16.10.2022 17:47

Landesliga


Müller sieht umstrittene Rote Karte - danach gerät Tündern unter die Räder

Stamm: „Niemand hat sich beschwert, keiner hat da einen Tritt, wie es uns dann erläutert wurde, gesehen"
Kris Lennart Müller BW Tuendern Fussball Landesliga Sitzend
Kris-Lennart Müller verstand nach der Roten Karte gegen ihn die Welt nicht mehr.

VfR Evesen – BW Tündern 6:1 (2:1).

Beim Spitzenreiter der Landesliga geriet Oberliga-Absteiger Tündern aufgrund einer umstrittenen Roten Karte unter die Räder. In der 36. Minute sah Tünderns Innenverteidiger Kris-Lennart Müller die Ampelkarte wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit. Nach Meinung von BW-Trainer Alexander Stamm war diese jedoch unberechtigt: „Kris-Lennart hat sich mit einem Gegenspieler bei einem Freistoß behakt, ein ganz normaler Strafraumzweikampf. Dann ging er zu Boden und sah plötzlich die Rote Karte. Niemand hat sich beschwert, keiner hat da einen Tritt, wie es uns dann erläutert wurde, gesehen. Bis dahin waren wir voll im Spiel und mindestens auf Augenhöhe. In Überzahl konnte Evesen dann seine Qualitäten ausspielen.“ Auf den frühen Gegentreffer von Jan-Christoph Thom (15.) hatten die Blau-Weißen in Person von Flamur Dragusha noch eine passende Antwort – er erzielte fünf Minuten später das 1:1.
Dann ereignete sich die aus Sicht von Stamm spielentscheidende Szene: Rot für Müller und zu allem Überfluss gab es noch einen Strafstoß, den Nico Kleiber für den VfR zum 2:1 verwandelte. Nach dem Seitenwechsel wurde es schließlich deutlich. Stamm: „Wir haben in der zweiten Halbzeit gut verteidigt, dann aber einen Doppelschlag bekommen, der uns das Genick gebrochen hat.“ Bennet und Lennard Heine erhöhten in der 69. und 71. Minute auf 4:1 – die Vorentscheidung. Erneut Bennet Heine und Thom sorgten schließlich für den 6:1-Endstand. „Man kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben alles gegeben. Aber wenn du ein Mann weniger bist gegen so einen Gegner, wird es extrem schwierig. Evesen hat absolut verdient gewonnen. Der Spielverlauf ist für uns jedoch sehr bitter“, resümierte Stamm. Durch die Niederlage bleibt Tündern punktgleich mit den Abstiegsrängen und trifft in der nächsten Woche auf das nächste Topteam: den 1. FC Wunstorf.
BW Tündern: Fischer, Hilker, Kowalski (67. Baumeister), Jobe, dos Santos (65. Manka), Müller, Kramer, Zurmühlen, Tegtmeyer, Dragusha, Bödecker.
Tore: 1:0 Jan-Christoh Thom (15.), 1:1 Flamur Dragusha (20.), 2:1 Nico Kleiber (37./Strafstoß), 4:1 Bennett Heine (69.), 4:1 Lennard Heine (71.), 5:1 Bennett Heine (82.), 6:1 Thom (89.).
Besonderes: Rote Karte für Tünderns Kris-Lennart Müller (36.).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
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