21.06.2022 22:25

Kreispokal - Halbfinale


Avci unnachahmlich - Azadi erstmals in der Vereinsgeschichte im Pokalfinale!

„Das ist für uns eine unglaubliche Geschichte. Erst der Klassenerhalt in der Kreisliga und dann dieses i-Tüpfelchen – das ist einfach der Wahnsinn“
SV Azadi Hameln Jubelfoto Mohammed Avci
Hamelns Mohammed Avci (re.) bejubelt mit Davut Uzun seinen Treffer zum 2:0.

SV Lachem – SV Azadi Hameln 1:4 (0:2).

Azadi Hameln besiegt den „Underdog“ aus Lachem mit 4:1 und zieht damit erstmals in der Vereinsgeschichte ins Kreispokal-Finale ein. „Das ist für uns eine unglaubliche Geschichte. Erst der Klassenerhalt in der Kreisliga und dann dieses i-Tüpfelchen – das ist einfach der Wahnsinn“, schwärmte Azadi-Manager Yalcin Uzun nach Abpfiff.

Zuvor sahen die rund 250 Zuschauer einen dominanten Favoriten, der Lachems offensive Qualitäten durch große Kampfbereitschaft im Mittelfeld im Keim erstickte. Nach Balleroberungen suchten die „Adler“ ohne Umwege den Weg in die Spitze, wo Mohammed Avci immer wieder Lücken fand, um zu seinen gefürchteten Dribblings anzusetzen. Das gefiel den Lachemern, gespickt mit Bezirks- und Landesliga-erfahrenen Spielern, überhaupt nicht – sie hatten große Probleme, die nimmermüden Sprints von Avci in den Griff zu bekommen. In der 12. Minute traf Avci in Abseitsposition, in der 21. Minute entschärfte Lachems Fänger Enis-Kan Bolat und in der 27. Minute klatschte ein Freistoß des Hamelner Alleinunterhalters auf die Latte. Nur eine Minute später drang Avci erneut in den Strafraum ein und wurde, nachdem er einen Lachemer noch umkurvt hatte, zu Fall gebracht – Strafstoß. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte selbst und traf zum 1:0 (28.). In der 35. Minute erneut Avci: Nach einem langen Ball unterschätzte SVL-Abwehrchef Andreas Helmel die Durchschlagskraft des pfeilschnellen Angreifers und verlor den entscheidenden Zweikampf. Avci schob anschließend eiskalt zum 2:0 ein. Lachem kam erst in der 37. Minute zum ersten guten Torabschluss, doch Dennis Fulek konnte Hamelns Torhüter Obeid Alahmo nicht in Gefahr bringen.
In der zweiten Halbzeit musste Lachem den Weg nach vorne suchen – und das tat die Elf von Trainer Mirko Majcan. Allerdings sprangen dabei kaum gefährliche Szenen heraus: Ein Schuss von Dennis Fulek kam zu zentral (52.) und Seyhmus Karayilan verpasste das Gehäuse um Haaresbreite (80.). In der Schlussphase warf der SVL schließlich alles nach vorne. Dadurch öffneten sich wiederum Räume für die schnelle Hamelner Offensive, die nun kurzen Prozess machte: Ilias Karabalidis erhöhte nach einer Hereingabe aus kurzer Distanz auf 3:0. In der Folge kehrte bei den siegessicheren „Adlern“ der „Schlendrian“ ein, sodass Lachem zu einigen guten Chancen kam. Eine davon nutzte Fulek zum 1:3. Mittlerweile in der Nachspielzeit angekommen, machte der „Underdog“ jedoch keine Anstalten mehr, noch das Wunder zu vollbringen. Im Gegenteil: Ibrahim Seyyar sorgte für den 4:1-Endstand und Ekstase bei den zahlreichen Azadi-Fans.

Lachems Trainer Mirko Majcan resümierte: „Wir sind enttäuscht, weil wir nicht so gespielt haben, wie wir uns das vorgestellt hatten. Im Mittelfeld hatten wir keinen Zugriff und haben zu viele lange Bälle gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir den Anschluss nicht gemacht und mussten irgendwann aufmachen. Das 1:3 geht in Ordnung, 1:4 ist aber zu hoch. Azadi hat verdient gewonnen – Glückwunsch!“

Azadi-Manager Yalcin Uzun zog ebenfalls sein Fazit: „Beide haben alles gegeben. Anfangs waren wir noch nervös. Gegen eine Mannschaft aus einer niedrigeren Spielklasse hast du mehr zu verlieren. Aber wir haben Lachem nicht unterschätzt und wussten um ihre Qualitäten. Die Jungs haben die Reife gezeigt, die sie sich im Abstiegskampf aneignen mussten. Wir sind sehr stolz auf den Einzug ins Finale. Auf wen wir treffen, kann ich nicht sagen. Osterwald sollte man nicht unterschätzen, gerade mit den lautstarken Zuschauern im Rücken. Und Preussen Hameln kann jeden schlagen. Ich würde mich sehr über ein Hamelner Derby im Endspiel freuen."
SV Lachem: Bolat, Stary, Fulek, Durmus, Se. Karayilan, Peters, Salloum (73. Karakoc), Me. Chabo (85. S. Demirkaya), Mo. Chabo (66. Kaya), Helmel, Si. Karayilan (60. Popoci).
SV Azadi Hameln: Alahmo, Mussa, Gjelevic (82. Gökdemir), Uzun (72. Khoshnau), Karabalidis, T. Seyyar, Ördek, Shendi, Caka (78. Sen), Avci (78. I. Seyyar).
Schiedsrichter: N.-K. Schütte
Assistenten: K. Voss, M. Mühlenweg.
Zuschauer: 250.
Tore: 0:1 Mohammed Avci (28.), 0:2 Avci (35.), 0:3 Ilias Karabalidis (83.), 1:3 Dennis Fulek (90.), 1:4 Ibrahim Seyyar (90.+3).
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