16.09.2018 20:11

Kreisliga


Preussen furios bei WTW: Vier Tore in neun Minuten – aber nur ein Punkt

Krikunenko verdient sich „Fair Play-Award“ / Nettelredes Herfeld: „Das ist pure Dummheit“
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Eimbeckhausens Dominik Trotz traf in Lauenstein doppelt.

MTV Lauenstein – VfB Eimbeckhausen 1:4 (1:2).

Der MTV Lauenstein hat auf eigenem Geläuf eine deutliche Niederlage einstecken müssen und fand über die gesamte Spielzeit nicht wirklich in die Spur. Auf der anderen Seite feierte der VfB Eimbeckhausen einen wichtigen Erfolg und verbesserte sich dank der drei Zähler auf Rang zehn. „Mit der Leistung bin ich überhaupt nicht zufrieden! Es hatten vielleicht drei bis vier Spieler Normalform. So hat man in der Kreisliga keine Chance, da muss als Mannschaft von uns einfach mehr kommen. Wir müssen uns alle im Laufe der Woche hinterfragen“, fand MTV-Coach Stephan Schröer deutliche Worte für den Auftritt seines Teams, das bereits in der Anfangsphase durch Dominik Trotz mit 0:1 in Rückstand geriet. Jedoch hatte die Führung der Gäste nur 300 Sekunden bestand, denn Lauensteins Daniel Voß drückte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1 über Linie. In der Folgezeit kam von Kapitän Niklas Kaehler & Co. allerdings nicht mehr viel, sodass die Nordkreisler durch Lukas Rüter wieder in Front gehen konnten und die Führung im Verlauf der zweiten Halbzeit durch Aljoscha Reiß und einen verwandelten Strafstoß von Dominik Trotz bis zum Schlusspfiff auf 4:1 ausbauten. „Von beiden Seiten war es ein schlechtes Spiel, Eimbeckhausen hat aber verdient gewonnen“, zeigte sich Schröer nach der Begegnung als fairer Verlierer.
Tore: 0:1 Dominik Trotz (8.), 1:1 Daniel Voß (13.), 1:2 Lukas Rüter (21.), 1:3 Aljoscha Reiß (63.), 1:4 Trotz (88./Strafstoß).

Germania Hagen – SpVgg. Bad Pyrmont II 4:1 (2:0).

Die Germanen vom Hagen ziehen in der Kreisliga weiter unbeirrt ihre Kreise! Mit 4:1 setzten sich die Gastgeber im Stadtderby gegen die Pyrmonter Landesliga-Reserve durch und liegen nun sechs Zähler vor den zweitplatzierten Tünderanern, die jedoch bereits eine Partie mehr absolviert haben. Trotz des klaren Heimerfolgs war Hagens Sprecher Markus Loges aber nicht vollständig d‘accord mit der Leistung seines Teams. „Wir sind nicht ganz zufrieden, denn es war ein ziemlich zähes Spiel. Pyrmont hat ganz gut gespielt, wir dagegen nicht so. Da war zu viel ‚klein klein‘ dabei. Allerdings ist das auch Meckern auf hohem Niveau. Hauptsache, wir haben die drei Punkte eingefahren.“ Von Beginn an bestimmten die Germanen die Begegnung und setzten ihre Überlegenheit durch Florian Büchler und Marco Heetel vor der Pause in eine 2:0-Führung um, ehe Georgios Konstantinidis nach einer Stunde das dritte Tor der Hausherren beisteuerte. Nur 120 Sekunden später keimte dann im Lager der Gäste noch einmal kurz Hoffnung auf, nachdem Alexander Gagarin auf 1:3 verkürzte. „So richtig in Bedrängnis sind wir allerdings nie gekommen“, so Markus Loges, der sich in der 70. Spielminute über den Treffer von Marcus Middel zum 4:1-Endstand freuen durfte.
Tore: 1:0 Florian Büchler (18.), 2:0 Marco Heetel (36.), 3:0 Georgios Konstantinidis (61.), 3:1 Alexander Gagarin (63.), 4:1 Marcus Middel (70.).

HSC BW Tündern II – TSG Emmerthal 4:1 (2:1).

Im Duell der Weserdörfer behielten die Gastgeber die Oberhand und feierten den dritten Sieg in Serie. „Der Erfolg ist völlig verdient und das 4:1 das gerechte Ergebnis. Wir haben eng gestanden, viele Zweikämpfe gewonnen und schnell nach vorne gespielt“, freute sich Tünderns Trainer Tim Piontek, der den verhinderten Coach Timo Dubberke an der Seitenlinie vertrat. Bereits nach sieben Minuten durften die Blau-Weißen zum ersten Mal jubeln, nachdem Dominik Herrmann, der angeschlagen ins Spiel ging und direkt nach seinem Tor ausgewechselt werden musste, freistehend zum 1:0 einnetzte. Im Anschluss behielten die „Schwalben“ die Kontrolle über die Partie und erhöhten durch Sebastian Zschoch nur zehn Minuten später auf 2:0. Auf der Gegenseite nutzte Emmerthals Tony Deck einen Fehler der HSC-Defensive eiskalt aus und brachte die Gäste wieder auf einen Treffer heran. „Nach dem Gegentor hat die TSG dann gedrückt, ohne allerdings richtig zwingend zu werden. In einer Situation hätte man nach einem Zweikampf zwischen Daniel Kallies und Andrej Vorrath vielleicht auch auf Elfmeter für Emmerthal entscheiden können. Das war aus meiner Sicht einen 50:50-Entscheidung“, analysierte Piontek die Druckphase der Gäste vor dem Pausentee. Nach dem Wiederanpfiff erhöhten die Gastgeber dann wieder die Schlagzahl und hatten mit Sebastian Zschoch den spielentscheidenden Mann in ihren Reihen: Zunächst stellte Tünderns Angreifer in der 64. Minute den Zwei-Tore-Abstand wieder her, ehe er kurz vor dem Ende seinen Dreierpack mit dem 4:1 perfekt machte. Neben „Zschochi“ verdiente sich auch der fleißige Daniel Kallies ein Sonderlob seines Trainers.
Tore: 1:0 Dominik Herrmann (7.), 2:0 Sebastian Zschoch (17.), 2:1 Tony Deck (22.), 3:1 Zschoch (64.), 4:1 Zschoch (87.).

WTW Wallensen – FC Preußen Hameln 4:4 (2:0).

Verrücktes Spiel auf der Thüster Platte! Nach Treffern von Mirko Wulf und „Doppelpacker“ Toni Ivankovic führten die Hausherren nach 63 Minuten mit 3:0 und sahen bereits wie der sichere Sieger aus. Die Gäste aus der Kreisstadt, die kurz vor der Halbzeit noch einen Elfmeter verschossen, gaben sich aber nicht geschlagen und drehten die Partie innerhalb von neun Minuten durch Haris Dedeic (2), Semih Candir und Mike König zu ihren Gunsten, ehe Mirko Wulf in der 81. Minute den 4:4-Endstand markierte. „Das Unentschieden ist für mich wie eine gefühlte Niederlage. Eigentlich hätten wir gewinnen müssen. Bis zum 3:0 waren wir total überlegen, haben dann aber zehn Minuten komplett den Faden verloren“, haderte Wallensens Interimscoach Sven Köhne nach der Partie, in der seine Mannen in der Schlussphase fast noch den Siegtreffer markierte hätten. „Da sind wir zwei Mal frei durch gewesen, vom Assistenten wurde aber jeweils auf Abseits entschieden. Aus meiner Sicht war das aber niemals Abseits“, so Köhne, der Schiedsrichter Timo Zylla abschließend eine gute Spielleitung attestierte.
Tore: 1:0 Mirko Wulf (23.), 2:0 Toni Ivankovic (45.), 3:0 Ivankovic (63.), 3:1 Semih Candir (66.), 3:2 Haris Dedeic (71.), 3:3 Dedeic (74.), 3:4 Mike König (75.), 4:4 Wulf (81.).

FC Latferde – TSV Bisperode 2:1 (1:0).

In einer hitzigen und umkämpften Partie mit Chancen auf beiden Seiten feierte der FC Latferde gegen den TSV Bisperode den zweiten Heimerfolg der laufenden Saison. „Über ein Unentschieden hätten wir uns aber nicht beschweren dürfen. Bisperode hatte mehr Ballbesitz, wir haben dagegen auf Konter gesetzt. Unser Keeper Rouven Gasde hat uns zudem einige Male den Allerwertesten gerettet und Bisperode hat zwei Mal die Latte getroffen. Wir hatten über Konter aber auch noch einige Möglichkeiten. Es war ein Spiel auf Augenhöhe und ging rauf und runter“, fasste FC-Coach Alexander Liebegott die Begegnung zusammen. Bereits nach neun Minuten war Benjamin Bohne zur Stelle und markierte die 1:0-Führung für die „Käfigkicker“. In der 20. Minute trat dann Bisperodes Daniel Krikunenko in den Mittelpunkt: Nachdem der Schiedsrichter auf Strafstoß für die Gäste entschieden hatte, wies „Kriku“ den Unparteiischen darauf hin, dass er in dieser Situation nicht gefoult wurde und es kein Elfmeter sei. „Kurz zuvor wurde er allerdings klar im Strafraum gefoult, da blieb der Pfiff des Schiris aber aus. Das war sehr großes 'Fair Play' von ihm“, fand Latferdes Trainer lobende Worte für den Bisperoder Angreifer. Im weiteren Spielverlauf schafften es beide Teams zunächst trotz guter Möglichkeiten nicht, für weitere Bewegung auf der Anzeigentafel zu sorgen. Erst in der 76. Minute jubelten die Gastgeber dann erneut, nachdem Michael Bartsch einen Strafstoß zum 2:0 verwandelte. Kurz vor dem Ende verkürzte Krikunenko für die Gäste dann auf 1:2 und durfte neben dem „Fair Play“-Preis auch noch einen Scorerpunkt mit nach Hause nehmen. Ein Sonderlob sprach Liebegott abschließend Schiedsrichter Daniel-Simon Schneider aus: „Er hat ohne Gespann gepfiffen und trotz der Elfmetersituation eine gute Leistung abgeliefert.“
Tore: 1:0 Benjamin Bohne (9.), 2:0 Michael Bartsch (76./FE), 2:1 Daniel Krikunenko (89.).

TSV Nettelrede – SG Flegessen 1:1 (1:0).

„Dass wir dieses Spiel nicht gewinnen, ist pure Dummheit. Wir hatten gefühlt 20:1 Torschüsse und spielen nur 1:1. Das Unentschieden ist für Flegessen schon sehr glücklich“, sprach Nettelredes Sprecher Niklas Herfeld nach der Partie Klartext. Über die gesamte Spielzeit dominierten die Gastgeber das Geschehen, verpassten es aber, nach dem 1:0 durch Maik Vogt weitere Treffer nachzulegen. In der Schlussphase markierte dann Flegessens Torjäger Lukas Nowag den 1:1-Ausgleich, der in Flegessen für Freude und im Lager der Gastgeber für Fassungslosigkeit sorgte.
Tore: 1:0 Maik Vogt (16.), 1:1 Lukas Nowag (86.).
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