04.11.2023 16:34

Oberliga Frauen


Tabellenführung wackelt - „Lucky Punch“ wirft Hastenbeck aus dem Konzept

Lity: „Man kann keiner Spielerin einen Vorwurf machen. Alle wollten es gewinnen, alle haben den Kampf angenommen"
Emely Niemann SV Hastenbeck Fussball Oberliga Frauen
Nach dem späten 2:2-Ausgleich machte sich bei Kapitänin Emely Niemann & Co. Enttäuschung breit.

TSV Bemerode – SV Hastenbeck 2:2 (1:0).

Verliert Hastenbeck die Tabellenführung? Aufgrund des Remis gegen Bemerode kann der SV Wendessen am Sonntag vorbeiziehen. „Man kann keiner Spielerin einen Vorwurf machen. Alle wollten es gewinnen, alle haben den Kampf angenommen. Die Enttäuschung ist natürlich groß, weil wir das Spiel eigentlich hätten gewinnen müssen“, bedauerte Hastenbecks Manager Hendrik Lity. Auf dem Bemeroder Kunstrasen brauchten die Schwarz-Weißen eine Weile, um sich an die Bedingungen gegen tiefstehende Gastgeberinnen zu gewöhnen. „Bemerode hat viele lange Bälle geschlagen und wollte so Nadelstiche setzen“, so Lity. In der 43. Minute „rutschte“ einer dieser Befreiungsschläge durch, eine Bemeroderin schlug eine Flanke in den Strafraum und nachdem SVH-Schlussfrau Sarah Nicotra noch am Ball war, traf der TSV zum 1:0 zur Pause. Nach dem Seitenwechsel spielte der Spitzenreiter seine Klasse immer besser aus.
Lity: „Wir haben uns deutlich gesteigert und ein gutes Spiel gemacht.“ Elisa Meier fasste sich aus rund 20 Metern ein Herz und drosch den Ball zum 1:1 in die Maschen (55.). Danach leitete Meier einen langen Ball aus der Defensive auf Alessya Ruhnow weiter, die ins lange Eck zum 2:1 abschloss. „Dann waren wir dem 3:1 eigentlich näher als Bemerode dem 2:2“, meinte der Manager. Doch verpasste der SVH die Entscheidung, sodass die Gastgeberinnen in der Nachspielzeit noch einen Eckstoß für den „Lucky Punch“ bekamen: Nach der Ausführung entstand im Strafraum Unordnung – der Ball prallte gegen die Latte und den Abstauber nutzte der TSV zum späten 2:2-Ausgleich. Aufseiten der Bemeroderinnen kannte der Jubel keine Grenzen mehr, bei Hastenbeck machte sich Enttäuschung breit. Lity resümierte: „Wir fahren jetzt nach Hause und wundern uns immer noch, wie dieses Spiel gelaufen ist.“
Tore: 1:0 (43.), 1:1 Elisa Meier (55.), 1:2 Alessya Ruhnow (72.), 2:2 (90.+1).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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