14.04.2019 19:44

Kreisliga


Schon wieder: Schlusslicht Latferde verspielt Zwei-Tore-Führung!

Lauenstein entscheidet Derby gegen Wallensen für sich / 3:2 – Preussen überrascht Tündern
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Frederick Giger erzielte den Siegtreffer im Ostkreis-Derby.

WTW Wallensen - MTV Lauenstein 0:1 (0:1).

Wallensen wartet nach dem bitteren 0:1 im Ostkreisderby gegen den MTV Lauenstein weiter auf die ersten Zähler nach der Winterpause. In einem zähen Kampfspiel ohne viele spielerische Höhepunkte, entwickelte sich von Beginn an unter strömenden Regen eine echte Derby-Kulisse. Dabei scheiterte Wallensens Alexander Galimski bereits nach sechs Minuten freistehend an MTV-Schlussmann Lukas Plewe. In der Folgezeit blieben sämtliche Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten Mangelware, ehe es für die Hausherren in der 24. Minute bitter wurde. „Lauenstein hat in dieser Szene einen unberechtigten Elfmeter bekommen. Frederick Giger stand zunächst mehrere Meter im Abseits, was nicht vom Schiedsrichter-Gespann erkannt wurde. Daraufhin ging er ohne gegnerische Einwirkungen zu Fall. Das war eine ganz schwache Leistung vom Schiedsrichter, diesen Strafstoß zu geben“, war Wallensens Sprecher Sven Köhne bedient. Lauensteins Torjäger Giger zeigte im Anschluss vom Punkt aus keine Nerven und sorgte für die umjubelte Führung der Gäste.

Köhne spricht von „bitterem Beigeschmack“

Zehn Minuten später setzte Teamkollege Maik Wilkening das Spielgerät nach einer Ecke per Kopf noch knapp neben das WTW-Gehäuse, sodass es bis zur Halbzeit bei der knappen MTV-Führung blieb. Im zweiten Durchgang versuchte die Frederich-Elf mehr Risiko zu gehen, während Lauenstein vor allem über schnelle Konter gefährlich blieb. „Nach einer Stunde haben wir trotz klarem Handspiel von Lauensteins Marcel Lemke keinen Elfmeter bekommen“, ärgerte sich Köhne über eine weitere aus seiner Sicht spielentscheidende Szene. 14 Minuten vor Schluss setzte sich Lauensteins Sebastian Serrano nach einem Konter über den Flügel stark durch, verpasste aber bei seinem Schussversuch das WTW-Gehäuse knapp. Im Anschluss hatte Wallensens „Youngster“ Maximilian Karch den Ausgleichstreffer auf dem Fuß, doch blieb es letztlich beim knappen Auswärtssieg für die Gäste. „Insgesamt hatte das Derby durch die klare Benachteiligung auf unserer Seite einen bitteren Beigeschmack. Eine Punkteteilung wäre wohl das gerechte Ergebnis gewesen“, saß der Frust bei Köhne nach Abpfiff immer noch tief. Damit trennen Wallensen von den Abstiegsplätzen nur noch drei Zähler, während Lauenstein auf dem vierten Rang rangiert.
Tor: 0:1 Frederick Giger (24./Strafstoß).

VfB Hemeringen - FC Latferde 4:4 (1:1).

Dagegen teilten sich Hemeringen und Latferde bei einem echten Abstiegskrimi die Punkte. In einem mäßigen Kreisligaspiel neutralisierten sich beide Kontrahenten im ersten Durchgang weitestgehend und fielen immer wieder durch viele Fehler im Spielaufbau auf. „Wir hatten in dieser Phase wohl die etwas besseren Akzente nach vorne“, erklärte Hemeringens Sprecher Peter Reese, der sich über den Führungstreffer von Maximilian Ringleff nach 37 Minuten freuen durfte. Doch schlugen die „Käfigkicker“ noch vor der Pause zurück: Mit einer Direktabnahme aus zwölf Metern stellte Yannic Bohne den 1:1-Pausenstand her. Im zweiten Durchgang nahm die Partie dann sichtlich an Fahrt auf, indem beide Teams die Fehler in der gegnerischen Hintermannschaft konsequent ausnutzten. Zwei Minuten waren gespielt, als Niko Braehmer Teamkollege Ringleff bediente, der den erneuten Führungstreffer der Hausherren markierte. „Wir haben danach mit guten Passkombinationen nach vorne gespielt. Der 2:2-Ausgleich kam praktisch aus dem Nichts“, gab Reese zu Protokoll. Nachdem bei einer abgefälschten Hereingabe Hemeringens Jan Liebert das Leder unglücklich an die Hand sprang, setzte Benjamin Bohne nach einer guten Stunde vom Punkt aus den 2:2-Ausgleich.

Latferde verspielt 4:2-Führung

Im Anschluss kippte das Spiel zugunsten der Gäste komplett um. Benjamin Bohne (82.) und Yannic Bohne (84.) nutzten „VfB-Schnitzer“ in der Hintermannschaft eiskalt aus und stellten die Partie auf 4:2 für den FC. „Wir haben in dieser Phase nichts mehr auf die Kette gekriegt und waren klinisch tot, gestand Reese. Doch berappelten sich die Hausherren im Anschluss noch einmal und kamen durch einen Kopfball von Marvin Mork in der Nachspielzeit noch zum 3:4-Anschlusstreffer. Für Latferde kam es aber noch dicker: Mit dem Schlusspfiff traf Hemeringens Roman Bendereit nach einem letzten langen Ball noch zum umjubelten 4:4-Ausgleich und rettete seinem Team einen ganz wichtigen Zähler gegen das Tabellenschlusslicht. „Vom Spielverlauf her ist der Punkt sicherlich absolut glücklich. Für Latferde ist diese Erfahrung ganz bitter. Sie wären mit drei Punkten im Rennen um den Klassenerhalt wieder voll im Geschäft gewesen. Doch geht das Remis über die komplette Spielzeit gesehen auch in Ordnung“, atmete Reese nach Abpfiff tief durch. Damit trennen die Liebegott-Elf fünf Zähler vom „rettenden Ufer“, während Hemeringen der Punkt im Kampf um den Klassenerhalt auch nicht viel Luft zum Atmen gebracht hat.
Tore: 1:0 Maximilian Ringleff (37.), 1:1 Yannic Bohne (44.), 2:1 Ringleff (47.), 2:2 Benjamin Bohne (62.), 2:3 Benjamin Bohne (64.), 2:4 Yannic Bohne (84.), 3:4 Marvin Mork (91.), 4:4 Roman Bendereit (93.).

FC Preussen Hameln 07 - HSC BW Tündern II 3:2 (1:0).

„Respekt an die gesamte Mannschaft! Wir haben Tündern über 90 Minuten den Schneid abgekauft und sie in ihrer sonst so starken Offensive nicht zur Entfaltung kommen lassen“, war die Freude von Hamelns sportlichem Leiter Jan Christoph nach dem „Last Minute“-Sieg über Tündern groß. Dabei spielten die Hausherren vor allem im ersten Abschnitt gut von hinten heraus und stellten die „Schwalben“ vor Probleme. 17 Minuten waren gespielt, als Tünderns Keeper Sebastian Kelle das Spielgerät mit einer Parade noch sehenswert an die Querlatte bugsierte. Doch münzte Preussen seine spielerische Überlegenheit fünf Minuten vor der Halbzeit noch in ein Tor um: Nick Fabian Wolny spitzelte einem HSC-Verteidiger das Leder in der Gefahrenzone vom Fuß und schoss sein Team freistehend zur 1:0-Halbzeitführung. Neun Minuten nach Wiederanpfiff stellte Mussa Barakat bereits auf eine beruhigende Zwei-Tore-Führung. „Im Anschluss haben wir unterbewusst jedoch gedacht, dass das Spiel schon gewonnen sei. Durch individuelle Fehler haben wir den Gegner wieder unnötig stark gemacht“, kritisierte Christoph. Trotz Überzahlspiel, nach einer Roten Karte an Tünderns Yves Hackl (55.), hatte Preussen keine Kontrolle mehr über das Spielgeschehen.

Tündern kommt in Unterzahl zum Ausgleich

Erst brachte Jan-Philipp Schneider, nach einer scharfen Hereingabe, das Spielgerät etwas unkoordiniert zum 1:2-Anschlusstreffer der Gäste in die eigenen Maschen, ehe Hassan Dukuly mit einem Abstaubertor das Spielgeschehen wieder auf Null stellte. Noch kurz zuvor setzte Tündern das Leder an die Latte des FC-Gehäuses. Doch hatten das letzte Wort in dieser Partie die Hausherren: In letzter Sekunde bediente Leon Kießling TeamkollegeMussa Barakat, der mit einem Kopfball zur Stelle war und das Leder zum 3:2-Endstand in Tünderns Maschen beförderte. „Ich habe ihm vorher noch gesagt, dass er noch eine Chance kriegen würde“, war die Freude bei Christoph nach Abpfiff groß. Ein Sonderlob verdienten sich Nick Wolny und Tünderns Keeper Kelle. Damit besitzt Tündern nur noch fünf Zähler Vorsprung auf die lauernde Konkurrenz aus Bisperode.
Tore: 1:0 Nick Fabian Wolny (40.), 2:0 Mussa Barakat (54.), 2:1 Jan-Philipp Schneider (75./Eigentor), 2:2 Hassan Dukuly (79.), 3:2 Mussa Barakat (92.).
Besonderes: Rote Karte an Tünderns Yves Hackl (55.).

SG Flegessen - TSV Bisperode 1:7 (0:2).

Derweil spielte sich Bisperode beim 7:1-Auswärtssieg in Flegessen in einen echten Torrausch. Zwar hielten die Hausherren trotz starker personeller Probleme in den Anfangsminuten noch mit und rührten in der Hintermannschaft sichtlich Beton an. Doch wurde in der 14. Minute eine Bogenlampe aus zweiter Reihe von Mathias Stenke zum „Dosenöffner“ seines Teams, als er zum umjubelten Führungstreffer der Gäste traf. „Bis dahin haben wir kaum etwas zugelassen. Doch war Bisperode anschließend spielerisch klar im Vorteil und hat immer mehr Durchschlagskraft trotz unserer destruktiven Spielweise gefunden“, erklärte Flegessens Trainer Dirk Heyder. Daniel Krikunenko stellte noch vor der Halbzeit auf eine beruhigende Zwei-Tore-Führung zur Pause, ehe die Offensivfreude des TSV nach dem Seitenwechsel ungebrochen schien. Florian-Adrian Duduman (53.) und erneut Krikunenko (67.) stellten auf 4:0 für Bisperode. 13 Minuten vor Abpfiff markierte Linus Griese noch den 1:4-Anschlusstreffer. Doch schraubte der TSV das Ergebnis im Anschluss noch einmal deutlich in die Höhe. Durch die Treffer von Jan Utenwiehe (80./89.) und Abas Jaber (87.) taten die Gäste in der Schlussphase noch etwas für ihr Torverhältnis. Dabei wuchs Flegessens Torwart Viktor Kisel über sich hinaus und bewahrte sein Team gleich mehrere Male vor einer noch höheren Niederlage. So fand Mathias Stenke per Strafstoß seinen Meister im stark aufspielenden Kisel. „In diesem Einbahnstraßen-Spiel ist uns die Schadensbegrenzung schlussendlich nicht ganz geglückt. Wir waren gegen stark kombinierende Bisperoder im Prinzip chancenlos“, resümierte Heyder abschließend. Dessen Team nimmt damit weiterhin den vorletzten Rang ein.
Tore: 0:1 Mathias Stenke (14.), 0:2 Daniel Krikunenko (38.), 0:3 Florian-Adrian Duduman (53.), 0:4 Krikunenko (67.), 1:4 Linus Griese (77.), 1:5 Jan Utenwiehe (80.), 1:6 Abas Jaber (87.), 1:7 Utenwiehe (89.).

SpVgg. Bad Pyrmont II - TSV Nettelrede 0:0 (0:0).

„Im Endeffekt geht die Punkteteilung heute völlig Ordnung“, war Bad Pyrmonts Trainer Christopher Loges nach dem torlosen Remis gegen Nettelrede zufrieden. Dabei erarbeiteten sich beide Teams in einem guten Kreisligaspiel mehrere aussichtsreiche Gelegenheiten. Zehn Minuten waren gespielt, als ein TSV-Akteur das Leder nach einer Flanke knapp am langen Pfosten vorbeisetzte. Auf der anderen Seite war Pyrmonts Christian Barthold nach 25 Minuten frei durch, doch traf aus elf Metern den Ball zur möglichen Führung nicht richtig. Im Anschluss bewahrte Nettelredes Schlussmann Niklas Herfeld sein Team bei gleich zwei aussichtsreichen Aktionen von Alexander Gagarin vor einem möglichen Rückstand. Im zweiten Durchgang ließen aussichtsreiche Einschusschancen dagegen lange auf sich warten. Nach einer guten Stunde setzte Nettelrede das Spielgerät an die Latte und schoss mit dem darauffolgenden Abpraller ein Abseitstor. In der Schlussphase mobilisierten die Kurstädter noch einmal alle Offensivkräfte und drängten auf die Führung. Zehn Minuten vor dem Ende spielte Gagarin Herfeld aus. Seinen zurückgelegten Pass auf den Elfmeterpunkt fand Tim-Mario Brix, dessen Versuch noch auf der Linie geklärt wurde. Fünf Minuten später waren es die Gäste, die das Leder erneut nur an den Querbalken setzten, sodass es an diesem Nachmittag torlos blieb. Bei Pyrmont verdiente sich Jannis Thielke ein Sonderlob.
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Autor des Artikels

Niklas Köhne
Niklas ist Freier Mitarbeiter und vor allem am Wochenende im Bereich Fußball und Handball für das Team AWesA im Einsatz.
info@awesa.de


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