07.10.2021 13:11

1. Kreisklasse


Nach Rotation an der Tabellenspitze: Holt sich Reher Platz eins zurück?

TSV gegen „Köfö“ - Dreikampf mit Halvestorf um Spitzenposition / Alles: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“

Rehers Nico Schmidt (re.) trifft im Spitzenspiel mit seinem Team auf die SG Königsförde/Klein Berkel.

Von Robin Besser

SG Latferde/Hajen – TSC Fischbeck (Sonntag, 12.45 Uhr).

„Ein Krimi aus dem unteren Tabellendrittel“, so beschreibt der Trainer der SG Hajen/Latferde, Manuel Feyer, die kommende Partie in der 1. Kreisklasse gegen den TSC Fischbeck. Obwohl die SG noch punktlos daherkommt, weist auch das Konto der Gäste nur fünf Zähler mehr auf. Auch deshalb hofft Feyer endlich auf etwas Zählbares: „Ein Stichwort für die Partie wäre auf jeden Fall Vorfreude. Wir sind immer noch auf der Jagd nach unserem ersten Punkt. Deshalb wollen wir am Sonntag etwas mitnehmen. Dabei schauen wir nur auf uns. Ich kann der Mannschaft dabei zuletzt gar keinen Vorwurf machen. Sie haut sich jedes Wochenende voll rein und die Stimmung ist auch gut.“ Die Fischbecker wollen unterdessen auf den letztwöchigen Erfolg gegen die SG Flegessen/Süntel aufbauen. „Nach unserem 3:1-Sieg gegen Flegessen wollen wir am Sonntag natürlich nachlegen. Wir wissen aber auch, dass uns ein schwieriges Spiel erwartet. Bei uns wird zudem der eine oder andere Spieler fehlen. Trotzdem wollen wir nach Möglichkeit die drei Punkte mit nach Fischbeck nehmen“, skizziert TSC-Trainer Jörn Waczynski.

SG Flegessen/Süntel – SC Inter Holzhausen (Sonntag, 15 Uhr).

Im Duell der Teams mit einer negativen Formkurve begegnen sich am Sonntagnachmittag die Mannschaften der SG Flegessen/Süntel und des Sportclubs von Inter Holzhausen. Beide Mannschaften sind aktuell seit drei Partien punktlos. Die SG verlor letzte Woche mit 1:3 gegen Fischbeck, während die Holzhäuser beim 1:7 gegen Afferde das Nachsehen hatten. Flegessens Trainer Wolfgang Schultze hofft, die Abwärtsspirale am Wochenende zu durchbrechen: „Nach der Niederlagenserie und den schwachen Leistungen wollen wir nun wieder gewinnen. Dabei werden wir Holzhausen auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen oder unterschätzen. Nach unseren Auftritten zuletzt besteht dafür auch kein Anlass. Trotz einiger Umstellungen im Team wollen wir von der Einstellung her so arbeiten, dass uns wieder ein Dreier gelingt und wir den Anschluss ans Tabellenmittelfeld wahren.“ Für den SC gilt es viel mehr, das rettende Ufer der Tabelle nicht in zu weite Ferne geraten zu lassen.  Dazu Inter-Sprecher Stefan Bertram: „Der SC kommt aus dem Tabellenkeller nicht heraus. Ein ums andere Mal wurde unsere Abwehr im bisherigen Saisonverlauf an ihre Grenzen gebracht. Die Hintermannschaft sollte deshalb gewarnt sein und versuchen, die Offensivabteilung der SG in den Griff zu bekommen. Es wird wieder keine einfache Aufgabe. Aber auch wenn Flegessen neun Punkte mehr auf dem Konto hat, reisen wir nicht an, ohne alles zu geben.“ Die „Interisti“ werden am Sonntag wieder auf die Einsätze von Dominik Stadtfelder, Jonas Ohms und Marcel Zurmühlen bauen können.

TSV Germania Reher – SG Königsförde/Klein Berkel (Sonntag, 15 Uhr).

Wird der TSV Germania Reher am Sonntag der alte neue Tabellenführer oder verteidigt die SG Königsförde/Klein Berkel ihre „Pole-Position“? Nach der 0:2-Niederlage gegen die SSG Halvestorf II und dem gleichzeitigen Verlust der Spitzenposition bietet sich den Gastgebern bereits an diesem Wochenende die Chance, Platz eins wieder zurückzuerobern. Dass dieses Unterfangen allerdings alles andere als einfach werden wird, weiß auch Rehers Spielertrainer Tobias Rügge: „Königsförde/Klein Berkel hat ein super junges und hochtalentiertes Team zusammen – gespickt mit ein paar alten Hasen, die wissen, wie es funktioniert. Es wird ein schwieriges Spiel für uns, aber auch der Gegner ist schlagbar. Es muss nur alles passen, dann kann man Artjom & Co. schlagen.“ Personell verbessert sich die Sachlage bei den Hausherren. Dennoch muss der Coach weiterhin auf Philipp Engel, Marvin Siever, Jasper Jäger und Henrik Woltemate verzichten. Die Gäste hingegen können beim kommenden Topspiel aus den Vollen schöpfen. Im Gegenteil: Coach Artjom Grincenko ist sogar gezwungen, einige Personalien zu streichen: „So langsam macht sich unser großer Kader bemerkbar. Wir werden am Sonntag eine Toptruppe aufs Feld bringen.“ Der Zeitpunkt könnte dafür nicht günstiger sein: „Topspiel und Derbytime! Wir haben zuletzt unsere Hausaufgaben gemacht und teilen uns mit Halvestorf quasi den ersten Platz. Und den wollen wir auch behalten. Wir haben vom letzten Jahr noch etwas gutzumachen, als wir mit 2:3 gegen Reher verloren haben. Die Jungs haben im Training Gas gegeben und sind voll fokussiert. Allerdings ist Reher auch immer gefährlich. Nico Schmidt und Tobias Rügge sind immer für ein Tor gut. Besonders über die Außen versuchen sie immer wieder, guten Fußball zu spielen. Trotzdem bin ich guter Dinge, dass wir auch nach Sonntag weiterhin ganz oben stehen werden.“

SF Osterwald – SSG Halvestorf-Herkendorf II (Sonntag, 15 Uhr).

Die Sportfreunde Osterwald stehen nach dem 3:1-Erfolg beim Osterkreisderby in Salzhemmendorf gesichert im oberen Bereich der Tabelle. Mit der Reserve der SSG Halvestorf-Herkendorf erwartet die Gastgeber jedoch nun ein echter Hammer. Die Gäste stürzten vergangene Woche Germania Reher mit einem 2:0-Erfolg vom Thron und stehen damit bei acht Siegen aus neun Partien. Osterwalds Sprecher Sebastian Decker weiß deshalb um die Größe der Herausforderung: „Alle sind heiß auf das Spitzenspiel. Mit Halvestorf und Klein Berkel haben wir nun die Wochen der Wahrheit vor der Brust. Wenn wir die Begegnungen erfolgreich gestalten, könnten wir noch einmal oben angreifen. Auch deshalb hoffen wir auf große Unterstützung durch die Fans.“ Besondere Genesungswünsche richtet Decker explizit an Jan Termer. Der Mittelfeldspieler wurde am Dienstag erfolgreich operiert und fällt damit die komplette Hinrunde aus. Ansonsten sei der Kader komplett. Die SSG hofft nun ihrerseits, mit einem Sieg die Tabellenführung zu übernehmen. Trainer Paul Alles ist aber jetzt schon zufrieden mit der Gesamtsituation: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl mit acht Siegen in neun Spielen. Zu Beginn hätte niemand mit solch einem wahnsinnigen Saisonverlauf gerechnet. Dass es jetzt das zweite Jahr in Folge so gut läuft, bestätigt uns, dass wir wohl einiges richtigmachen. Der Sieg letzte letzte Woche hat uns natürlich noch einmal extremen Rückenwind gegeben. Dafür möchte ich meiner Mannschaft auch nochmal ein riesiges Kompliment aussprechen. Was Osterwald anbelangt, so haben wir noch nie gegen sie gespielt. Ich weiß aber, dass eine sehr gut organisierte Mannschaft haben mit vielen jungen Spielern. Zudem sind sie zuhause extrem griffig, auch mit ihrer Kulisse. Generell haben wir dort eine ganz tolle Anlage, tolle Menschen und eine tolle Atmosphäre. Deshalb sind wir gewarnt und nehmen die Aufgabe mit großem Respekt an. Nichtsdestotrotz wollen wir unsere Serie ausbauen.“ Die Personalsituation spiele keine große Rolle bei der kommenden Aufgabe.

BW Salzhemmendorf II – BW Tündern III (Sonntag, 15 Uhr).

Nach der 1:3-Niederlage im Nachbarschaftsduell mit den Sportfreunden aus Osterwald steht für die Reserve von Salzhemmendorf nun die Begegnung zweier Tabellennachbarn an. Im Blau-Weißen Duell mit der Drittvertretung aus Tündern hofft Gastgeber-Sprecher Marcel Schwetje, den Gegner tabellarisch zu überholen: „Mit Tündern erwartet uns ein direkter Konkurrent. Bei fast gleichem Torverhältnis stehen sie nur drei Punkte vor uns. Daher wollen wir unbedingt gewinnen. Leider schießen wir bislang immer noch zu wenig Tore, der Knoten in der Offensive muss sich nun endlich lösen. Wenn aber jeder so leidenschaftlich spielt wie letzte Woche gegen Osterwald, bin ich zuversichtlich, dass die drei Punkte im Ostkreis bleiben.“ Die „Schwalben“ wiederum wollen genau das verhindern. Allerdings spricht die Auswärtsquote nicht für die Gäste: „Wir waren zuletzt auswärts regelmäßig erfolglos“, weiß auch Tünderns Trainer Sascha Kummerow. „Allerdings wollen wir gegen einen direkten Konkurrenten zumindest einen Punkt holen. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe, bei dem Kleinigkeiten und die Tagesform entscheidend sein werden. Das Ergebnis Salzhemmendorfs gegen Osterwald finde ich etwas interessant: 1:3 ist jetzt nicht allzu deutlich. Von daher müssen wir am Sonntag wieder Zweikämpfe führen, gallig sein und nach vorne Nadelstiche setzen. Dann bin ich guter Dinge, etwas Zählbares mitzunehmen.“ Personell werden Sascha Penner und Alexander Böhning im Aufgebot fehlen. Hinter den Einsätzen von Jörn Harland und Sebasitan Böhning stehen indes noch Fragezeichen. Dafür kann Kummerow wieder auf Rückkehrer Cagtay Can Inaltekin setzen.
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