10.09.2023 19:39

Kreisliga


Triple-Sonnenberg lässt Hemeringen trauern - MTV putzt „Köfö“ weg

Nettelrede vergibt Last-Minute-Chance zum Punktgewinn / Zahirovic stellt sich selbst nach Pleite gegen TBH infrage
Luca Sonnenberg FC Bad Pyrmont Hagen II Kreisliga
Luca Sonnenberg war mit seinen drei Treffern der entscheidende Mann bei den Kurstädtern.

FC Preussen Hameln – TSV Bisperode 3:0 (3:0).

Bei 74 hat man die erste Ligapleite gegen Königsförde (0:3) aus der Vorwoche anscheinend gut verarbeitet. Gegen Bisperode sind die Hamelner zurück auf Kurs gekommen – und auch wieder ohne Gegentreffer geblieben. Das hätte im ersten Durchgang allerdings auch anders laufen können. Einmal scheiterten die Blau-Gelben am Querbalken des FC und einmal bewahrte Ihor Yakhno im Preussen-Tor die Gastgeber bei einer Eins-gegen-Eins-Situation vor einem Rückstand. „Dann hätte die Partie auch anders laufen können. Auf der anderen Seite hatten wir aber auch einige Möglichkeiten, die wir nicht genutzt haben“, erläuterte FC-Trainer Pascal Lüdtke, der aufgrund von Personalnot an diesem Nachmittag mal wieder selbst zum Einsatz kam. Nach 28 Minuten war der Bann der Hausherren dann aber gebrochen: Ruben Dalby erkämpfte sich die Kugel in der gegnerischen Hälfte, legte auf Höhe des Sechzehner quer auf Sommer-Rückkehrer Aldin Dedeic und der schob zum 1:0 ein. Fast nach dem gleichen Schema fiel keine zehn Minuten später der nächste Treffer, diesmal legte Nick Wolny vor und Deny Rozum vollendete. Als Dedeic in der Nachspielzeit auch noch den dritten Treffer nachlegte, schien die Partie entschieden. „Wir haben uns im zweiten Durchgang etwas weiter zurückgezogen. Dadurch ist Bisperode etwas besser ins Spiel gekommen“, fuhr Lüdtke fort. Doch eine blau-gelbe Aufholjagd blieb aus, Yakhno vereitelte einige weitere Gelegenheiten. Auf der Gegenseite ließen auch die Preussen aussichtsreiche Kontersituationen liegen, wodurch das 3:0 auch beim Abpfiff noch Bestand hatte. Ein Sonderlob vom Coach gab es abschließend für die beiden Innenverteidiger Bashkim Gutaj und Yousof Issa: „Sie haben heute defensiv gut gestanden und viel abgeräumt.“
Tore: 1:0 Aldin Dedeic (28.), 2:0 Denys Rozum (35.), 3:0 Dedeic (45. +4).

MTV Lauenstein – SG Königsförde/Klein Berkel 5:1 (4:1).

Letzte Woche feierte die SG Königsförde/Klein Berkel noch den 3:0-Erfolg gegen Preussen ausgiebig, am heutigen Sonntagnachmittag dürfte dagegen eher Trübsal bei den Hummetalern vorherrschen. Mit 1:5 unterlag die Grincenko-Elf in Lauenstein. „Wir sind in der ersten halben Stunde sehr diszipliniert auftreten, waren brutal aggressiv und gut in den Zweikämpfen“, sah MTV-Trainer Chris Wintel seine Mannen auf der anderen Seite sehr gut im Spiel. Hohe Ballgewinne und schnelle Zuspiele in die Tiefe war dabei die Vorgehensweise der Ostkreisler, die in den ersten 30 Minuten so richtig auf ihre Kosten kamen. Zunächst verwandelte Felix Lassan den ersten Streich vom Punkt aus (5.), nur sieben Minuten später folgte bereits der zweite nach einem Fehler in der gegnerischen Viererkette. Sören Kirchenbauer und Jan-Hendrik Nagel sprangen auf den gleichen Zug auf und schraubten das Ergebnis schnell in deutliche Dimensionen. Die Gäste wiederum traten offensiv nur selten in Erscheinung, unmittelbar vor dem Pausenpfiff fand ein Fernschuss von Arlind Avdiu über Umwege doch den Weg ins Netz. „In der zweiten Hälfte ist die Partie dann aufgrund der hohen Temperaturen etwas versandet. Spätestens nach der Gelb-Roten Karte für die Gäste war die Sache dann aber endgültig entschieden“, betonte Winter, der von einer „geschlossenen Mannschaftsleistung“ sprach. Kurz vor Schluss vollendete Lassan den 5:1-Erfolg mit seinem dritten Treffer.
Tore: 1:0 Felix Lassan (5.), 2:0 Lassan (12.), 3:0 Sören Kirchenbauer (15.), 4:0 Jan-Hendrik Nagel (30.), 4:1 Arlind Avdiu (45. +1), 5:1 Lassan (85.).
Besonderes: Gelb-Rote Karte für Königsfördes Myles Neumann (65.).

BW Tündern II – SG Hajen/Latferde 2:1 (2:0).

Tünderns Trainer Alexander Liebegott war nach Abpfiff fix und fertig – nicht nur die brütende Hitze setzte allen zu, sondern auch der Spielverlauf war nichts für schwache Nerven. „Wir haben es irgendwie über die Zeit gezittert, aber Hajen hätte hier heute auch gewinnen können“, erklärte Liebegott. Die Hausherren kamen nicht gut ins Spiel. Mehr als eine fehlerhafte Ballannahme von Grischa Kowalski in aussichtsreicher Position (10.) sprang nicht heraus. „Danach kam Hajen besser ins Spiel und hatte durch Kay-Jonas Dirnberger sowie Tim Schrader einige Großchancen. Es hätte zur Pause gut und gerne 3:0 oder 4:0 für die SG stehen können“, so Liebegott. Doch im ersten Durchgang trafen nur die Blau-Weißen. Nach einer Passstafette über fünf Stationen vollendete Grischa Kowalski zum 1:0 (30.). Neun Minuten später erhöhte Ole Heller sogar auf 2:0, nachdem die Gäste kurz zuvor noch das 1:1 auf dem Fuß hatten. „Die beiden Tore waren das einzig Positive, aber immerhin waren es zwei Tore. Wir wussten, dass Hajen in der zweiten Halbzeit mit Schwung rauskommt und konnten das Gegentor immerhin eine knappe Viertelstunde hinauszögern“, meinte Tünderns Übungsleiter. Dirnberger setzte einen Freistoß in die Mauer, und den Nachschuss drosch Schrader aus 16 Metern zum 1:2 in die Maschen (58.). Anschließend entwickelte sich ein regelrechter Krimi. Zunächst wurde Tündern nach einem Foul im Strafraum ein Elfmeter zugesprochen. Jedoch scheiterte Lorenco Rebic an SG-Keeper Rouven Gasde. In der 79. Minute sah Mesut Kaya Gelb-Rot, sodass die Windmühlenkicker in Unterzahl weiterspielen mussten. Nur eine Minute später bekamen die dezimierten Hausherren das 3:1 auf dem Silbertablett serviert, doch auch Dominik Herrmann fand per Strafstoß seinen Meister in Fänger Gasde. „Das hat uns zum Glück nicht umgeworfen, und wir haben es über die Zeit gebracht, obwohl Hajen noch am Fünfereck die große Chance auf das 2:2 hatte, das Tor aber deutlich verfehlte. Ich bin stolz, dass die Jungs in Unterzahl alles reingeworfen haben. Marvin Schulte und Gianluca Bekedorf haben heute herausgeragt“, resümierte Liebegott.
Tore: 1:0 Grischa Kowalski (30.), 2:0 Ole Heller (39.), 2:1 Tim Schrader (58.).
Besonderes: Gelb-Rot für Tünderns Mesut Kaya (79.).

SG Thal/Holzhausen – TB Hilligsfeld 1:7 (1:3).

Das Aufsteigerduell endete böse für die SG Thal/Holzhausen. „Es lag nicht an der Hitze, es lag an uns selbst“, meinte Trainer Eldar Zahirovic, der im ersten Durchgang zwei engagierte Teams sah, die größtenteils  auf Augenhöhe agierten. Till Jürgens traf in der 24. Minute zum 1:0. Zahirovic haderte mit dem Treffer: „Das war sehr stark abseitsverdächtig.“ Die Gastgeber rafften sich noch vor der Pause auf und kamen durch Mensur Muslijaj zum 1:1-Ausgleich (41.). Anschließend überschlugen sich die Ereignisse. Sören Schaper traf im direkten Gegenzug zur erneuten Führung (42.), ehe Marcel Zurmühlen einen Eckstoß von Maurice Schrader unglücklich ins eigene Tor abfälschte (45.). „In der zweiten Halbzeit sind wir noch einmal gut rausgekommen und haben Druck gemacht, aber die individuellen Fehler sind geblieben. Wir waren heute ungewohnt unsicher und ein richtiges Aufbäumen war  auch nicht zu erkennen“, sagte der SG-Coach. Das 1:4 durch Joshua Höwelmann sei der Knackpunkt gewesen. „Danach war es vorbei.“ Joshua Heucke und Doppelpacker Marcel Tönnies erhöhten schließlich auf den 7:1-Endstand zugunsten des TBH. Der Turnerbund ist damit auf den Relegationsplatz nach gesprungen, während die SGTH Vorletzter bleibt. „Natürlich stelle ich auch meine Wenigkeit infrage. Der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken. Wir werden in der nächsten Woche Gespräche führen, inwieweit auch meine Arbeit noch zufriedenstellend ist“, zog Zahirovic seine Schlüsse aus der Niederlage.
Tore: 0:1 Till Jürgens (24.), 1:1 Mensur Muslijaj (41.), 1:2 Sören Schaper (42.), 1:3 Maurice Schrader/Eigentor Marcel Zurmühlen (45.), 1:4 Joshua Höwelmann (56.), 1:5 Joshua Heucke (68.), 1:6 Marcel Tönnies (85.), 1:7 Tönnies (87.).

Von Maximilian Wittkop

VfB Hemeringen – FC Bad Pyrmont Hagen II 3:4 (2:1).

Auch nach dem siebten Spiel in der Kreisliga Hameln-Pyrmont bleibt der VfB Hemeringen punktlos. Im Duell am Sonntagnachmittag gegen den FC Bad Pyrmont Hagen II musste der VfB sich mit 3:4 geschlagen geben. „Die Mannschaft ist natürlich vor allem nach dem heutigen Spiel resigniert und hätte gerne drei Punkte mitgenommen. Beide Mannschaften wussten heute von Beginn an, worum es geht. Das war kein Sommerkick heute“, so VfB-Sprecher Heiko Requardt. Schon in der zweiten Minute wurde Sven Käse nach einem Konter schön freigespielt und traf aus elf Metern. „Das war ein richtig guter Start und in der ersten Halbzeit waren wir auch insgesamt überlegen“, meinte Requardt. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich vom wunderbar aufgelegten Luca Sonnenberg, der mit einem schönen Schuss in den Winkel seine Pyrmonter zurück ins Spiel brachte, gingen die Hemeringer erneut in Führung. Jan Bremer war der Unglücksrabe, der ins eigene Tor traf. „In der zweiten Halbzeit wurden die Bad Pyrmonter deutlich stärker“, so Requardt. Zunächst war es wieder Luca Sonnenberg, der zum erneuten Ausgleich traf, anschließend gingen die Gäste durch Simon Kücking in Führung. Sonnenberg baute kurz darauf die Führung aus. „Der war heute echt sehr stark, das muss ich schon anerkennen, aber insgesamt waren die Pyrmonter in der zweiten Halbzeit besser und wir hatten nur noch wenig Chancen“, kommentierte Requardt. Nico Grett verkürzte kurz vor Schluss noch, aber es reichte nicht mehr. „Wir sind jetzt auf dem letzten Platz und leider immer noch punktlos. Heute haben wir insgesamt leider mal wieder verdient verloren“, urteilte Requardt.
Tore: 1:0 Sven Käse (2.), 1:1 Luca Sonnenberg (17.), 2:1 Eigentor Jan Bremer (18.), 2:2 L. Sonnenberg (50.), 2:3 Simon Kücking (60.), 2:4 L. Sonnenberg (62.), 3:4 Nico Grett (87.).

SG Großwieden/Rohden/Segelhorst I – SV Azadi Hameln 0:0 (0:0).

Die SG Großwieden/Rohden/Segelhorst I und der SV Azadi Hameln trennten sich in einem chancenarmen Spiel am Sonntagnachmittag mit 0:0. „Wenn es ein Spiel gibt, in dem man Azadi schlagen kann, dann war das heute, aber wir waren heute auch vom Pech verfolgt“, meinte SG-Trainer Patrick Skoruppa. Vor allem zeigten sich heute die beiden Defensivreihen gut aufgelegt, die aber auch davon profitierten, dass in der Offensive sehr fahrlässig mit den Pässen umgegangen wurde. „Da hat einfach insgesamt bei allen die Genauigkeit gefehlt und dann wurde das heute zu so einem ganz typischen 0:0-Spiel. Natürlich hat Azadi das auch gut gemacht, aber die waren vorne eben auch genauso ungefährlich wie wir “, sagte Skoruppa. In der 20. Minute hatten die Hausherren die beste Gelegenheit des Spiels. Nach einem Chip-Ball in den Sechzehner kam Nico Golub frei zum Abschluss, aber der Keeper der Gäste parierte überragend. „Das wäre die Gelegenheit gewesen, aber sonst ist uns einfach zu wenig eingefallen. Das war ein sehr gerechtes 0:0“, meinte Skoruppa.

TSV Nettelrede – TSG Emmerthal 1:2 (1:2).

Nach zuletzt zwei Siegen musste sich der TSV Nettelrede gegen die TSG Emmerthal mit 1:2 geschlagen geben. „Uns hat heute der Killerinstinkt gefehlt. Wir waren sehr bemüht, aber es hat leider nicht gereicht“, meinte TSV-Spartenleiter Frank Voges. Schon in der achten Minute gingen die Gäste nach einem Foulelfmeter durch Andrej Vorrat in Führung. „Die Anfangsphase war eigentlich ausgeglichen. Die Elfmetersituation war natürlich dann vor allem zu dem frühen Zeitpunkt unglücklich“, so Voges. Kurz darauf hatte Max Klockemann die Riesenchance zum Ausgleich. „Der war völlig frei vor dem Tor und verzog leider. Ich vermute, dass da vorher der Ball aufgesprungen ist, aber den muss er eigentlich machen“, kommentierte Voges. So war es in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit Kartal Özbek, der im Strafraum an den Ball kam, trocken abschloss und zum zweiten Tor der Gäste traf. Nach einer Einzelleistung von Ermin Muric kam der TSV Nettelrede noch kurz vor dem Pausenpfiff zum Anschlusstreffer. „Das hat uns eigentlich nochmal gepusht und in der zweiten Halbzeit legten wir nochmal einen Zahn zu“, so Voges. Die Gäste aus Emmerthal stellten sich vor allem vors eigene Tor und lauerten auf Konter, während die Hausherren nochmal richtig Druck gemacht haben. In der 90. Minute verschoss Luca Barthel vom TSV Nettelrede einen Foulelfmeter. „Wir waren in der zweiten Halbzeit sehr druckvoll und haben eigentlich gut gespielt, aber leider hat es nicht gereicht. Da hat uns heute auch das Glück gefehlt. Die Einstellung meiner Mannschaft war top und ein Punkt wäre heute sicherlich mehr als verdient gewesen“, meinte Voges.
Tore: 0:1 Andrej Vorrat (8./Elfmeter), 0:2 Kartal Özbek (47.), 1:2 Ermin Muric (49.).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder/Robin Besser
Jannik Schröder/Robin Besser
Jannik und Robin haben diesen Artikel in Zusammenarbeit geschrieben.
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