22.09.2021 12:39

Oberliga


Sechs-Punkte-Spiel: Tündern braucht im Kellerduell einen Sieg!

„Dieses kommende Spiel ist extrem wichtig. Aufgrund der aktuellen Tabelle ist es unwahrscheinlich, dass wir noch den rettenden fünften Rang erreichen. Viel mehr geht es darum gegen die direkte Konkurrenz so viele Punkte wie möglich zu holen“

Zuletzt lief es bei den Tünderanern gar nicht – Chris-Oliver Niebling & Co. brauchen gegen Göttingen allerdings dringend Punkte.

BW Tündern – SVG Göttingen (Freitag, 20 Uhr).

Am Freitagabend steigt zur „Primetime“ auf der Hamelner Kampfbahn ein richtungsweisendes Oberliga-Duell. Die Tünderaner empfangen das aktuelle Staffel-Schlusslicht, den SVG Göttingen. Bereits im NFV-Pokal trafen beide Mannschaften aufeinander. Im Elfmeterschießen hatten die Unistädter hauchdünn die Nase vorne. Doch gaben die Blau-Weißen in diesem Spiel einigen Leistungsträgern eine Pause – daher dürfte die Aussagekraft dieser Begegnung nicht allzu groß sein. „Dieses kommende Spiel ist extrem wichtig. Aufgrund der aktuellen Tabelle ist es unwahrscheinlich, dass wir noch den rettenden fünften Rang erreichen. Viel mehr geht es darum gegen die direkte Konkurrenz so viele Punkte wie möglich zu holen“, verdeutlicht Tünderns Sprecher Willi Gurgel, der bereits die zweite Oberliga-Runde im Hinterkopf hat. Die Besonderheit in der Oberliga: Die Mannschaften nehmen ihre bisherigen Punkte in die Auf- bzw. Abstiegsrunde mit. Allerdings zählen hier nur die Ergebnisse, die gegen die direkte Konkurrenz erzielt wurden. Beispiel: Holt Tündern gegen Göttingen am Wochenende drei Punkte und beide landen in der Abstiegsrunde, nehmen die Blau-Weißen diesen Sieg mit. Jedoch wird der Punkt, den Tündern gegen den aktuellen Tabellenführer Egestorf-Langreder erzielt hat, nicht übertragen. Die Germanen werden höchstwahrscheinlich in der Aufstiegsrunde spielen.

„Gutes Ergebnis gegen Göttingen umso wichtiger“

„Deshalb ist die 2:3-Niederlage gegen Eintracht Northeim für uns sehr bitter und ein gutes Ergebnis gegen Göttingen umso wichtiger“, weiß Gurgel. Allerdings zeigte die Formkurve der Blau-Weißen nach einem furiosen Saisonstart stetig nach unten. Feierten die Blau-Weißen am ersten Spieltag noch einen 4:0-Erfolg gegen den MTV Gifhorn sowie ein 1:1 gegen Tabellenführer Egestorf-Langreder eine Woche später, hagelte es zuletzt vier Niederlagen in Serie. „Wenn du erst einmal unten stehst, fehlt dir das Glück. Eine alte Phrase, an der in unserem Fall aktuell viel Wahres dran ist. Aktuell gehen hundertprozentige Großchancen oder Strafstöße an den Innenpfosten und nicht ins Tor. Wenige Zentimeter machen einen Riesenunterschied. Uns passieren momentan Fehler, die in der Oberliga eiskalt bestraft werden“, bedauert Gurgel, der aktuell die Lockerheit vergangener Wochen vermisst. „Es ist immer die Frage wie frei der Kopf und wie groß das Selbstvertrauen ist.“ Aufgrund der Erfahrungen gegen Northeim sei Tündern gegen Göttingen keinesfalls der Favorit. „Wie denn auch? Beide Mannschaften befinden sich im Tabellenkeller“, so Gurgel. Fehlen wird den Trainern Tim Piontek und Alexander Stamm erneut Ugur Aydin, der sich wieder eine Zerrung zugezogen hat. Der Einsatz von Spielmacher Jannik Hilker ist fraglich. Dafür ist Tim Niclas Schumachers wieder dabei.
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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