07.08.2022 19:31

Kreispokal - Gruppenphase - Spieltag 2


Zehn Tore im Weserberglandstadion - Preussen im Rausch

Heute macht sich der Klassenunterschied fast überall bemerkbar / Wins & Engel mit Viererpacks



Amos Johannes eröffnete den Torreigen für die Hamelner Preussen.

Gruppe B

TSV Lüntorf – TSV Grohnde 1:6 (1:1).

Dem drei Klassen höher spielenden TSV Grohnde gelang im zweiten Pokalspiel der erste Sieg. Allerdings tat sich der haushohe Favorit lange schwer. „In der ersten Halbzeit konnten wir noch richtig gut mithalten. Der Klassenunterschied war kaum bemerkbar“, fand Lüntorfs Trainer Olaf Kühl. Mit einem achtbaren 1:1 ging es zum Pausentee, der den Gästen aus Grohnde wohl ganz tat: Insbesondere Robert Engel zeigte sich treffsicher und schnürte einen Viererpack, insgesamt machten die Grohnder nach dem Seitenwechsel noch fünf Tore. „Insgesamt war der Sieg für Grohnde ein bis zwei Tore zu hoch“, so Kühl. „Leider hatten wir keine Ersatzspieler dabei. Am Ende wurden die Beine etwas schwerer und das Ergebnis wurde deutlicher.“ Die Lüntorfer sind aufgrund der Niederlage ausgeschieden, während Grohnde am Mittwoch beim TSV Groß Berkel zum Showdown um den Einzug ins Achtelfinale antritt.
Tore: 0:1 Robert Engel (14.), 1:1 Mohamed Khoder (22.), 1:2 Robert Engel (61.), 1:3 Patrick Zimmermann (65.), 1:4 Robert Engel (75.), 1:5 Felix Opitz (82.), 1:6 Robert Engel (90+1.)

SG Hajen/Latferde – TSV Groß Berkel 4:2 (2:1).

Bei bestem Fußballwetter lieferten sich die SG Hajen/Latferde und der TSV 05 Groß Berkel einen echten Pokalfight. „Der Klassenunterschied war phasenweise kaum zu spüren. Der Sieg war am Ende zwar verdient, aber ich kann dem Gegner aus Groß Berkel nur Respekt zollen. Die haben echt alles gegeben“, betonte SG-Trainer Manuel Feyer, der Werner Brennecke an der Seitenlinie vertrat.  Anfangs ging der 1.Kreisklasse-Aufsteiger beim Kreisliga-Vizemeister sogar dank Ben Greig in Führung, doch die SG drehte das Spiel anschließend durch die Treffer von Benjamin Bohne (2), Nils Bleibaum und Kay-Jonas Dirnberger auf ihre Seite. Auf der anderen Seite entschärfte Hajen/Latferdes Fänger Rouven Gasde noch einige brenzlige Situationen. Erst in der Nachspielzeit kam Groß Berkel in Person von Sebastian Blom zum 2:4-Anschluss, die Niederlage war besiegelt. Beide Mannschaften beendeten das Spiel übrigens in Unterzahl: Die Groß Berkeler sahen in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs Gelb-Rot, Hajen/Latferde kassierte in der 58. Minute einen Platzverweis. Mit zwei Siegen in zwei Spielen sind die Hausherren bereits sicher im Achtelfinale.
Tore: 0:1 Ben Greig (7.), 1:1 Benjamin Bohne (28.), 2:1 Nils Bleibaum (39.), 3:1 Kay-Jonas Dirnberger (52.), 4:1 Benjamin Bohne (86.), 4:2 Sebastian Blom (90+1.).
Besonderes: Gelb-Rot für Groß Berkel (45.+3) und Hajen/Latferde (58.).

Gruppe D

TSV Brünnighausen – MTV Lauenstein 0:6 (0:4).

In Brünnighausen kam keine Spannung auf. Zu deutlich war der Zweiklassenunterschied. „Wir haben es souverän runtergespielt und das Spiel in der ersten Halbzeit schon entschieden“, meinte Lauensteins Co-Trainer Chris Wintel. Der Favorit kam mit Diagonalbällen immer wieder hinter die Defensive der Gastgeber und fand anschließend Abnehmer in der gefährlichen Zone: Oliver Silex, Dimitri Schulte (2) und Sebastian Serrano schossen die 4:0-Pausenführung heraus. Nach dem Seitenwechsel nahm der MTV das Tempo raus, kam aber weiterhin zu Chancen. Schulte komplettierte schließlich seinen Dreierpack und Silex traf zum 6:0-Endstand. Brünnighausens Torhüter André Liewald verhinderte mit zahlreichen Rettungstagen über die gesamten 90 Minuten eine höhere Niederlage. „Er hat richtig stark gehalten“, staunte selbst Wintel, der Schulte und Kevin Tschirpke ein Sonderlob aussprach. Dank des Sieges qualifizierte sich Lauenstein für das Achtelfinale.
Tore: 0:1 Oliver Silex (12.), 0:2 Dimitri Schulte (14.), 0:3 Schulte (34.), 0:4 Sebastian Serrano (40.), 0:5 Schulte (53.), 0:6 Silex (86.).

WTW Wallensen – TuSpo Bad Münder 6:0 (3:0).

Der Favorit setzte sich in seinem Heimspiel deutlich gegen die zwei Klassen tiefer spielenden Bad Münderaner durch. „Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir viele Chancen und haben gut gespielt. Das Problem war heute unser ungenauer Abschluss“, meinte WTW-Spartenleiter Dominik Heintz. Gegen Ende des ersten Durchgangs schossen Toni Ivankovic, Alexey Kazachek und Marcel Woyciechowski trotzdem eine 3:0-Pausenführung heraus. Kurios: Zwischendurch traf Woyciechowski per Kopf noch die Latte und Martin Gröhlich köpfte den Abpraller direkt nochmal gegen das Gebälk. Nach dem Seitenwechsel nahmen die Wallenser das Tempo heraus. „Bad Münder wurde immer müder und kam in vielen Zweikämpfen leider auch zu spät“, so Heintz. Martin Gröhlich und der doppelte bzw. dreifache Toni Ivankovic machten das halbe Dutzend schließlich voll. Heintz: „Letztlich geht der Sieg auch in der Höhe völlig in Ordnung. Bad Münders Torhüter Julius Haacke hat sehr gut gehalten und eine höhere Niederlage verhindert.“ Dank des Sieges ist Wallensen nun Zweiter und kann aus eigener Kraft das Achtelfinale erreichen.
Tore: 1:0 Toni Ivankovic (37.), 2:0 Alexey Kasachek (44.), 3:0 Marcel Woyciechowski (45.), 4:0 Martin Gröhlich (63.), 5:0 Toni Ivankovic (77.), 6:0 Ivankovic (78.).

Gruppe E

FC Preussen Hameln – SG Flegessen 8:2 (3:1).

Im Weserberglandstadion entwickelte sich eine deutliche Angelegenheit: Preussen Hameln besiegte Flegessen mit 8:2. „Preussen hat stark gespielt und hochverdient gewonnen – wenn auch vielleicht ein, zwei Tore zu hoch. Zwei Treffer waren stark abseitsverdächtig“, erklärte Flegessens Co-Trainer Martin Lohmann. Im ersten Durchgang legten die Hausherren bereits dank der Tore von Amos Johannes, Nils Böckmann und Leon Kießling mit 3:0 vor, ehe Yannick Wagner der SG mit dem 1:3 zumindest noch grob im Rennen hielt. Nach dem Seitenwechsel wurde wurde es jedoch immer deutlicher und die Tore fielen teils im Minutentakt: Kay-Uwe Wehrhahn, Lenard Gallapeni, Enis-Kaan Bolat und Böckmann schraubten das Ergebnis auf 8:2 in die Höhe, zwischendurch erzielte Tim Tiley den zweiten Ehrentreffer für die Gäste. Damit sind die Preussen bereits nach zwei Spieltagen ins Achtelfinale eingezogen. Fragt sich nur noch, ob als Erster oder Zweiter. Die Flegesser sind hingegen bereits aus dem Pokal ausgeschieden. Lohmann resümierte: „Trotz des Ergebnisses haben wir gut durchgezogen. Aufgrund einer Verletzung beim Aufwärmen hatten wir nur zwei Auswechselspieler und es war ziemlich warm. Jetzt gilt es, am nächsten Mittwoch gegen TC Hameln zumindest noch einen Sieg zu holen, um noch etwas Selbstvertrauen für den Ligastart zu sammeln.“ Hamelns sportlicher Leiter Rolf Schünemann zog ebenfalls Bilanz: „Uns haben heute zehn Spieler gefehlt und trotzdem haben die Jungs es sehr gut gemacht. Man merkt, dass sich jeder empfehlen will, der Konkurrenzkampf ist da."
Tore: 1:0 Amos Johannes (7.), 2:0 Nils Böckmann (15.), 3:0 Leon Kießling (36.), 3:1 Yannick Wagner (39.), 4:1 Kay-Uwe Wehrhahn (55.), 5:1 Lenard Gallapeni (61.), 6:1 Enis-Kaan Bolat (64.), 6:2 Tim Tiley (67.), 7:2 Bolat (68.), 8:2 Böckmann (82.).
Besonderes: Gelb-Rot für Flegessens Alexander Strehlow (90.+1).

TC Hameln – TB Hilligsfeld 1:6 (1:3).

Am zweiten Spieltag des Kreispokals gab es für den TC Hameln nichts zu holen. Nachdem das erste Spiel des TC schon mit 2:4 gegen Preußen Hameln verloren ging, stand gegen Hilligsfeld am Ende ein 1:6 zu Buche. Allerdings war für TC-Trainer Hendrik Vorpahl klar: „Es war eine ganz andere Nummer als noch gegen Preussen. Hilligsfeld war uns haushoch überlegen und war einfach überragend am Ball.“ Dabei hob er beim TBH vor allem den Mittelfeldregisseur Jasper Jungnitz hervor, der eine grandiose Leistung zeigte. „Trotz allem sollte man nicht vergessen, dass wir schon seit langer Zeit auf der letzten Rille fahren und kaum genug Spieler zusammenbekommen“, so Vorpahl. Bei den Hilligsfeldern waren Dreierpacker Maurice Schrader, Doppelpacker Sören Schaper sowie Tristan Karock erfolgreich. Das Tor für den TC zum zwischenzeitlichen 1:2 erzielte Oussama Hicham. Hervor hob Vorpahl noch seinen Spieler Philipp Usadel. „Er hat sich kurzfristig Fußballschuhe gekauft, auf die Bank gesetzt und sogar noch sein erstes Pflichtspiel im Herrenbereich bestritten, um in die Bresche zu springen. Danke dafür!“ Wie die Preussen sind die Hilligsfelder damit vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Im direkten Duell wird der Gruppensieger ermittelt.
Tore: 0:1 Maurice Schrader (2.), 0:2 Schrader (15.), 1:2 Oussama Hicham (30.), 1:3 Schrader (34.), 1:4 Sören Schaper (51.), 1:5 Schaper (55.), Tristan Karock (70.).

Gruppe G

TSV Großenwieden – SG Hameln 74 4:3 (3:1).

Die Großenwiedener Lebensversicherung hieß einmal mehr Daniel Wins. Er erzielte nicht nur einen lupenreinen Hattrick, sondern beendete auch die furiose Aufholjagd der 74er mit dem 4:3-Siegtreffer. „Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, den Ball laufen lassen und die Tore gemacht“, meinte Großenwiedens Co-Trainer Rassan Abdi. Wins erhöhte im Alleingang auf 3:0, ehe Jaafar Choucair mit dem 1:3 zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer für die Hamelner erscheinen ließ. Doch diesen packten sie fest beim Schopfe: Nino Delius verkürzte 120 Sekunde nach Wiederanpfiff auf 2:3, ehe Leon Klenovic (55.) den zwei Ligen tiefer angesiedelten „Underdog“ tatsächlich mit dem 3:3 zurück ins Rennen brachte. „Danach haben wir Bujamin Kiki eingewechselt. Er hat noch einmal Schwung gebracht und wurde dann im Strafraum gefoult“, so Abdi. Den fälligen Strafstoß verwandelte – wer sonst – Wins zum 4:3, sicherte seinen Farben damit die ersten drei Punkte und wahrte die Chance auf das Achtelfinale.
Tore: 1:0 Daniel Wins (7.), 2:0 Wins (10.), 3:0 Wins (33.), 3:1 Jaafar Choucair (42.), 3:2 Nino Delius (47.), 3:3 Leon Klenovic (55.), 4:3 Wins (64./Strafstoß).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
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