09.06.2024 19:20

2. Kreisklasse


96. Minute, letzte Aktion: Warnecke schießt SGHE zur Meisterschaft!

Kellerkinder im Siegesrausch
SG Hastenbeck Emmerthal Meisterfoto Fussball Kreisklasse
Letzte Woche das Aufstiegsfoto und diese Woche das Meisterbild: die SG Hastenbeck/Emmerthal. Foto: privat,
Von Lara Biester

SG Hastenbeck/Emmerthal II - SG Klein Berkel/Königsförde II 3:2 (1:2)

Zunächst Verwunderung, weshalb der sonst so zuverlässige Trainer Marco Job nicht ans Telefon ging. „Marco ist gerade mit den Jungs auf der Hüpfburg“, löste SGHE-Betreuerin Sandra Höllenriegel am Telefon auf. Denn zuvor siegten die Hausherren  im Finale um die Meisterschaft gegen den Herausforderer aus dem Hummetal. Die Gastgeber führten die Tabelle vor dem Spiel mit jetzt 56 Punkten an, während die Zweitbesetzung der SG Klein Berkel/Königsförde mit einem Punkt weniger dahinter lag. Die Zuschauer durften sich also auf ein spannendes Duell freuen.

Beide Mannschaften kamen gut in ihr Spiel und man merkte förmlich das Duell um die Meisterschaft. In den ersten 30 Minuten kämpften beide Seiten um Ballgewinne und versuchten in Führung zu gehen. Doch erst in der 32. Minute überlief Top-Torschütze Mason Just die Hastenbecker und traf zum 1:0 für Klein Berkel. Die Freude hielt allerdings nicht lange an, da Felix Niemeyer in der 38. Spielminute zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort stand und zum 1:1 ausglich. Nur wenige Minuten später war es erneuert Mason Just, der mit seiner hohen Geschwindigkeit alle Spieler seine Staubwolke schmecken lies und seine Mannschaft erneut in Führung schoss. „Das Spiel war wirklich hart umkämpft. Beide Seiten haben alles gegeben und das hat man eben auch gemerkt. Aber wir wollten unbedingt gewinnen“, erklärte Trainer Marco Job.

Nach der Halbzeitpause nutzte Michael Besecke seine Größe und traf mit dem Kopf zum 2:2. Das Spiel nahm an Geschwindigkeit zu und Chancen gab es auf beiden Seiten. „Manche Spieler hätten sich mit dem 2:2 vielleicht schon zufrieden gegeben. Aber dann haben wir noch sechs Minuten Nachspielzeit bekommen und ich wusste, dass da noch etwas geht“, so Job. Fünf Minuten lang sah es auch so aus, als würden sich beide Mannschaften mit einem Punktgewinn zufrieden geben müssen. So war es der letzte Angriff der Hastenbecker, der dem Spiel in der letzten Sekunde die entscheidende Wendung gab. Nach einem langen Freistoß kam der Ball zu Janis Warnecke, der das Leder zum 3:2 in die Maschen beförderte und seine Mannschaft damit zur Meisterschaft führte. Marco Job betonte: „Die Jungs haben heute wirklich gekämpft und bis zum Ende alles gegeben. Sie haben mit Krämpfen weitergespielt und sich dann am Ende des Tages auch belohnt. Ich freue mich sehr, dass wir hier heute mit gutem Essen, kalten Getränken und einer Hüpfburg feiern können.“
Tore: 0:1 Mason Just (32.), 1:1 Felix Niemeyer (38.), 1:2 Mason Just (41.), 2:2 Michael Besecke (66.), 3:1 Janis Warnecke (90+6.)
Von Robin Besser

VfB Hemeringen II – TC Hameln 0:1 (0:0).

Im Keller bleibt alles dicht beieinander. Nachdem der MTV Coppenbrügge bereits am Samstag mit 2:0 triumphiert hatte, legte TC Hameln am frühen Sonntagnachmittag direkt mit einem Sieg nach. Dabei sah es lange Zeit nach einem torlosen Remis aus. „Es war ein lauer Sommerkick. Man hat gemerkt, wo beide Teams in der Tabelle stehen. Beide Teams haben viele Fehlpässe gespielt. Gemessen an den Chancen hatten wir in der ersten Halbzeit noch etwas mehr vom Spiel“, gab VfB-Trainer Jörg Pydde zu Protokoll.  Jonas Irmer und Michel Wolf strahlten Gefahr aus der Distanz aus, zudem verpasste Letzter bei einer Hereingabe knapp die Kugel.

Auf der Gegenseite hatte Michael Whitehead aus 25 Metern den besten Versuch der TCler. „Nach dem Seitenwechsel plätscherte die Partie dann vor sich hin“, so Pydde weiter. Der eingewechselte Tobias Beil traf in der 75. Minute zwar noch den Querbalken, ansonsten war vor den Toren wenig los. Als die meiste Akteure und Zuschauer schon mit einer Punkteteilung rechneten, setzten die Gäste doch noch den „Lucky Punch“. Hamelns Justice Obeng wurde an der Sechzehnerkante angespielt, drang in den Strafraum und versenkte die Kugel im Knick. Damit ziehen die Gäste wieder an Coppenbrügge vorbei, bleiben durch den gleichzeitigen Sieg der SG Rohden aber auf Rang elf.
Tore: 0:1 Justice Obeng (87.).

SG Rohden/Segelhorst/Großenwieden – TuS Löwensen 5:3 (1:2).

Die SG Rohden komplettiert das Siegesgeschwader der Abstiegsbedrohten – und sorgt damit dafür, dass in Sachen Ausgangslage im Kampf um den Klassenerhalt alles beim Alten bleibt (Coppenbrügge auf zwölf, TC Hameln auf elf, SG Rohden auf zehn, SG Hameln 74 auf neun). „Es war eine faire Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Auch von den Spielanteilen war die Begegnung heute ausgeglichen“, erklärte SG-Trainer Sascha Henschke, der sein Team durch Fabian Görlitz früh in Führung gehen sah (9.). Nach einem schnellen Doppelpack der Barakat-Brüder Mussa und Issa (17./20.) schienen die favorisierten Kurstädter auf Kurs. Nach einem Lattenpraller von Kevin Apelt (24.) und einer Großchance von Görlitz (31.) dauerte es bis in die zweite Hälfte, ehe Kevin Apelt den Ausgleich für die Spielgemeinschaft erzielte. Zwar brachte Soner Sahin die Gäste nur 120 Sekunden später erneut in Front (49.), doch auch davon ließen sich die Gastgeber nicht beirren.

„Wir haben unseren Stiefel komplett durchgezogen und die Köpfe nicht hängen lassen“, lobte Henschke später. So nutzte Dennis Apelt nur weitere vier Minuten später einen Defensivfehler der Gäste zum 3:3 aus. Und dann kippte die Begegnung endgültig zugunsten der Hausherren. Keno Fricke verwandelte einen Strafstoß (62.) und Edmond Mahmuti ging als Nutznießer von einem Fehlpass der Gäste hervor (65.). Damit war die Partie entschieden. Henschke war nach dem Abpfiff dementsprechend zufrieden: „Das war ein ganz wichtiger Sieg. Die ganze Mannschaft war heute überragend und hat die Fehler des Gegners eiskalt ausgenutzt. Besonders Niklas Röser und Kevin Apelt haben im Mittelfeld richtig gut gearbeitet.“
Tore: 1:0 Fabian Görlitz (9.), 1:1 Mussa Barakat (18.), 1:2 Issa Barakat (20.), 2:2 Kevin Apelt (47.), 2:3 Soner Sahin (49.), 3:3 Dennis Apelt (53.), 4:3 Keno Fricke (62./Strafstoß), 5:3 Edmond Mahmuti (65.).
Besonderes: Gelb-Rote Karte für Löwensens Jannik Bernert (84.).

TSV Brünnighausen – BW Tündern III 2:5 (2:2).

Tündern III hat Tabellenplatz fünf eingenommen. Nach 0:2-Rückstand kamen die „Schwalben“ in Brünnighausen letztlich noch zu einem 5:2-Erfolg. „Wir sind eigentlich gut reingekommen“, schilderte TSV-Sprecher Robert Kügler, der sein Team durch Pete Reineke und Maximilian Reiss vorlegen sah. Doch noch vor der Pause kamen die Gäste zurück ins Geschehen. Serdal Aydin versenkte einen Freistoß aus 18 Metern ansehnlich im Kasten, Niko Kralj glich kurz darauf aus.

„Die eine oder andere Schiedsrichterentscheidung war heute fraglich. Auch deshalb haben wir den Faden heute verloren“, betonte Kügler, der mit seinem Team anschließend in Rückstand geriet. Niclas Gierke, Malte Grehl und Blenard Shala stellten das Ergebnis auf den Kopf. „Wenn du dann 2:4 hintenliegst, wird es auch schwierig, sich nochmal aufzuraffen, wenn es um nichts mehr geht. Zudem haben sich zwei Spieler verletzt. Einen konnten wir durch einen Zuschauer noch kompensieren, nach dem zweiten Ausfall mussten wir dann etwas 20 Minuten in Unterzahl spielen“, so der Sprecher abschließend.
Tore: 1:0 Pete Reineke, 2:0 Maximilian Reiss, 2:1 Serdal Aydin, 2:2 Niko Kralj, 2:3 Niclas Gierke, 2:4 Malte Grehl, 2:5 Blenard Shala.
1 / 1289

Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
Telefon: 05155 / 2819-320
besser@awesa.de

Webdesign & CMS by cybox