den kurzfristigen Anschlusstreffer von Janis Höpfner (78.) egalisierte Soner Aslan nur wenige Minuten später (82.). Trotzdem blickt der Coach dem Ligastart positiv entgegen: „Wir blicken nun mit guter Hoffnung auf den Ligastart gegen Afferdes Reserve. Jetzt gilt es, sich dort zu beweisen.“
Tore: 0:1 Baris Demirkaya (21.), 0:2 Mohammed Chabot (63.), 1:2 Janis Höpfner (78.), 1:3 Soner Aslan (82.).

TSC Fischbeck – VfB Hemeringen 0:5 (0:0).

45 Minuten lang zeigte der TSC Fischbeck eine kämpferisch starke und überzeugende Leistung – und musste sich am Ende dennoch mit 0:5 geschlagen geben. „Ich weiß nicht, was ich mit den Jungs noch machen soll. Noch mehr Torschusstraining geht schon nicht mehr“, zeigte sich Fischbecks Coach Jörn Waczynski angesichts der am Ende doch deutlichen Niederlage fassungslos. Dabei hatten die Hausherren in der ersten Halbzeit genug Chancen, um die Partie frühzeitig zu den eigenen Gunsten zu entscheiden. Tim Wagner, Lauri Preiss, Julian Volquardsen und Co. vergaben jedoch ein ums andere Mal aus aussichtsreicher Position. Dazu deren Trainer: „Die Jungs haben gekämpft und geackert, dass man draußen an der Seitenlinie eine Gänsehaut bekommen hat. Von Hemeringen kam dagegen überhaupt nichts. Wir gehen dann in die Halbzeit, wollen genau so weitermachen – und brechen dann komplett ein.“ Von da an nahm die Geschichte ihren Lauf. Zwischen der 57. Und 64. Minute komplettierte Hemeringens Topstürmer Maximilian Ringleff seinen lupenreinen Hattrick und machte damit bereits alles klar für den VfB. Damit war die Highlight-Show der Nummer 9 der Gäste allerdings noch lange nicht vorbei. Rund zehn Minuten später legte er den vierten Treffer mustergültig auf, ehe er fünf Minuten vor dem Ende auch seinen persönlichen Viererpack markierte. Mit dem Erfolg sichert sich der VfB das Achtelfinalticket, die Hausherren dagegen können sich nun ganz auf den Ligabetrieb konzentrieren.
Tore: 0:1 Maximilian Ringleff (57.), 0:2 Ringleff (59.), 0:3 Ringleff (64./Elfmeter), 0:4 Fabian Görlitz (75.), 0:5 Ringleff (86.).

Gruppe H

SF Osterwald – TSV Bisperode 0:3 (0:1).

Im entscheidenden Spiel um den Achtelfinaleinzug setzte sich der Favorit aus Bisperode vor rund 130 Zuschauern durch – trotz Unterzahl ab der 57. Minute. „Es war eigentlich ein typisches Remis. Es gab nur wenige klare Chancen“, meinte SFO-Sprecher Sebastian Decker. „Wir hatten in der ersten Halbzeit und zu Beginn des zweiten Durchgangs sogar etwas mehr vom Spiel.“ Doch die Tore schossen nur die Bisperoder: Neuzugang Justin Schröter brachte den TSV in der 30. Minute in Front. In der zweiten Hälfte spürten die Sportfreunde mit fortschreitender Dauer den Zeitdruck. „Irgendwann haben wir aufgemacht und Bisperode hat uns eiskalt ausgekontert“, so Decker. Jan Schonschek (82.) und Jonathan Koop (87.) brachten schließlich die Entscheidung. Decker resümierte: „Heute war kein Klassenunterschied zu sehen. Wir haben uns gegen Königsförde/Klein Berkel und heute achtbar geschlagen, das macht Mut für den Ligastart. Dass wir aus dem Pokal ausgeschieden sind, ist nach unserem Kreispokalfinale vor einigen Wochen schade, aber wir haben diese Gruppenspiele von Anfang an als Testspiele betrachtet.“
Tore: 0:1 Justin Schröter (30.), 0:2 Jan Schonschenk (82.), 0:3 Jonathan Koop (87.).
Besonderes: Rote Karte für Bisperodes Michel Faßhauer (57.).

SG Coppenbrügge/Marienau - SG Königsförde/Klein Berkel 0:5.

Die Partie wird mit 5:0 für die Gäste gewertet. Coppenbrügge ist nicht angetreten.
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
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