08.08.2023 22:32

Kreispokal - 2. Runde


„Mit Lüdtke kam die Wende“ – Sechs Preussen-Treffer in Unterzahl!

Buller ballert FCBPH-Reserve weiter / Zahirovic schimpft: „Mit der Schiri-Leistung heute nicht zufrieden“

Sonst ist er an der Seitenlinie zu finden - am Mittwochabend zog Pascal Lüdtke aber nochmal auf dem Feld die Strippen.

FC Preussen Hameln – BW Tündern II 6:3 (1:1).

Es war ein wilder Fußball-Abend auf dem Hamelner Kunstrasenplatz beim Pokal-Derby zwischen Preussen und Tünderns Reserve. „Das war heute total chaotisch. Wir hatten massive Personalprobleme. Auch deshalb war die erste Halbzeit sicherlich kein hochklassiges, attraktives Fußballspiel“, resümierte FCP-Trainer Hysen Hasani nach dem 6:3 (!). Zu Beginn lief die Partie dabei in die Richtung der Blau-Weißen. Mit einer der ersten Offensivaktionen gingen die Gäste per Elfmeter durch Serdal Aydin in Führung. Kurz darauf sah 07-Stürmer Mohammed Avci auch noch Rot (42.). Die Vorentscheidung? Keinesfalls. Noch vor der Pause egalisierte Lenard Gallapeni die Schieflage nach einem sehenswerten Spielzug. Und dann schlug die große Stunde von demjenigen, der sonst eigentlich an der Seitenlinie bei 07 steht. „Mit Lüdtke kam die Wende. Pascal hat sich zur Pause selbst eingewechselt. Eigentlich hat er schon lange nicht mehr selbst gespielt, aber mit ihm war es sofort ein ganz anderes Spiel“, war Hasani nach dem Abpfiff noch immer verblüfft über die Leistung seines Trainerkollegen. Lüdtkes Einfluss zeigte sofort Wirkung: Denys Rozum und Leon Kießling drehten die Partie in Windeseile und ließen sich auch von dem erneuten Anschlusstreffer der Gäste durch Andre Venten (66.) nicht aus der Ruhe bringen. Drei weitere Preussen-Treffer in Unterzahl folgten, sodass Niklas Berndt auf der Gegenseite nur noch für Makulatur sorgte. „Wir haben Tündern zu zehnt überrannt und den fehlenden Mann durch Kampf- und Laufbereitschaft wettgemacht. Jetzt sind wir einfach nur froh über das Weiterkommen“, so Hasani. Die Adresse seines abschließenden Sonderlobs dürfte wohl klar sein… 
Tore: 0:1 Serdal Aydin (29./Strafstoß), 1:1 Lenard Gallapeni (45. +6), 2:1 Denys Rozum (57.), 3:1 Leon Kießling (61.), Andre Venten (66.), 4:2 Rozum (76.), 5:2 Sönke Wyrwoll (79.), 5:3 Niklas Berndt (80.), 6:3 Yousof Issa (90. +2/Strafstoß).
Besonderes: Rote Karte für Preussens Mohammed Avci wegen Nachtreten (42.).

SG Thal/Holzhausen – FC Bad Pyrmont Hagen II 1:4 (0:2).

Beim Kurstadt-Derby sicherte sich letztlich die Reserve des Fusionsklubs das Achtelfinal-Ticket. Thal/Holzhausen-Trainer Eldar Zahirovic trauerte dem Ausscheiden nach dem Abpfiff hinterher: „Es war ein sehr gutes Spiel. Hier hätte sich heute auch niemand beschweren dürfen, wenn es nach Ende der regulären Spielzeit Unentschieden gestanden hätte.“ Die ersten 45 Minuten gingen allerdings deutlich an die Gäste. Nach einem Doppelpack von Nick Buller lag der FC zur Pause mit 2:0 in Front – und das auch verdient, wie Zahirovic anmerkte: „Wir haben gepennt. Pyrmont Hagen hat uns mit enormem Druck zu Fehlern gezwungen. Im zweiten Abschnitt sah das aber ganz anders aus.“ Keine zehn Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, da verkürzte Phil Pflughaupt für die Gastgeber. Nach rund einer Stunde folgte dann ein Aufreger. „Normalerweise hätte ein Spieler von Pyrmont Hagen die Gelb-Rote Karte sehen müssen, das hätte die Partie sicherlich nachhaltig beeinflusst. Generell bin ich mit der Schiri-Leistung heute nicht zufrieden, das war in meinen Augen eine sehr einseitige Linie“, sah der Coach Anlass zur Kritik. Beiden Parteien boten sich im Laufe der Halbzeit Möglichkeiten zu weiteren Treffern, doch es dauerte bin in die letzten zehn Minuten, ehe Nick Buller seinen Dreierpack perfekt und das Weiterkommen der Gäste damit eintütete. Emrah Kelesabdioglu sorgte im Spiel gegen seinen Ex-Klub per sehenswerten Freistoßtreffer letztlich für den Endstand. Ein Sonderlob vom eigenen Coach verdiente sich SG-Spieler Luca Bollmann.
Tore: 0:1 Nick Buller (3.), 0:2 Buller (16.), 1:2 Phil Pflughaupt (53.), 1:3 Buller (80.), 1:4 Emrah Kelesabdioglu (88.).
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Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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