05.09.2021 17:48

Oberliga


„Wenn du solche Gegentore bekommst, gehst du eben leer aus“

„Aus dem Spiel heraus hatten wir eigentlich besseren Chancen. Nur haben wir bei zwei Standards nicht aufgepasst und wenn du dann deine Chancen nicht nutzt, hat der Gegner auch irgendwo verdient gewonnen“
Foto: nls
Leon Baumeister hatte mit dem Kopf heute mehr Glück als mit den Füßen. Foto: Nils Propfen.

BW Tündern – FT Braunschweig 2:4 (1:2).

Gegen die Freien Turner aus der Löwenstadt musste sich Tündern die erste Heimniederlage der Saison eingestehen. „Aus dem Spiel heraus hatten wir eigentlich besseren Chancen. Nur haben wir bei zwei Standards nicht aufgepasst und wenn du dann deine Chancen nicht nutzt, hat der Gegner auch irgendwo verdient gewonnen“, erklärte Tünderns Trainer Alexander Stamm. Dabei begann das Spiel so gut für die Blau-Weißen: Bereits in der 8. Minute traf Tim Niclas Schumachers in Gerd Müller-Manier zum 1:0, schoss den Ball aus der Drehung in den Winkel. Doch beschönigte dieses Tor den Spielverlauf. „Wir haben in der ersten halben Stunde kaum ins Spiel gefunden, Braunschweig war besser und die Tore waren die logische Folge“, so Stamm. Bereits in der 18. Minute schlug Braunschweig in Person von Benedict Chandra zurück, ehe Joshua-Tjorven Roth nach einem Freistoß aus dem Halbfeld am langen Pfosten lauerte und aus acht Metern völlig freistehend das 2:1 erzielte (33.). Nur zwei Minuten zuvor verpasste Leon Baumeister noch die Tünderaner 2:1-Führung, FT-Keeper Timo Keul lenkte den Ball an die Latte.

„Bob“ gleicht aus

Kurz vor dem Seitenwechsel kam Baumeister erneut zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch aus kurzer Distanz (44.). „In der zweiten Halbzeit waren wir dann wesentlich besser im Spiel“, meinte Stamm. Die Windmühlenkicker drängten nun auf das 2:2. Zunächst ahnte Robin Tegtmeyer einen Rückpass der Braunschweiger, fing diesen ab, verpasste mit seiner Volleyabnahme jedoch das Tor aus rund 13 Metern. In der 60. Minute klappte es dann besser: Leon Baumeister zielte mit dem Kopf besser als mit seinen Füßen und nickte eine Flanke zum 2:2 in die Maschen. „Nach dem 1:0 und dem 2:2 hatte ich eigentlich ein gutes Gefühl, dass es heute mit drei Punkten klappen könnte. Leider waren wir heute bei Standardsituationen zu nachlässig“, bedauerte Stamm.

„Braunschweig war heute routinierter“

So auch in der 70. Minute, als die Braunschweiger erneut einen Freistoß in den Strafraum schlugen und wieder Roth die Freien Turner in Führung brachte – diesmal mit dem 3:2. In der Folge stellte Tündern auf eine Dreierkette um, um die Offensive zu stärken. Doch ging der Schuss nach hinten los: In der 89. Minute sorgte Simon Toprakli nach einem Konter für das 4:2 aus Sicht der Gäste. „Dieses Tor hatte letztlich keine Relevanz mehr. Braunschweig war heute routinierter und hatte durch Damir Vrancic im Mittelfeld viel Kontrolle. Trotzdem hatten wir in der Masse und auch in der Qualität die besseren Möglichkeiten aus dem Spiel heraus, um heute ein besseres Ergebnis zu erzielen. Ein Punkt wäre vielleicht verdient gewesen, wenn du solche Gegentore bekommst, gehst du eben leer aus“, resümierte Stamm und attestierte Chris Niebling, der von der Innenverteidigung auf die Sechs vorrücken musste, eine starke Leistung.
BW Tündern: Masur, Hanus (77. Kramer), Niebling, Müller (72. Rodrigues), Karadeniz (36. dos Santos), Tegtmeyer, Frese (68. Vespermann), Gurgel, Schumachers, Bödecker (36. Neckritz), Baumeister.
FT Braunschweig: Keul, Hintersdorf, Vrancic, Bollonia, Chandra, Müller, Kunze, Roth, Schreyer, Mastel, Moslener (77. Toprakli).
Schiedsrichter: Lampe.
Assistenten: Steffens, Hettwer.
Tore: 1:0 Tim Niclas Schumachers (8.), 1:1 Benedict Chandra (18.), 1:2 Joshua-Tjorven Roth (33.), 2:2 Leon Baumeister (60.), 2:3 Roth (70.), 2:4 Simon Toprakli (89.).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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