22.09.2023 11:02

2. Kreisklasse


„Hören endlich auf durchgängig von 'Malle' zu reden“

Gipfeltreffen in Nettelrede - „Erster gegen Zweiter – ich hoffe, dass sich die Tabellenkonstellation im Spiel widerspiegelt" / Kügler: „Am Wochenende steht für uns das wahre Derby an“
SG Klein Berkel Koenigsfoerde Fussball Kreisklasse Torjubel
Mit einem Sieg können die Hummetaler aus Klein Berkel und Königsförde am Sonntag die Tabellenführung übernehmen.

VfB Hemeringen II – SG Hastenbeck/Emmerthal (Samstag, 15 Uhr).

Bereits am Samstag empfängt der VfB mit der SGHE ein derzeitiges Topteam der 2. Kreisklasse. „Mit Hastenbeck/Emmerthal kommt eine absolute Spitzenmannschaft zu uns. Sie haben mit Erwin Christea den besten Torjäger der Klasse. Trotzdem müssen wir alles geben, um zuhause gegen sie zu punkten. Da allerdings einige Spieler aus persönlichen und verletzungsbedingten Gründen fehlen, wissen wir, dass es schwierig wird. Timo Pydde wird die Mannschaft als Interimstrainer betreuen und die Mannschaft sehr gut einstellen“, berichtet Hemeringens Trainer Jörg Pydde, der persönlich nicht zugegen sein wird. Die Stimmung der Gäste ist nach dem 6:1-Sieg gegen den bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter aus Nettelrede bester Laune. „Wir wollen anknüpfen an die Leistung gegen Nettelrede. Da hat man gesehen, was in der Mannschaft steckt. Wir haben endlich mal den Ball ordentlich laufen lassen, hinten sicher gestanden und vorne unsere Chancen effizient genutzt. Gegen Hemeringen erwarte ich aber wieder ein ganz anderes Spiel – einen tiefstehenden Gegner, der uns das Spiel nicht leicht machen wird. Wie schwierig es in Hemeringen ist, wissen wir noch aus der letzten Saison. Da gab es mit Ach und Krach einen knappen Sieg. Wenn die Einstellung meiner Mannschaft an diesem Tag passt, wir wieder die entscheidenden Zweikämpfe und vor allem die zweiten Bälle gewinnen, dann bin ich optimistisch, dass wir auch aus Hemeringen was Zählbares mitnehmen können“, sagt Trainer Marco Job. Personell sieht es bei der Spielgemeinschaft nicht ganz so gut aus wie zuletzt. „Aufgrund des Samstagspieles fallen bei mir zwei bis drei Spieler wegen Arbeit aus. Robin Pedersen fehlt urlaubsbedingt“, so Job.

TSV Nettelrede II – SG Klein Berkel/Königsförde II (Sonntag, 12.30 Uhr).

In „Grönje“ kommt es zum Spitzenspiel: Der Tabellenführer empfängt den ärgsten Verfolger aus dem Hummetal. „Es ist angerichtet. Wir haben mit dem 1:6 gegen die SGHE Federn gelassen und Klein Berkel hat seine Hausaufgaben gemacht. Schauen wir mal, ob nicht nur Topspiel draufsteht, sondern auch drin ist. Uns hat der Nackenschlag gut getan. Die Jungs sind wieder auf dem Boden der Tatsachen und hören endlich auf durchgängig von 'Malle' zu reden. Wir sind auf Wiedergutmachung aus und wollen am Sonntag unsere Tabellenposition behaupten“, meint TSV-Trainer Patrick Gruschka. Auch SG-Coach Jochen „Tango“ Illert fiebert dem Duell entgegen. „Erster gegen Zweiter – ich hoffe, dass sich die Tabellenkonstellation im Spiel widerspiegelt und wünsche uns ein spannendes, schönes und faires Fußballspiel. Dabei wird Nettelrede auf Wiedergutmachung aus sein und wir wollen der Primus werden. Leider fehlen mir ausgerechnet jetzt vier wichtige Spieler. Trotzdem sind wir gut aufgestellt, da wir in dieser Saison gleichwertig tauschen können.“

TSV Brünnighausen – MTV Coppenbrügge  (Sonntag, 13 Uhr).

Lokalderby in Brünnighausen! „Am Wochenende steht für uns das wahre Derby an“, unterstreicht TSV-Sprecher Robert Kügler. Die Hausherren siegten zuletzt in einem spektakulären Duell mit 5:4 in Löwensen. „Im letzten Spiel haben unsere Offensivleute den Hebel umgelegt. Nun muss die Defensive auch mal den Laden dicht und kompakt halten - quasi das Gegenteil von Nancy Faeser und ihrer Wählerschaft in Hessen. Wir wollen gewinnen, ohne wenn und aber, um weiterhin oben mitzuspielen. Ausfallen werden definitiv Marvin Siebert und Jörn Siegroth, die im Urlaub sind. Hinter zwei Spielern steht ein Fragezeichen. Begrüßen können wir dafür Marten Schweinebart, der seinen Marathon erfolgreich bestritten hat. Mal sehen, wie er die 42,195 km in 90 Minuten packen will“, geht  Sprecher Kügler davon aus, dass Schweinebart die Laufarbeit für alle erledigt. Der MTV kann den Anpfiff kaum abwarten. „Beim TSV wollen wir diese Saison den ersten Derbysieg einfahren. Dazu müssen wir aber wieder stabil in der Defensive stehen wie zuletzt gegen Hemeringen. Brünnighausen ist gut in die Saison gestartet, hat aber zuletzt einige Punkte liegen lassen. Auf dem kleinen Platz sind sie es gewohnt zu spielen, da müssen wir uns erstmal zurecht finden. Das letzte Mal, als ich dort gespielt habe, ist schon über 25 Jahre her – damals sind wir mit der zweiten Coppenbrügger Herren durch die 3. Kreisklasse marschiert, im Mühlbachstadion hat es aber nur zu einem 3:3 gereicht“, hat Coppenbrügges Sprecher, Keeper und Vereinslegende David Mazurowski sein Elefantengedächtnis aktiviert.

SG Rohden/Segelhorst/Großenwieden – SG Hameln 74 (Sonntag, 13 Uhr).

Im Weserstadion gastiert die SG 74. Beide Kontrahenten haben derzeit sechs Punkte mit je zwei Siegen auf dem Konto. „Die SG hat diese Saison genauso viele Punkte gesammelt wie wir. Laut der Tabelle sollte es also ein ausgeglichenes Spiel sein. Trotzdem werden wir versuchen, die drei Punkte zu Hause zu behalten“, so SG-Trainer Sascha Henschke. Die Hamelner siegten in der letzten Woche mit 6:3 gegen das Schlusslicht aus Bad Münder.

TuS SW Löwensen – SG Wallensen/Marienhagen II (Sonntag, 15 Uhr).

Die Heimserie der Löwenser geht in die dritte Runde. Die letzten beiden Heimauftritte der Schwarz-Weißen gingen spektakulär aus – sehr zum Ärger der Gastgeber: 5:5 gegen Marienau und 4:5 gegen Brünnighausen. „Mit Wallensen/Marienhagen ll kommt ein direkter Konkurrent am Sonntag nach Löwensen. Nach unseren letzten Partien fällt es mir ehrlicherweise schwer, mit breiter Brust und Schlachtparolen in dieses Spiel zu gehen. Wir waren in nahezu allen Spielen die bessere Mannschaft, brechen aber aufgrund von blöden, unnötigen Fehlern und der falschen Einstellung dann spätestens in der zweiten Hälfte ein. Wir brauchen die drei Punkte unbedingt, um die Wende einzuleiten, dann ist diese Saison noch alles drin. Das wird noch ein hartes Stück Arbeit, aber ich glaube daran, dass diese Mannschaft sich auf lange Sicht durchsetzen kann und wird“, unterstreicht TuS-Sprecher Rashad Kukhmazov. Die Ostkreisler fahren mit einer ordentlichen Portion Respekt zum Aufsteigerduell. „Löwensen hat mit die beste Offensive der Liga, von daher wartet eine Menge Arbeit auf unsere Verteidigung. Glücklicherweise sind Christian Kaps und Sebastian Braukmüller wieder mit von der Partie. Sie werden uns mehr Sicherheit in der Defensive geben. Offensiv sind wir hingegen immer in der Lage, unsere Akzente zu setzen. Wir sind nicht chancenlos in Löwensen“, sagt SG-Trainer Sven Hölscher.

TuSpo Bad Münder – TC Hameln (Sonntag, 15 Uhr).

Die Turnclubberer sind zu Gast beim noch sieglosen Schlusslicht aus dem Nordkreis. Ein Sieg für Hameln ist fast schon Pflicht, belegt die Elf von TC-Trainer Hendrik Vorpahl doch den Platz am rettenden Ufer. „Im Vergleich zur Vorwoche müssen wir auf zwei Spieler verzichten. Darüber hinaus stehen noch ein paar Fragezeichen im Raum, aber wir sind positiv gestimmt und werden eine gute Mannschaft stellen. Bad Münder steht ebenso wie wir tief im Tabellenkeller. Aber sie haben auch genau wie wir unter großen Personalsorgen zu leiden, weshalb beide Teams ihr wahres Potenzial bisher noch nicht zeigen konnten. Ich gehe daher von einer engen Partie aus und hoffe, dass es trotz der Tabellensituation von beiden Seiten eine faire und respektvoll geführte Partie wird. Nach dem verdienten Sieg gegen Tünderns Drittvertretung wollen wir am Sonntag gegen Bad Münder erneut dreifach punkten und unsere Lage in der Liga verbessern. Auswärts sind wir bisher noch punktlos, das soll sich Sonntag ändern. Wir wollen den positiven Trend der letzten Partien bestätigen“, hofft Vorpahl auf drei Punkte.
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
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