14.10.2008 00:00

Achtelfinale Vorberichte

Hilligsfeld hofft auf Überraschung, Emmerthal auf die Revanche
Kreispokal-Achtelfinale: Grohnde und Holzhausen wollen nächsten Kreisligisten ärgern
TB Hilligsfeld – SV Lachem (Freitag, 19 Uhr).
Das Pokalwochenende wird mit dem Duell der beiden Kreisligisten am Freitagabend eröffnet. Die Gäste gehen als Favorit ins Rennen, mischen sie doch im Spitzenfeld der Kreisliga mit. Auch im Punktspiel behielt die Mannschaft von Spielertrainer Muhammet Sen gegen die Pernath-Elf die Oberhand. Unter Flutlich hoffen die Hilligsfelder aber auf eine Überraschung. Dass sie dazu in der Lage sind, hat der Pokalsieg in Eimbeckhausen gezeigt. Das weiß auch TBH-Sprecher Bernd Hensel: „Wir wollen Lachem einen heißen Tanz bieten und für eine Überraschung sorgen. Der Pokal hat schließlich seine eigenen Gesetze.“ Hensel hofft auf eine konzentrierte Leistung der Gastgeber und eine bessere Durchschlagskraft im Angriff als zuletzt in der Liga. Bis auf den langzeitverletzten Florian Claus und Paul Fox hat Hilligsfelds Trainer Thomas Pernath alle Mann an Bord. Nur der Einsatz von Thorben Gebbe ist noch fraglich.

TSG Emmerthal – WTW Wallensen (Samstag, 14 Uhr).

In den letzten Spielen konnten die Emmerthaler nicht überzeugen und sind ins Kreisliga-Mittelfeld durchgereicht worden. „Gerade gegen das Team aus Wallensen haben wir einiges gut zu machen. In Wallensen sind wir vorgeführt worden und haben eines unserer schlechtesten Spiele hingelegt. So freue ich mich auf das Spiel und auf die Revanche“, stellt TSG-Trainer Markus Schwarz die Wichtigkeit der Partie heraus. Beim Punktspiel lagen die Ostkreisler schon nach wenigen Minuten mit 2:0 in Front. Wallensen gilt zudem als „Pokalmannschaft“ und wächst in diesem Wettbewerb regelmäßig über sich hinaus. Die Grün-Weißen sind also gewarnt. Ob TSG-Kapitän Murat Bendes spielen kann, ist noch nicht sicher. Fehlen wird auf Emmerthaler Seite weiterhin Spielmacher Hozan Mohamed. Wallensens Teamsprecher Dustin Anders rechnet mit einem ausgeglichenen Spiel zweier offensiv ausgerichteter Teams. „Emmerthal wird nach der Punktspielniederlage gegen uns motiviert sein. Offensive und spielstarke Mannschaften wie Emmerthal liegen uns“, meint Anders. WTW-Coach Uwe Kirsch steht am Samstag sein kompletter Kader zur Verfügung.

SC Diedersen – Eintracht Afferde (Sonntag, 14 Uhr).
Für den SC Diedersen ist diese Partie sicherlich so etwas wie das „Spiel des Jahres“. Die Eintracht aus Afferde rechnet daher gegen die junge und offensivstarke Giger-Elf mit einem ordentlichen Zuschaueraufkommen und einer bis in die Haarspitzen motivierten Heimmannschaft, die ein anderes Kaliber verkörpert als noch im letzten Jahr, als Afferde im Pokal in der zweiten Runde problemlos mit 6:0 in Diedersen gewinnen konnte. „Unsere Zielsetzung muss in Diedersen ganz eindeutig ausschließlich auf das Weiterkommen gerichtet sein. Obwohl wir uns im Klaren sind, dass es in dieser Partie für uns keinen Schönheitspreis zu gewinnen geben wird, sehen wir uns als klassenhöheres Team natürlich in der Favoritenrolle, der wir auch gerecht werden wollen“, meint Eintracht-Coach Michael Söchting. Bei dem Versuch, erneut das Viertelfinale zu erreichen, müssen die Afferder einmal mehr auf Kapitän Sascha Hartwig verzichten. Zu ihm gesellt sich nach dem Wallensen-Spiel nun Manndecker Paul Wojakowski, der mit einer Knöchelverletzung vermutlich bis nach der Winterpause ausfällt. Kaum denkbar ist zudem der Einsatz des erfahrenen Stefan Siekmann, der sich gegen Wallensen eine schwere Oberschenkelprellung zuzog. Dagegen stellte sich die Verletzung von Manndecker Sebastian Mour am Samstag „nur“ als eine Prellung heraus, sodass er Trainer Söchting am Sonntag zur Verfügung steht.   

TSV Grohnde – SG Flegessen (Sonntag, 14 Uhr).

Beide Mannschaften gehen mit Personalsorgen in die Partie. Während Grohndes Trainer Klaus Wellhausen auf Kapitän Frank Scheel, Alexander Blech und Torhüter Nils Conrad verzichten muss, plant Gäste-Coach Dirk Heyder am Sonntag aus unterschiedlichen Gründen ohne Matthias Leo, Sebastian Rippa, Lars Heyder und Mario Biermann. Auch Spielertrainer Heyder wird selbst nicht eingreifen können. „Das wird eine schwierige Aufgabe. Im Flegessens Aufstiegsjahr haben die bei uns in Grohnde 7:2 gewonnen“, erinnert sich Wellhausen nicht gerade gern an das Duell mit den Nordkreislern, die mittlerweile eine Etage höher spielen. Für ihn wird die Tagesform entscheidend sein. Sein Trainerkollege Dirk Heyder sieht die Chancen verteilt. „Ich erwarte ein enges Match. Wir müssen auf hohem Niveau spielen, um in Grohnde bestehen zu können“, glaubt Flegessens Trainer.

Remte Afferde – FC Latferde (Sonntag, 14 Uhr.)
Die Gastgeber aus der 1. Kreisklasse wollen das Spiel lange offen halten, hinten gut spielen und ihr Heil im Kontern suchen. „Wir müssen von Anfang an konzentriert aufspielen und dürfen die ersten 20 Minuten nicht wieder verschlafen. Im Pokal zeigen wir immer ein anderes Gesicht“, sagt Remte-Coach Sven Hinzmann, der gegen Latferde wieder auf Bektas Güraslan, Abus und Jens Lücke zurückgreifen kann. Die Gäste reisen als Favorit nach Rohrsen. Dennoch hat Latferdes Teamsprecher Markus Heutmann Respekt vor den Gastgebern: „Remte hat wahrlich keine schlechte Mannschaft. Wir dürfen die auf keinen Fall unterschätzen.“ Schon in der Vorrunde bei Friesen Bakede hatte der Leistungsklassen-Klub Probleme. Latferdes Trainer Joachim Gasde muss auf Karsten Heutmann und Stephan Schünemann verzichten, die vorerst nicht mehr für die erste Mannschaft spielen. Spartenleiter Markus Heutmann: „Sie lassen die Mannschaft im Stich.“

Germania Hagen – TuS Rohden (Sonntag, 15 Uhr).

Das Weiterkommen ist das klare Ziel beider Mannschaften. „Wir haben gegen Rohden etwas gutzumachen“, fordert Hagens Sprecher Robert Lippert im Rückblick auf die zwei Pokalniederlagen gegen den TuS in der nahen Vergangenheit. Hagens Trainer Dirk Sölla muss bei diesem Vorhaben allerdings auf Spielmacher Nils Lippert, Eike Martensen und Marvin Steinwedel verzichten. Dennoch geht seine Mannschaft auf eigenem Terrain als Favorit ins Rennen. Die Rohdener haben auf dem Hagen immer gut ausgesehen. Zudem hatte TuS-Trainer Uwe Rekate eine Eingebung: „Wir werden 2:1 gewinnen. Das habe ich geträumt.“ Er hat alle Spieler dabei. „Entweder scheiden wir in der ersten Runde aus oder wir kommen ins Endspiel“, weiß Rekate. Die erste Runde haben die Rohdener jedenfalls schon überstanden…

Inter Holzhausen – BW Salzhemmendorf (Sonntag, 15 Uhr).

„Salzhemmendorf ist klarer Favorit. Wir wollen Wiedergutmachung für das 2:7 am letzten Wochenende in Hastenbeck“, so Inter-Spielertrainer Rolf Schünemann, der mit dem Auftreten seiner Mannschaft in der Vorwoche ganz und gar nicht zufrieden war. Schünemann hat besonderen Respekt vor seinem alten Weggefährten Markus Nickel und der Defensive des Kreisligisten. Hinter dem Einsatz von Torjäger Cengiz Colak und Marvin Tasche stehen noch Fragezeichen. Bisher lief es für Inter im Pokal wie geschmiert: In der dritten Runde war für die SG Hameln 74 in Holzhausen Endstation. Zuvor warfen die „Schünemänner“ den Kreisligisten TSC Fischbeck aus dem Rennen. Daher wäre Salzhemmendorfs Trainer Manfred Lentge schon mit einem knappen Sieg zufrieden. „Es wir kein einfaches Unterfangen. Wir wollen aber im Pokal überwintern“, so Lentge, der auf Florian Krieter, Christian Mücke und wohl auch auf Michael Kahle verzichten muss.

TSV Großenwieden – TSV Bisperode (Sonntag, 15 Uhr).

Am Samstag verfolgt Bisperodes Trainer Andreas Meissner das Bundesligaspiel zwischen Werder Bremen und Borussia Dortmund im Bremer Weserstadion. Am Sonntag ist er dann mit dem TSV Bisperode schon wieder im „Weserstadion“ zu Gast. Ob im Großenwiedener „Weserstadion“ so große Pokal-Wunder wie in Bremen möglich sind, wird sich am Sonntag zeigen. Großenwiedens Trainer Jochen Krey hofft jedenfalls auf einen Pokal-Effekt: „Wir haben keine Chance. Und die wollen wir nutzen!“ Die Verletztenliste bei den Gastgebern wird immer länger. So muss Krey am Sonntag auf Kevin Rooney, Darko Nebojan, Gültekin Topcu, Christoph Güldner, André Beissner, Marcus Beissner, Jan Holstein, Marco Fromm und Steffen Pape verzichten. Zudem ist der Einsatz von Seref Aytug und Michael Eberle noch fraglich. Die Gastgeber wollen dennoch über den Kampf zum Erfolg kommen. Krey: „Das ist schon immer Goßenwiedens Stärke gewesen.“ Für Meissner und seine Bisperoder zählt nur das Weiterkommen. „Alles andere wäre ein Rückschlag“, so Meissner, der auf Mathias Stenke und Mirko Gasda verzichten muss.
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