08.05.2022 19:12

Kreisliga


Schlusslicht Rohden lebt – 4:2-Heimsieg gegen Aerzen!

Azadi Hameln mit weiteren „Big Points" im Abstiegskampf / Hemeringen schlägt Wallensen mit 4:1
Janis Hoepfer TuS Rohden Fussball Kreisklasse Kopfbild AWesA
Rohdens Janis Höpfner traf beim Heimsieg gegen Aerzen II doppelt.

Von Magnus Frese

TUS Rohden-Segelhorst – MTSV Aerzen II 4:2 (3:2).

Schlusslicht Rohden-Segelhorst setzt ein dickes Ausrufezeichen und schlägt die Bezirksliga-Reserve des MTSV Aerzen zuhause mit 4:2. Zu Beginn entwickelte sich ein sehr zerfahrenes Spiel. „Man hat gemerkt, dass Aerzen hier unbedingt gewinnen musste“, berichtete TUS-Trainer Jörg Pydde. Schon nach sechs Minuten ging Aerzen durch Maximilian Specht in Führung, der eine Unkonzentriertheit in der Rohdener Abwehr eiskalt ausnutzte, das, so Pydde, „auch verdient war“. Vier Minuten später erzielten die Gastgeber dann aber aus heiterem Himmel das 1:1 durch Janis Höpfner (10.) und waren damit auf einmal im Spiel. Die Szene des Spiels ereignete sich aber ab der 35. Minute. Armond Musaj drückte einen Abstauber zum 2:1 für den TUS Rohden über die Linie. Allerdings lag in der Torentstehung ein Aerzener Spieler auf dem Boden, das Tor zählte trotzdem. Pydde: „Wir haben uns dann dafür entschieden, die Aerzener durchlaufen zu lassen und das 2:2 erzielen zu lassen. Wir spielen hier ja alle Fußball just for fun, da geht Fairplay einfach vor.“ Doch auch nach der Fairplay-Geste machte Rohden weiter Druck und drückte auf die erneute Führung, nur eine Minute vor der Pause jagte Lukas Steger das Leder zum 3:2 für die Pydde-Elf unter die Latte (44.). „Nach der Pause war das Spiel dann sehr ausgeglichen, man konnte gar nicht absehen, wer als nächstes treffen wird“, so Pydde weiter. In der 78. Minute hielt Rohdens Keeper Stefan Dreier seine Mannschaft mit einer überragenden Tat in der Partie, das hätte der Ausgleich für die Gäste sein können. Bis zum Ende der Partie geschah nun nicht mehr viel, in der Nachspielzeit bekam der TUS aber noch einmal eine Ecke zugesprochen, die bei Janis Höpfner landete, der zum entscheidenden 4:2 vollstreckte. Ein Sonderlob Pyddes verdiente sich Leon Söffker, der eigentlich noch A-Jugendliche macht ein „sehr gutes Spiel“.
Tore: 0:1 Maximilian Specht (6.), 1:1 Janis Höpfner (10.), 2:1 Armond Musaj (35.), 2:2 Maximilian Specht (36.), 3:2 Lukas Steger (44.), 4:2 Höpfner (90.).

SG Hajen Latferde – SPVGG Bad Pyrmont II 2:1 (0:0).

„Heute sind wir wieder einmal fast an uns selbst gescheitert“, fasste Marc Knösel, Sprecher der SG Hajen/Latferde den 2:1-Erfolg seiner Mannschaft gegen die SPVGG Bad Pyrmont II zusammen. Die Hajener begannen das Spiel dominant, hatten den Ball die meiste Zeit in ihren Reihen. So wirklich etwas anzufangen mit ihrem Ballbesitz wussten sie jedoch nicht, die letzten und entscheidenden Pässe landeten meist beim Gegner oder im Aus. „Das hat sich dann im Verlauf der ersten Halbzeit zu einem ziemlichen Mittelfeldgeplänkel entwickelt. Pyrmont stand hinten kompakt und hat sich ausschließlich darauf besinnt, sie haben mit ihren Mitteln hier heute alles rausgeholt und uns das Leben wirklich schwer gemacht“, so Knoesel. Auch nach der Pause bot sich den Zuschauern zunächst das gleiche Spiel. Hajen hatte den Ball, Pyrmont verteidigte. Einen Torschuss brachten die Hausherren dabei nicht zustande – bis zur 75. Minute. Die Spielgemeinschaft kombinierte sich über die linke Seite schön nach vorne und verlagerte das Spiel mit einem Diagonalball nach rechts. Von dort wurde der Ball scharf in die Mitte gebracht, am Ende der Verwertungskette stand Kay-Jonas Dirnberger, der zum 1:0 einschob. Dann wurde es kurios: Direkt nach dem Anstoß gab es einen langen Ball der Pyrmonter, der Ball lag plötzlich im Tor. Hajens Keeper Rouven Gasde kam aus seinem Tor, Abwehrspieler Gorden Bleibaum bekam dies allerdings nicht mit und köpfte ins eigene Gehäuse zum 1:1-Ausgleich. Hajen machte nun noch einmal Druck und kam in der 90. Minute tatsächlich noch zum Siegtreffer, Sebastian Meyer schaltete bei einem Gestochere im Strafraum am schnellsten und schob den Ball mit seinem linken Fuß unhaltbar in die linke Ecke. „Den linken Fuß hat er sonst nur zum Stehen“, scherzte Knoesel und ergänzte: „Pyrmont hat es uns heute richtig schwer gemacht, ein Unentschieden wäre wohl verdienter gewesen. Dennoch nehmen wir diesen etwas glücklichen Sieg natürlich gerne mit, denn alles in allem waren wir ja über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft – lediglich zu inkonsequent.“ Hajen steht damit weiter auf dem zweiten Tabellenplatz, jetzt nur noch drei Zähler hinter Tabellenführer Tündern.
Tore: 1:0 Kay-Jonas Dirnberger (75.), 1:1 Eigentor Gorden Bleibaum (76.), 2:1 Sebastian Meyer (90.).

VFB Hemeringen – WTW Wallensen  4:1 (2:1).

Überraschung in Hemeringen, der VFB schickt den WTW Wallensen überraschend deutlich mit 1:4 auf die Heimreise. Schon nach elf Minuten brachte Maximilian Ringleff den VFB mit 1:0 in Führung und erwischte Wallensen damit kalt. Zehn Minuten später hatte Ringleff dann sogar vom Elfmeterpunkt die Chance auf 2:0 zu erhöhen, dem Hemeringer Angreifer versagten aber die Nerven. Besser machte es sein Mannschaftskollege Max Krüger nach einer guten halben Stunde, sein Treffer brachte die Gastgeber mit 2:0 in Front. „Vom Spielverlauf her war das 2:0 für uns total verdient, die gesamte Mannschaft war super eingestellt und hat sehr gut funktioniert“, attestierte VFB-Sprecher Michael Lauke. Kurz vor der Pause trübte Mirko Wulf aber die Hemeringer Euphorie und schoss den aus Wallenser Sicht 1:2-Anschlusstreffer. „Nach der Pause war Wallensen dann dem 2:2 deutlich näher als wir dem 3:1“, berichtete Lauke von der Druckphase der Wallenser, doch VFB-Torwart Marcel Bille verhinderte den Ausgleich. Nach 73 Minuten traf Wallensen dann aber tatsächlich – allerdings ins eigene Tor. „Das war ein ungeschicktes Eigentor, ich hatte so ein bisschen das Gefühl, dass die Wallenser nach dem Tor ein bisschen gebrochen waren“, so Lauke weiter. Nach 82 Minuten machte dann Maximilian Ringleff, vielleicht immer noch mit der Elfmeter-Wut im Bauch, den Deckel drauf und vollendete einen Hemeringer Konter zum 4:1. „Im Großen und Ganzen war das heute ein verdienter Heimsieg und vor allem ein gelungener Sonntag für den VFB Hemeringen, denn alle drei VFB-Mannschaften haben heute gewonnen“, so Lauke abschließend, der vor allem die beiden Torhüter Marcel Bille und Nicolas Franzmann lobte.
Tore: 1:0 Maximilian Ringleff (11.), 2:0 Max Krüger (32.), 2:1 Mirko Wulf (41.), 3:1 Eigentor WTW Wallensen (73.), 4:1 Ringleff (82.).
Besonderes: VFB-Akteur Ringleff verschießt Strafstoß (21.).
SV Azadi Hameln – SC RW Thal 3:1 (2:1).

„Das waren heute weitere Big Points“, freute sich Azadi Hamelns Teammanager Yalcin Uzun nach dem 3:1-Heimsieg der Adler gegen Rot-Weiß Thal. Schon früh riss Azadi Hameln das Spielgeschehen an sich, nach nur fünf Minuten traf Mohammed Avci zum 1:0. „Wir hatten in den ersten 20 Minuten sehr viele Chancen und das Spielgeschehen total unter Kontrolle. Vor allem im letzten Drittel haben wir sehr gut kombiniert“, zeigte Uzun sich zufrieden. Doch nach 20 Minuten nutzten die Thaler dann doch eine Unachtsamkeit im Azadi-Sechzehner aus – es gab den folgerichtigen Strafstoß. Mensur Muslijaj trat an und netzte zum 1:1-Ausgleich ein. „So kam Thal leider aus dem Nichts zum Ausgleich, doch wir haben einfach so weitergespielt, wie schon zuvor“, so Uzun. Nach 35 Minuten wurde Mohammed Avci im Strafstoß der Gäste gelegt, auch hier gab es den folgerichtigen Strafstoß. Avci selbst verwandelte diesen zur erneuten Führung für die Hamelner. „Das einzige, was wir uns in der ersten Halbzeit vorwerfen müssen, ist die Chancenverwertung. Wir hätten den Deckel schon viel früher draufmachen können“, so Uzun. Den vermeintlichen Deckel drauf machte dann Mohammed Avci aber nur Sekunden nach Wiederanpfiff der zweiten Hälfte, nach einem langen Ball nutzte er eine Unachtsamkeit in der Thaler Hintermannschaft und schob eiskalt zum 3:1 ein – sein drittes Tor. „Dass wir das Tor schon so früh in der zweiten Halbzeit gemacht haben, war sehr wichtig. Denn in der zweiten Halbzeit war Thal deutlich besser und bestimmte das Spiel. Sie kamen noch zu einigen Chancen, die sie aber nicht genutzt haben. Im Gegenzug haben auch wir unsere Kontermöglichkeiten leichtfertig vergeben“, resümierte Uzun die zweite Halbzeit. Azadi Hameln klettert damit weiter aus dem Tabellenkeller heraus, vor allem die 2:4-Niederlage von Aerzen II bei Schlusslicht Rohden/Segelhorst bläst weiteren Aufwind in die Flügel der Hamelner Adler.
Tore: 1:0 Mohammed Avci (5.), 1:1 Fatmir Muslijaj (20./Strafstoß), 2:1 Avci (35./Strafstoß), 3:1 Avci (46.).

TSV Grohnde – TSG Emmerthal 1:1 (0:0).
„Ich spiele jetzt seit 20 Jahren Fußball, aber das war wohl eines der ereignisärmsten Derbys, die ich jemals erlebt habe“, resümierte Grohndes Spielertrainer Christopher Thomas das Nachbarschaftsduell des TSV Grohnde gegen die TSG Emmerthal – Endstand 1:1. Dabei begann die Partie sehr temporeich, bereits in der fünften Minute traf Emmerthals Luca Fabian Schulz den Pfosten, auf der Gegenseite verpasste Lennard Hochmann die Grohnder Führung und schoss über das Emmerthaler Gehäuse. „So schnell wie das Spiel begonnen hat, so schnell ist es dann aber auch wieder abgeflacht. Bis zur 30. Minute gab es keine Chance mehr“, berichtete Thomas weiter. Dann meldete sich aber erneut die TSG zu Wort und versetzte die Grohnder mit einem Lattenkracher in kurze Schockstarre, die jedoch nur von kurzer Dauer war. Bis zur Pause passierte dann wieder nichts, folgerichtig lautete der Pausenstand 0:0. „Nach der Pause hatte ich das Gefühl, dass Emmerthal ein bisschen besser aus der Kabine kam und versuchte gezielter nach vorne zu spielen“, so Thomas. Sein Gefühl trügte nicht, denn nach 64 Minuten gewannen die Emmerthaler einen Ball im Mittelfeld, Justin Helmer verwertete einen Ball über die Grohnder Viererkette mit einem überlegten Abschluss in die lange Ecke. Thomas: „Für uns war das Emmerthaler Tor ein Weckruf. Wir haben dann an den Ausgleich geglaubt und sind voll drauf gegangen.“ In der 75. Minute gelang dem TSV auch der Ausgleich, Yannis Gandsel vollendete einen Grohnder Angriff zum 1:1-Ausgleich. „Beide Tore waren stark abseitsverdächtig, vielleicht ist dann im Endeffekt ausgleichende Gerechtigkeit. Wir sind uns jedenfalls einig gewesen, dass an diesem Tag ein Unentschieden das gerechte Ergebnis eines sehr ereignisarmen Spiels war“, verabschiedete Thomas sich in den Abend.
Tore: 0:1 Justin Helmer (64.), 1:1 Yannis Gandsel (75.).

MTV Lauenstein – TSV Großenwieden 9:0 (5:0).

Der MTV Lauenstein surft weiter auf der Erfolgswelle und schoss den TSV Großenwieden an diesem Sonntag regelrecht ab. Mit 9:0 gewann die Mannschaft von Trainer Stefan Gluba der sich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft zeigte. „Wir haben gleich stark angefangen, die ersten zwei hundertprozentigen Chancen sogar noch ausgelassen.“ In der 6. und 7. Minute war es dann ein Doppelschlag, zunächst von Niklas Kaehler und eine Minute später von Andreas Dörries, der dem MTV schon früh ein komfortables Polster verschafften. Großenwieden kam überhaupt nicht in die Partie, zu allem Überfluss bekam Torwart Bastian Glau nach einem Handspiel außerhalb des Sechzehners die Rote Karte. Noch schlimmer geht nicht. Doch! Der anschließende Freistoß wurde von Niklas Kaehler direkt zum 3:0 verwandelt, die Partie war bereits jetzt entschieden. „Nach der roten Karte war der Mut bei Großenwieden völlig weg. Wir konnten unser Spiel aufziehen, wie wir wollten“, so Gluba. Auch das 4:0 ließ nicht lange auf sich warten: In der 39. Minute erlief sich Dimitri Schulte einen Ball, ließ zwei Gegner aussteigen und netzte ein. Drei Minuten später erhöhte Bengt Brock sogar noch auf 5:0 vor der Halbzeit. Nach der Pause machte Niklas Kaehler noch seine Tore drei und vier (55./82.). Den Schlusspunkt setzte Dimitri Schulte in der 82. Minute. „Natürlich bin ich zufrieden mit der Leistung der Mannschaft und dem hohen Sieg, man muss aber auch sehen, wie das passiert ist. Die rote Karte war der K.o. für Großenwieden. Der Gegner hat sich sehr fair verhalten, bei ihnen lief heute einfach gar nichts und bei uns dafür alles“, wusste Gluba den Lauensteiner Kantersieg einzuordnen. Ebenso erfreulich für die Lauensteiner ist die Verlängerung von Spartenleiter Thomas Hölscher, die vor dem Spiel bekanntgegeben wurde und „der Mannschaft einen großen Push“ gegeben hat, so Gluba abschließend.
Tore: 1:0 Niklas Kaehler (6.), 2:0 Andreas Dörries (7.), 3:0 Kaehler (23.), 4:0 Dimitri Schulte (39.), 5:0 Bengt Brock (42.), 6:0 Kaehler (55.), 7:0 Kaehler (82.), 8:0 Sebastian Serrano (85.), 9:0 Schulte (86.)
Besonderes: Rote Karte für TSV-Keeper Bastian Glau (21.).
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