01.06.2024 18:48

Landesliga


„Nervenaufreibend“ - Halvestorf dreht 0:2 im Abstiegskampf und schlägt Topteam!

1:7-Pleite beim Absteiger: Tündern geht in Sarstedt unter!
Soeren Vespermann SSG Halvestorf Fussball Landesliga Jubel
Sören Vespermann leitete mit dem 1:2 die Halvestorfer Wende ein.

SSG Halvestorf – TSV Krähenwinkel/Kaltenweide 4:2 (2:2).

Die SSG Halvestorf hat im Kampf um den Landesliga-Verbleib überraschende Punkte geholt! Gegen das Topteam aus Krähenwinkel und Kaltenweide drehte die SSG einen 0:2-Rückstand und kämpfte sich zumindest über Nacht ans rettende Ufer. Am Sonntag kann der FC Lehrte beim Duell gegen den OSV Hannover bereits mit einem Remis wieder vorbeiziehen, ehe am letzten Spieltag die Halvestorfer gegen Spitzenreiter HSC Hannover spielen und der FCL ausgerechnet bei BW Tündern antritt.

„Es war wieder nervenaufreibend. In der 40. Minute hat RadioAktiv angerufen. Da habe ich noch gesagt, dass es angesichts des 0:2-Rückstands nicht gut aussieht. Der TSV hat zu diesem Zeitpunkt verdient geführt und das Spiel bestimmt“, erklärte Halvestorfs Sprecher Burkhard Büchler. Kaum hatte Büchler aufgelegt, trafen die Piepenbusch-Kicker jedoch zum 1:2. Nach einer Einzelaktion von Dennis Fulek staubte Sören Vespermann ab (41.). Büchler: „Von da an waren wir im Spiel.“ Noch vor der Pause stand es plötzlich 2:2 – Jan-Christoph Thom setzte sich im Strafraum durch und traf zum Ausgleich ins kurze Eck. „Da haben sich alle gewundert, wie es plötzlich mit einem Unentschieden in die Kabine gehen konnte“, schmunzelte Büchler.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste die erste Chance. In der 47. Minute köpfte ein TSV-Akteur aus kurzer Distanz knapp daneben. Im Gegenzug hatte die SSG in Person von Fulek eine Riesenchance, doch scheiterte dieser am Keeper der Gäste. In der 58. Minute kassierte Krähenwinkel dann eine Gelb-Rote Karte und musste in Unterzahl weiterspielen. Nur 60 Sekunden später zog Halvestorf das Spiel dann komplett auf seine Seite: Thom schlug eine lange Flanke auf Fulek, der legte den Ball mit der Brust für Mehmet Üzün ab und Letzterer traf zum umjubelten 3:2. Damit nicht genug: In der 79. Minute schickte Özün einen Mannschaftskollegen Thom in die Tiefe, dieser umkurvte den Torwart und schob zum 4:2 ins leere Tor ein.

„Krähenwinkel wollte in Unterzahl auf das 3:3 gehen, wir haben uns hingegen auf lange Bälle beschränkt, die aber immer wieder für Gefahr gesorgt haben. Ein Sonderlob  muss man an unsere beiden Innenverteidiger, Tim Arndt und Nils Bollwitte, richten. Die beiden haben hinten super abgeräumt. In Überzahl haben wir es dann relativ sicher über Zeit bekommen“, resümierte Büchler, der am Rande ebenfalls bekannt gab: „Wir freuen uns, dass Stephen Sword als Torwarttrainer der ersten Herren weitermacht.“
SSG Halvestorf: Kallmeyer, Elias, Rexha, Özün, Vespermann, Eickhoff (76. Karayilan), Paraschiv, Brixius, Fulek, Thom, Arndt.
Tore: 0:1 Philipp Kahl (14.), 0:2 Xelat Atalan (21.), 1:2 Sören Vespermann (41.), 2:2 Jan-Christoph Thom (44.), 3:2 Mehmet Özün (59.), 4:2 Thom (79.).
Besonderes: Gelb-Rot für Krähenwinkels Christopher Marre (58.).

1. FC Sarstedt – BW Tündern 7:1 (3:0).

Der sichere Landesliga-Klassenerhalt ist den Blau-Weißen offenbar zu Kopf gestiegen – gegen den feststehenden Absteiger 1. FC Sarstedt hagelte es eine 1:7-Klatsche. „Ein Totalausfall. Von der ersten bis zur letzten Minute war das eine indiskutable Leistung. Das ist auch nicht mit zwei, drei Ausfällen entschuldbar. Das war lustlos, uninspiriert und arrogant. Die Mannschaft hat sich damit selbst geschadet und den Verein nicht würdig vertreten“, fand Tünderns Sprecher Willi Gurgel nach Abpfiff deutliche Wort in Richtung seiner Windmühlenkicker. Bereits zur Pause gerieten die Blau-Weißen mit 0:3 in Rückstand. „Sarstedt hat den Ball gut laufen lassen, das können sie. Und vor dem Tor waren sie richtig effizient“, zollte Gurgel dem Gegner Respekt, vermisste bei seinen Farben aber auch die Gegenwehr: „Wir haben sie einfach ihr Ding machen lassen.“

Nach dem Seitenwechsel blieb ein Aufbäumen der Gäste aus. Im Gegenteil: Der 1. FC steuert in seinem vorerst letzten Landesliga-Heimspiel unbeirrt seinem höchsten Saisonsieg entgegen. „Nach der deutlichen Analyse in der Halbzeit war kein Wille erkennbar, jetzt noch einmal alles zu geben. Das ist kaum erklärbar“, so Gurgel. Den Ehrentreffer für Tündern markierte Julian David zum zwischenzeitlichen 1:5. „Egal um was es geht, so darf man sich nicht präsentieren“, betonte der Sprecher abschließend. Am letzten Spieltag bestreiten die Tünderaner noch ein Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten FC Lehrte und könnte der SSG Halvestorf möglicherweise Schützenhilfe leisten.
BW Tündern: Fischer, David, Heller, dos Santos, Müller, Williams (66. Hanus), Henze, Schieb, Jermakowicz, Rebic, Bödecker.
Tore: 1:0 Jonas Jürgens (9.), 2:0 Max Schäfer (24.), 3:0 Aiman Hoballah (29.), 4:0 Christian Schäfer (50.), 5:0 Jürgens (56.), 5:1 Julian David (62.), 6:1 Connor-Tyron O'Donnell (78.), 7:1 Moritz Müller von Blumencron (85.).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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