16.05.2023 16:27

Kreispokal - Viertelfinale


Fußball oder Vatertags-Tradition? „Letztlich sind wir alle Amateursportler“

Kreispokal-Viertelfinals am kommenden Mittwoch & Donnerstag / Kurios: Großenwieden erneut nach Lauenstein, TBH vor Thal-Woche
Dominik Heintz Spartenleiter WTW Wallensen Fussball Kreisliga Kopfbild
Wallensens Spartenleiter Dominik Heintz ist nicht erbaut von der Kreispokal-Ansetzung an Himmelfahrt.

MTV Lauenstein – TSV Großenwieden (Mittwoch, 19.15 Uhr).

Die Runde der letzten Kreispokal-Acht startet am Mittwochabend. Um 19.15 Uhr empfängt der MTV Lauenstein im Ostkreis den TSV Großenwieden. Die beiden Kreisliga-Teams haben erst am vergangenen Wochenende Bekanntschaft miteinander gemacht. „Nach der bitteren Niederlage am Sonntag gegen Großenwieden im Punktspiel sehen wir die erneute Paarung nunmehr im Kreispokal. Es muss sich vieles ändern, um überhaupt eine Chance auf ein Weiterkommen zu haben. Der Wille ist bei meiner Mannschaft vorhanden, die Umsetzung auf dem Rasen allerdings derzeit schwierig. Die letzten Niederlagen, die wir alle selbst verschuldet haben, haben Spuren hinterlassen. Es ist Aufbauarbeit zu leisten. Sollten wir den ‚Rucksack‘ ablegen können, läuft es wieder besser und wir werden Erfolgserlebnisse haben“, liefert MTV-Trainer Stefan Gluba Eindrücke ins Mannschaftsleben. Der TSV wiederum würde den 1:0-Erfolg vom Wochenende gerne wiederholen, wie TSV-Co.-Trainer Rassan Abdi klarmacht: „Zwar haben wir am Sonntag drei Punkte aus Lauenstein mitgenommen, aber jetzt heißt es, wieder alles auf null zu stellen und erneut in Lauenstein auftreten. Wir müssen an unserer Chancenverwertung arbeiten, zuletzt haben wir einige Hundertprozentige vergeben. Die Stärken von Lauenstein dürfen wir auch diesmal nicht unterschätzen. Sie sind immer für ein Tor gut und haben torgefährliche Spieler in ihren Reihen. Wenn wir wie Sonntag füreinander kämpfen sowie an unseren Teamgeist glauben, dann können wir weiterkommen. Darüber hinaus bin ich derzeit über Bujamin Kiki erfreut, der allmählich wieder zu seiner alten Form zurückkehrt.“

SG Thal/Holzhausen – TB Hilligsfeld (Mittwoch, 19.30 Uhr).

Auch die SG Thal/Holzhausen und der Hilligsfelder Turnerbund treffen im Laufe einer Woche gleich zweimal aufeinander. Diesmal wird allerdings im Pokalspiel vorgelegt. „Erst einmal Glückwunsch an Hilligsfeld, sie haben den Aufstieg ja bereits sichergestellt. Hinsichtlich des Pokalspiels wäre es zwar schön, wenn wir weiterkommen – andersherum aber auch nicht schlimm, wenn nicht. Die Doppelbelastung passt uns aktuell gar nicht. Wir haben viele Ausfälle und einige Fragezeichen. Zuletzt hat sich auch Manuel Nordmeyer noch schwerverletzt und fällt nun mit einem dreifachen Rippenbruch aus. In diesem Sinne gute Besserung an ‚Nordi‘. Zum Glück konnten wir uns mit unserem großen Kader bisher immer ersetzen und ergänzen“, so SG-Trainer Eldar Zahirovic. Wie die personelle Lage bei den Gästen aussieht, ist derzeit noch unklar. „Am Mittwoch beginnt für uns die Thal-Woche. Zuerst haben wir das Pokal-Viertelfinale vor der Brust, weiter geht es dann am Samstag in der Meisterschaft. Aber jetzt konzentrieren wir uns erst einmal auf die schwierige Pokalhürde bei der SG. Das wird sicherlich kein Zuckerschlecken. Die SG zeigt im bisherigen Meisterschaftsverlauf konstant gute Leistungen und wird alles daran setzen, das Halbfinale zu erreichen. Doch wir brauchen uns auch nicht zu verstecken. Jetzt sind wir schon bis in das Viertelfinale vorgedrungen und daher wäre es auch schön, mit einem Sieg die Runde der besten Vier zu erreichen. Doch vorerst müssen noch 90 Minuten plus X gespielt werden. Was dann dabei herausspringt, bleibt abzuwarten“, liefert TBH-Sprecher Bernd Hensel seine Einschätzung zum Spiel.

WTW Wallensen – SV Azadi Hameln (Donnerstag, 14 Uhr).

In Wallensen ist man derweil nicht allzu erbaut von der Kreispokal-Austragung an Himmelfahrt. „Wir sind wirklich sauer über die Ansetzung. Dass der Kreis keine Möglichkeit sieht, das Spiel zu verschieben, trifft bei uns ebenfalls auf Unverständnis. Andere Vereine haben es auch geschafft, die Partie zu verschieben. Leider sind mehrere unserer Termin- und Uhrzeit-Vorschläge von Seiten Azadis nicht angenommen worden. Natürlich wollen wir weiterkommen, aber letztlich sind wir alle Amateursportler. Die Jungs wollen wandern gehen und wer kann es ihnen verübeln? Welche Mannschaft wir am Ende stellen werden, wissen wir daher noch nicht“, macht WTW-Spartenleiter Dominik Heintz seinem Ärger Luft. Die Gäste wollen derweil den nächsten Step in Richtung Pokalverteidigung tätigen. „Wir spielen in Wallensen gegen den aktuellen Tabellenführer der Liga. Auch wenn Wallensen Favorit und uns die Schwere der Aufgabe bewusst ist, möchten wir trotzdem auf Sieg spielen und den Titel verteidigen! Wir sind der aktuelle Pokalsieger und wollen auch genauso auftreten. Die ganze Rückrunde haben wir auf diesen Tag hingearbeitet, um dem starken Team aus Wallensen – das mit vielen starken Spielern gespickt ist – Paroli zu bieten. Sie verfügen über ein extrem ausgeglichenes Team mit vielen torgefährlichen Spielern, da kann jeder von denen mal explodieren. Wir müssen mit 100 Prozent Einsatz, Wille und Herz dagegenhalten und an unsere eigenen Stärken glauben. Dann haben wir gegen jede Mannschaft eine Chance“, appelliert Azadi-Manager Yalcin Uzun an sein Team. Neben ihrem Toptorjäger Ibrahim Seyyar müssen die „Adler“ auch auf Bagok Ördek, Justin Keune, Dardan Gjelevic, Gezim Musliji und Maslum Mussa verzichten.
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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