18.08.2021 21:29

Oberliga


Foul oder nicht? Strittige Szene spielentscheidend

Gurgel: „Unsere Jungs haben gut gespielt, haben wirklich alles reingehauen. Nur war Wolfenbüttel heute ein bisschen besser“
                             
Tünderns Trainer Tim Piontek musste sich mit seiner Mannschaft knapp geschlagen geben.

MTV Wolfenbüttel – BW Tündern 1:0 (1:0).

Nach dem furiosen 4:0-Auftakt in Gifhorn musste sich Tündern beim zweiten Auswärtsauftritt in Folge knapp geschlagen geben. „Der Mannschaft ist jedoch kein Vorwurf zu machen. Unsere Jungs haben gut gespielt, haben wirklich alles reingehauen. Nur war Wolfenbüttel heute ein bisschen besser – und hat daher auch verdient gewonnen. Sie hatten mehr Ballbesitz und mehr Torchancen“, zeigte sich Tünderns Sprecher Willi Gurgel als fairer Verlierer. Bereits in der 13. Minute mussten die Blau-Weißen ganz tief durchatmen, als Stephane Dieupeu sich gekonnt durch die Defensive der Gäste dribbelte und den Ball knapp am Tor vorbeischob. In der 19. Minute parierte Torhüter Philipp Steinke auf der anderen Seite einen Schuss von BW-Angreifer Leon Baumeister stark.

Vor dem 1:0: Foul oder nicht?

Gegen Ende der ersten Halbzeit ereigneten sich dann die spielentscheidenden Szenen: Zunächst fand auch Sören Vespermann seinen Meister im starken Wolfenbütteler Schlussmann (40.), ehe 120 Sekunden später Tünderns Innenverteidiger Kris-Lennart Müller einen Vorstoß wagte und dabei in einen harten Zweikampf geriet. Den daraus resultierenden Pressschlag nutzte der MTV zum Gegenangriff – Muzaffer Can Degirmenci vollendete zum 1:0 für die Hausherren. Die Entstehung des Konters war durchaus umstritten. Gurgel schilderte die Szene aus seiner Sicht: „Kris-Lennart wurde da in einen Zweikampf verwickelt, sein Gegenspieler ging sehr hart zu Werke und traf ihn mit gestrecktem Bein am Knöchel. Nicht wenige haben da ein klares Foul gesehen. Leider hat Kris sich dabei verletzt und musste ausgewechselt werden. Wir hoffen, dass es nur eine Prellung ist.“

Wolfenbüttel zu clever

Nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Kontrahenten weitestgehend. Wolfenbüttel trat  über viele Standardsituationen in Erscheinung, während Tündern vergeblich nach der Genauigkeit im letzten Drittel suchte. „Meistens waren es Halbchancen oder die letzte Präzision hat beim letzten Pass gefehlt“, so Gurgel. Erst in der Schlussphase erhöhten die Mannschaften wieder die Intensität, Tündern stellte auf Dreierkette um. Zunächst bewahrte Torhüter Lukas Masur seine Farben jedoch vor dem 0:2 (80.), als er einen Schuss eines freistehenden Wolfenbüttelers abwehrte. Tündern gelang im Gegenzug nicht mehr viel. Gurgel: „Wolfenbüttel hat clever verteidigt und mit vielen Wechseln Zeit von der Uhr genommen. So sind wir zu keinen echten Chancen mehr gekommen.“ Damit blieb es beim 0:1 aus Tünderaner Sicht. „Jetzt gilt es, dieses Spiel gut wegzustecken und sich schnell zu regenerieren, um dann gegen Egestorf-Langreder wieder voll da zu sein am Samstag“, wusste Tünderns Sprecher.
MTV Wolfenbüttel: Steinke, Jovanovic, Nguema Ella, Degirmenci (83. Engler), Dieupeu (90.+1 Abou-Raya), Suckel, Vollbrecht, Göwecke, Patz, Kühle (90. Bauer), Omar (65. Krömer).
BW Tündern: Masur, Hilker, Hanus (71. Karadeniz), Niebling, Müller (45.+2 Hey), Tegtmeyer, Frese, Vespermann (59. dos Santos), Gurgel, Schumachers (87. Bödecker), Baumeister.
Schiedsrichter: Piotrowski.
Assistenten: Schories, Wilken.
Tore: 1:0 Muzaffer Can Degirmenci (42.).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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