14.06.2023 22:26

Kreispokal - Halbfinale


Wie letzte Saison: Lachem besiegt Großenwieden im Elfmeterschießen!

Majcan: „Wir waren nach dem verpassten Aufstieg sehr geknickt, aber das ist zumindest ein kleiner Trost“
Soner Aslan SV Lachem Fussball Kreisklasse
Soner Aslan erzielte mit einem sehenswerten Schlenzer das 1:0 für Lachem.

SV Lachem – TSV Großenwieden 5:3 nach Elfmeterschießen (1:1/0:0).

Lachem steht im Finale des Kreispokals und spielt damit am Samstag um 17 Uhr auf der Emmerthaler Bezirkssportanlage gegen WTW Wallensen. Im Elfmeterschießen hatte der „Underdog“ aus der 2. Kreisklasse, der am letzten Spieltag die Meisterschaft und den Aufstieg verspielte, das glückliche Ende auf seiner Seite. Deniz Durmus für Lachem und Denis Anklam für Großenwieden verwandelten die ersten Elfmeter. Nachdem Lachems Mehmet Terzioglu an Großenwiedens Keeper Bastian Glau scheiterte, parierte direkt darauf auch SVL-Schlussmann Artur Wesner den Versuch von seinem ehemaligen Mitspieler Bujamin Kiki – es blieb beim 2:2. Anschließend waren Mechid Chabo für Lachem und Daniel Wins für den TSV erfolgreich – 3:3. Baris Demirkaya verwandelte anschließend zum 4:3 für Lachem. Konstantin Schäfer musste nun zum 4:4 ausgleichen, schoss jedoch knapp drüber.  Damit hatte Kasim Yildirim den Sieg auf dem Fuß – und schoss seine Farben vor 160 Zuschauern ins Finale. Lachems Trainer Mirko Majcan war einfach nur glücklich: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Obwohl uns aktuell sechs Spieler fehlen, haben wir gekämpft und alles gegeben. Wenn einer für den anderen kämpft, kann man auch einen starken Gegner besiegen. Wir waren nach dem verpassten Aufstieg sehr geknickt, aber das ist zumindest ein kleiner Trost.“
In den vorangegangenen 90 Minuten spielte sich ein Großteil des Duells im Mittelfeld ab. Viele Zweikämpfe, teils hart geführt, aber nur selten grenzwertig und wenige Torchancen prägten das Bild im ersten Durchgang. Für das erste Raunen unter den Zuschauern sorgte ein Pfostentreffer des favorisierten Kreisligisten aus Großenwieden in der 44. Minute. Nach dem Seitenwechsel nahm das Duell direkt an Fahrt auf. Soner Aslan dribbelte an der Strafraumkante, schaute nach oben, erkannte, dass die Verteidiger nur zusahen und schlenzte das Leder aus rund 17 Metern rechts ins Eck – 1:0 für Lachem. Die Antwort der Elf von Spielertrainer Latif Kiki folgte sogleich. In der 52. Minute traf Kevin Raudzis nach einem Freistoß von Denis Anklam aus kurzer Distanz zum 1:1. In der Folge hatte Großenwieden mehr vom Spiel, forderte Keeper Wesner ein ums andere Mal. Doch so richtig gefährlich wurde es erst wieder in der 85. Minute: Abermals segelte ein gut getretener Freistoß von Anklam durch den Lachemer Strafraum und plötzlich kam Konstantin Schäfer aus einem Meter zum Abschluss. Wahrscheinlich selbst überrascht von diesem Geschenk, schoss er am rechten Pfosten vorbei. So blieb es beim Remis und das „Shootout“ musste herhalten. Der Rest ist bereits erzählt.

„Wir haben das Spiel gemacht, hatten die Chancen und haben sie nicht genutzt. Das ist einfach unglaublich bitter und zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Wir machen die Tore nicht und verlieren am Ende dieses Spiel, obwohl viel mehr drin war. Trotzdem Glückwunsch an Lachem. Wir drücken ihnen die Daumen im Finale“, verzweifelte Großenwiedens Co-Trainer Rassan Abdi bei seinem Abschiedsspiel regelrecht. Auch für weitere Akteure wie Latif und Bujamin Kiki oder Denis Anklam zerplatzte damit der Traum vom Pokalsieg vor Ablauf ihrer Zeit beim TSV. Lachem hingegen bewies einmal mehr Nervenstärke gegen den Lokalrivalen. Bereits in der letzten Saison kegelte die Elf von Trainer Majcan den TSV im Elfmeterschießen aus dem Pokal, damals im Viertelfinale.
SV Lachem: Wesner, B. Demirkaya, Stary, Durmus, Peters (67. S. Demirkaya), Sariboga, Salloum, Me. Chabo, Terzioglu, Mo. Chabo (65. Yildirim), Aslan.
TSV Großenwieden: Glau, Krey (85. Schäfer), Pydde (67. B. Kiki), Anklam, Karayilan, Berjawi, Raudzis (79. Sidibe), Maksuti, Benski, Wins, L. Kiki.
Schiedsrichter: Matthias Häfemeier.
Assistenten: René Mügge, Christoph Runne.
Zuschauer: 160.
Tore: 1:0 Soner Aslan (57.), 1:1 Kevin Raudzis (52.).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
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