16.11.2022 14:57

Bezirksliga


Einbruch bei BW Salzhemmendorf - Halvestorf mit großem Respekt vor Afferde

Vier von sechs Hameln-Pyrmontern befinden sich in akuter Abstiegsgefahr
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Eintracht Afferde hofft auf eine Überraschung am Piepenbusch.

BW Salzhemmendorf – SV BW Neuhof (Samstag, 14 Uhr).

Sieben Spiele, sieben Niederlagen – die Bilanz der letzten Wochen fällt bei den Salzhemmendorfern  drastisch aus. Die Konsequenz: Die Ostkreisler sind Drittletzter und haben bereits fünf Punkte Rückstand auf den ersten Nicht-Absteiger aus Aerzen. Trotz der prekären Lage können die Blau-Weißen gegen den Aufstiegsaspiranten aus befreit aufspielen. „Sollten wir gegen Neuhof punkten, wäre das ein reiner Bonus. Niemand erwartet da von uns, dass wir den Gegner besiegen. Nichtsdestotrotz werden wir Neuhof die Punkte nicht schenken, sondern wollen sie ordentlich ärgern. Das sind wir unseren Zuschauern schuldig, die mussten in den letzten Wochen schon genug leiden“, erklärt BW-Spartenleiter Nico Granzow. Gegen den FC Bad Pyrmont Hagen verlor „Solte“ in der letzten Woche deutlich mit 0:6. „Da war die Ausgangslage ähnlich und es ist uns überhaupt nicht gelungen, den Gegner vor größere Probleme zu stellen“, so Granzow. Die Spielvorbereitung könnte bei den Salzhemmendorfern jedenfalls besser sein – aufgrund eines Einbruchversuchs ins Vereinsheim war das Schluss so demoliert, dass die Flutlichtanlage aus bleiben musste. Granzow: „Also sind wir laufen gegangen.“ Zudem kläre sich die personelle Lage aufgrund einiger unklarer Personalien erst kurzfristig.

SSG Halvestorf – SV Eintracht Afferde (Sonntag, 14 Uhr).

Spitzenreiter Halvestorf empfängt den aktuellen Abstiegskandidaten aus Afferde zum Kreisderby. Für die SSG ist es das dritte Lokalduell in Folge. „Wir wollen auch das letzte Derby in diesem Jahr erfolgreich gestalten. Mit Afferde kommt jedoch eine Mannschaft zu uns, die viel stärker ist, als es die Tabelle momentan vermuten lässt. Der Gegner ist unter Zugzwang und will uns sicherlich zu Fall bringen. Aber wir brauchen die Punkte selbst, um unsere Tabellenführung zu behaupten“, erklärt Halvestorfs Trainer Dennis Hoferichter die Ausgangslage vor dem Duell. Am Sonntag erwartet der Coach eine deutliche Leistungssteigerung: „Wenn wir so spielen wie zuletzt gegen Tündern, werden wir Probleme bekommen.“ Wieder dabei ist Egcon Musliji und auf die Rückkehr von Josh Jürgens wird zumindest gehofft. Can Gürek, Nils Bollwitte und Nils Witthuhn fallen hingegen für den Rest des Jahres aus.

Die Eintracht aus Afferde feierte nach schwierigen Monaten zuletzt einen 2:1-Achtungserfolg gegen den MTV Almstedt, verbleibt jedoch weiterhin auf einem Abstiegsplatz. „Wenn wir am Wochenende nachlegen können, wäre das natürlich optimal. Mit einem Punkt wären wir schon hochzufrieden. Auf der anderen Seite wissen wir natürlich um die Stärke des Gegners. Halvestorf steht zurecht da oben. Bei uns ist hingegen immer noch viel Sand im Getriebe. Wir wollen vor der Winterpause aber noch einmal in Gang kommen und so viele Punkte wie möglich holen“, unterstreicht Afferdes Sprecher Aaron  Oefler. Personell verändert sich im Vergleich vor Vorwoche nichts. Oefler: „Es ist nicht mehr ganz so schlimm wie noch vor ein paar Wochen, aber gut sieht auch anders aus.“

SV 06 Holzminden – BW Tündern U23 (Sonntag, 14 Uhr),

Das Bezirksliga-Schlusslicht aus dem Windmühlendorf steht nach drei Heimspielen und -niederlagen vor einem Aufsteigerduell in Holzminden. Obwohl die Blau-Weißen mit nur einem Zähler längst vom Rest der Liga abgehängt wurden und der Rückstand zum rettenden Ufer bereits 16 Punkte beträgt, scheint die Motivation der Tünderaner ungebrochen. „Die letzten Spiele geben weiterhin Hoffnung, dass es dieses Jahr noch zu weiteren Punktgewinnen reichen könnte. Gerade das Spiel gegen Halvestorf hat richtig Spaß gemacht, auch wenn es am Ende zu nichts gereicht hat. Die Einstellung ist da bei den Jungs, was man nach 13 Niederlagen am Stück nicht unbedingt erwarten kann. Jeder reißt sich den Allerwertesten auf, um in die Erfolgsspur zu kommen. Holzminden ist ein Gegner auf Augenhöhe. Einen Punkt wollen wir mitnehmen. Personell wird wieder etwas rotiert“, erklärt Tünderns Trainer Alexander Liebegott. 

TuS GW Himmelsthür – MTSV Aerzen (Sonntag, 14 Uhr).

Auch für die Aerzener steht ein möglicherweise richtungsweisendes Duell an. Mit Himmelsthür wartet ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf. Während der MTSV sich aktuell mit 17 Zählern ans rettende Ufer krallt, hat Aufsteiger Himmelsthür ein „Pünktchen“ mehr auf dem Konto. „Alleine die Tabelle sollte die Wichtigkeit der anstehenden Partie verdeutlichen. Dass wir letzte Woche gegen Holzminden 3:1 gewonnen haben, war für uns sehr wichtig. Das Spiel hat uns verdeutlicht, dass wir absolut siegfähig sind – sofern wir voll fokussiert sind. Himmelsthür ist ein sehr guter Aufsteiger, der gerade spielerisch überzeugen kann“, erläutert Aerzens Trainer Gaetano Bartolillo, der allerdings noch nicht weiß, welcher Kader ihm zur Verfügung steht: „Wir haben einige angeschlagene oder kranke Spieler. Daher wird sich vieles erst kurzfristig entscheiden.“

FC Ambergau-Volkersheim – FC Bad Pyrmont (Sonntag, 14 Uhr).

Zum Verfolgerduell kommt es am Sonntag in Ambergau, wenn der Tabellendritte aus der Kurstadt sich beim -vierten vorstellt. „Ambergau hat eine richtig gute Truppe. Im Hinspiel haben wir zwar 5:2 gewonnen, aber das Ergebnis täuscht über einiges hinweg. Die letzten beiden Tore haben wir erst kurz vor Schluss gemacht, bis dahin war es eine enge Kiste. Dass wir in Ambergau spielen, macht Aufgabe nur noch schwieriger. Die lange Anfahrt ist unangenehm und der kleine sowie hügelige Platz und die Wetteraussichten lassen wohl nur ein Kampfspiel zu.  Da müssen  unsere Jungs mehr als 100 Prozent geben. Sogar Halvestorf hat dort verloren und mit Jan Laumann haben sie einen der besten Stürmer der Liga. Wir müssen gehörig aufpassen“, stellt FC-Sprecher Markus Loges klar. Die Verletzten liste ist beim FCBPH zwar weiterhin lang, jedoch steht zumindest Marcus Middel vor seiner Rückkehr. Loges: „Jetzt können wir froh sein, dass wir so einen breiten Kader haben.“
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
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