25.11.2023 17:25

Landesliga


Trotz Chancenwucher zum Jahresabschluss: Tündern überholt Halvestorf

Hau: „Hätten heute einen deutlich ruhigeren Nachmittag erleben können“ / SSG in Bavenstedt keineswegs chancenlos: „Hätten uns einen Punkt mindestens verdient“
Julian David BW Tuendern Landesliga
Julian David entwickelt sich allmählich zum Tünderaner Kopfballungeheuer.

BW Tündern – Niedersachsen Döhren 3:2 (1:0).

„Wir hätten heute einen deutlich ruhigeren Nachmittag erleben können“, fasste es Tünderns Trainer René Hau nach dem 3:2-Erfolg zum Jahresabschluss gegen Schlusslicht Niedersachsen Döhren zusammen. Schleppend waren die formstarken „Schwalben“ in die Partie gekommen. Nach sieben Minuten scheiterten die Gäste aus spitzem Winkel an BW-Keeper Alexander Fischer. Nach zwei Halbchancen der Hausherren spielte den Blau-Weißen das Glück in die Karten. Aus 25 Metern fasste sich Kapitän Kris-Lennart Müller ein Herz, leicht abgefälscht landete die Kugel im Netz. Einen Aufreger gab es noch kurz vor der Pause. In vollem Lauf wurde Tünderns Alexanker Manka von hinten zu Fall gebracht. „In meinen Augen war das eine klare Rote Karte, Alex wäre durchgewesen. Es gab aber nur gelb“, erklärte Hau und fällte anschließend das Halbzeit-Fazit: „Wir haben uns eigentlich etwas mehr mitgenommen. Die Führung war eigentlich das Beste. Man muss aber auch sagen, dass Döhren kein schlechtes Spiel gemacht hat.“ Nach dem Seitenwechsel nahmen die „Schwalben“ das Heft aber zunehmend in die Hand. Bereits fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff landete eine Ecke des eingewechselten Cristiano dos Santos auf dem Kopf von Julian David, der bereits zum vierten Mal in dieser Saison „einschädelte“.
In der Folge ergaben sich den Hausherren Chancen im Minutentakt, um die Vorentscheidung herbeizuführen. Doch Kamil Jermakowicz und David vergaben gute Möglichkeiten, auch ein Konterangriff in deutlicher Überzahl fand nicht den Weg ins Netz. Fast aus dem Nichts fiel der Anschlusstreffer der Gäste nach einem langen Ball. „Es klingt vielleicht blöd, aber man hatte trotzdem nicht das Gefühl, dass das Spiel kippen würde“, betonte Tünderns Coach. Und er behielt Recht: nachdem Tom Schieb nur den Außenpfosten traf, erkämpfte sich dos Santos im gegnerischen Sechzehner den Ball, chippte auf den zweiten Pfosten und Jermakowicz drückte das Spielgerät über die Linie. Auch danach hatten die Gastgeber im Minutentakt Möglichkeiten zur Vorentscheidung, stattdessen führte ein weiterer langer Ball zum nächsten Anschlusstreffer der Gäste – 2:3. Am Spielausgang änderte das jedoch nichts mehr. „Das Ergebnis ist am Ende relativ knapp, das Spiel war aber eigentlich nicht. Im Prinzip hätte sich Döhren auch nicht beschweren dürfen, wenn die Partie 6:2 ausgegangen wäre“, resümierte Hau abschließend. Damit zieht Tündern in der Tabelle an Lokalkonkurrent Halvestorf vorbei und überwintert auf Rang zehn.
BW Tündern: Fischer, David (87. Neckritz), Hanus, Müller, Lehnhoff, Henze, Schieb (74. Heller), Jermakowicz, Rebic (46. dos Santos), Manka (90. +1 Renziehausen), Gurgel.
Tore: 1:0 Kris-Lennart Müller (30.), 2:0 Julian David (50.), 2:1 Christopher Wollny (66.), 3:1 Kamil Jermakowicz (80.), 3:2 Wollny (84.).

SV Bavenstedt – SSG Halvestorf 4:2 (2:1).

Auch zum Abschluss des Kalenderjahres war für die Halvestorfer SSG nichts zu holen. Auf dem Neuhofer Kunstrasen hatten die Piepenbusch-Kicker gegenüber dem Favoriten aus Bavenstedt das Nachsehen. Dabei war für die SSG durchaus mehr drin: „Die Jungs haben alles in die Waagschale gerufen. Wir waren auch von Beginn an gut drin“, betonte Halvestorfs Coach Rik Balk. Nach elf Minuten gab Murat Saglam auf Sören Vespermann. Der wiederum setzte Simon Eickhoff in Szene – 1:0. Lange hielt die Führung allerdings nicht. Nur vier Minuten später endete eine Unachtsamkeit in der Defensive der Gäste mit dem 1:1-Ausgleich. Und auch der dritte Treffer des Tages fiel zugunsten der Hausherren. Doppeltoschütze Mahdi Khalid Biso lief alleine auf SSG-Keeper Frederik Quindt zu, umkurvte ihn und schob zum 2:1 ein. „In meinen Augen stand der Stürmer mit einem Fuß im Abseits. Leider hat das Schiedsrichtergespann die Fahne nicht gehoben“, betonte Balk, der in der Folge die Köpfe seiner Spieler sinken sah.

„Damit haben wir uns in die Pause gerettet und viel besprochen, was wir besser machen wollen und müssen“, fuhr Balk fort. Mit Erfolg, wie sich zeigen sollte. Mit dem Wiederanpfiff war der Aufsteiger deutlich besser in der Partie. In der 47. Minute musste Quindt einen Kopfball aus kurzer Distanz noch entschärfen, in der Folge drückten die Gäste aber auf den erneuten Ausgleich. Bavenstedts Keeper Lukas Broihan machte dem Ganzen aber einen Strich durch die Rechnung. In der 54. Minute entschärfte er eine Großchance von Eickhoff nach Vorlage von Vespermann. In der 71. Minute parierte er zudem einen stark getretenen Freistoß Saglams und dank eines überragenden Reflexes fand auch Eickhoffs nächster Versuch nicht den Weg ins Tor (73.). In der Folge machte die SSG auf – und wurde prompt ausgekontert. Mit dem 3:1 der Hausherren durch Cedric Jahnel war die Partie beinahe entschieden (74.). Marco Czauderna erhöhte in der Folge noch auf 4:1, mehr als ein erneuter Ehrentreffer der Gäste durch Julian Maaß kam anschließend nicht mehr zustande. Zu allem Überfluss sah Mehmet Özün auf Halvestorfer Seite kurz vor Schluss noch die Ampelkarte wegen wiederholten Foulspiels. Trotzdem zeigte sich Balk zufrieden mit dem Auftritt seiner Männer: „Aufgrund der zweiten Hälfte hätten wir uns einen Punkt mindestens verdient, selbst ein Dreier war möglich.“ Damit überwintert die SSG auf Rang zwölf und damit zwei Ränge vor der Abstiegszone.
SSG Halvestorf: Quindt, Elias, Jürgens, Rexha, Saglam, Eickhoff, Özün, Maaß, Vespermann (85. Drebing), Arndt, Karayilan (81. Fulek).
Tore: 0:1 Simon Eickhoff (11.), 1:1 Mahdi Khalid Biso (14.), 2:1 Biso (21.), 3:1 Cedric Jahnel (74.), 4:1 Marco Czauderna (84.), 4:2 Julian Maaß (86.).
Besonderes: Gelb-Rote Karte für Halvestorfs Mehmet Özün (88.).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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