06.11.2019 14:34

Oberliga


TuS Bersenbrück im Portrait – Tündern will Heimsieg!

Tünderns kommender Gegner mit jahrzehntelanger Achterbahnfahrt / Gurgel: „Uns ist natürlich bewusst, dass wir der Außenseiter sind“

Tim Niclas Schumachers hat seine Rotsperre abgesessen und steht wieder zur Verfügung.

BW Tündern – TuS Bersenbrück (Samstag, 14 Uhr).

Mit dem TuS Bersenbrück kommt am Samstag eines der Oberliga-Topteams der letzten Jahre nach Hameln. In den vergangenen beiden Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 mischte der TuS oben mit und belegte in beiden Jahren den fünften Rang.

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Darüber hinaus stand der Verein in der abgelaufenen Saison im Endspiel des Niedersachsenpokals und traf dort auf den SV Atlas Delmenhorst. Nach einem zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand verkürzte Bersenbrück noch auf 2:3 – jedoch sollte es nicht zu mehr reichen.

Beginn auf Kreisebene

Die erfolgreichen letzten Jahre sind allerdings nichts, das den Bersenbrückern in die Wiege gelegt wurde. Bis in die 1960er Jahre hinein fand sich die erste Mannschaft auf Kreisebene. In den folgenden Jahrzehnten folgten einige Jahre auf Bezirksebene, die jedoch nie von dauerhaftem Erfolg waren. 1989 folgte mit dem Aufstieg in die Bezirksoberliga Weser/Ems der größte fußballbezogene Erfolg der Vereinsgeschichte.

Niedersachsenpokal-Triumph & Landesliga-Ausfstieg

Dort wurde das Team 1989/90 unter Coach Klaus Berger prompt Zweiter und feiert den bis heute einzigen Sieg im Niedersachsenpokal. Nach torlosen 120 Minuten avancierte Keeper Hubert Wessel zum Bersenbrücker Helden, als er im Elfmeterschießen zwei Schüsse parierte und seinen Farben damit zum Pokalsieg verhalf. Damit nicht genug: Nur wenige Tage später bestritt der TuS auch die Landesliga-Aufstiegsrunde erfolgreich, siegte gegen den Wolfenbütteler SV (9:8 n.E.) und Sparta Langenhagen (2:1).

DFB-Pokal & sportlicher Abstieg

Der Triumph im Niedersachsenpokal berechtigte den TuS Bersenbrück schließlich zur Teilnahme am DFB-Pokal. Dort traf der „Underdog“ in der ersten Runde auf Hannover 96 und musstee sich vor 3.500 Zuschauern mit 0:4 geschlagen geben. Die Kreisebene hinter sich gelassen, auf Bezirksebene ganz vorne dabei und mittlerweile auf dem Vormarsch in die Landesebene – 1994 gelang erstmals der Aufstieg in die Niedersachsenliga West. Allerdings hatte diese Höhenflug ein Ablaufdatum. 1998 stieg Bersenbrück in die Landesliga ab, kehrte 2001 wieder in die Niedersachsenliga zurück – und dann begannen die dunklen Jahre. In drei Jahren stieg Bersenbrück dreimal ab und kamen 2005 in der Bezirksklasse ab. Doch die gebeutelte Fußballsparte des Klubs sollte sich Jahre später von diesen Rückschlägen erholten.

Oberliga Niedersachsen

Im Jahr 2015 wurde der TuS Meister in der Bezirksliga und verdiente sich damit den Aufstieg in die Landesliga. Kaum dort angekommen, machte Bersenbrück den direkten Durchmarsch, wurde 2015/16 Landesliga-Meister und kam damit in der „Königsklasse“ Niedersachsens an: der Oberliga. Mittlerweile befindet sich der Verein in seiner vierten Saison in der fünften Liga – und hatte es in der aktuellen Saison wahrlich nicht leicht. Nach den beiden fünften Rängen in den vergangenen zwei Jahren, muss Bersenbrück 2019/20 mit dem unteren Mittelfeld Vorlieb nehmen.

Gurgel: „Brauchen einen Sieg“

Am kommenden Samstag gastiert das Team von Trainer Farhat Dahech auf der Hamelner Kampfbahn und trifft auf Oberliga-Schlusslicht BW Tündern. Die Blau-Weißen sind gegen die kommenden Gäste fast schon in der Pflicht, etwas mitzunehmen. „Wir brauchen einen Sieg, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt schon acht Punkte. Uns ist natürlich bewusst, dass wir der Außenseiter sind – zumal Bersenbrück erst letzte Woche gegen  den Heeslinger SC mit 2:1 gewonnen hat. Das zeigt, wie nah die Mannschaften in der Oberliga beisammen sind. Diesem Beweis bleiben wir bisher noch schuldig, aber gerade gegen Hildesheim, Egestorf-Langreder und Delmenhorst – drei Topteams in der Oberliga – haben phasenweise richtig gut gespielt und waren nah einer Überraschung dran“, erklärt Tünderns Sprecher Willi Gurgel: „Daher sehen wir uns auch gegen Bersenbrück nicht chancenlos. Zumal der tiefe Rasen eher uns entgegen kommt als dem Gegner.“ Sorgen bereitet Gurgel das Verteidigen bei Standardsituationen. „Aus dem Spiel heraus lassen wir seit Wochen wenig zu. Nach Standards haben wir gegen Oldenburg zuletzt drei Tore kassiert. In diesen Situationen haben wir uns dusseling angestellt. Damit bringt man sich um die gute Abwehrleistung, die man in den restlichen 87 Minuten zeigt. Da müssen wir uns schleunigst steigern.“
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