26.10.2020 16:00

Meldung


Inzidenzwert in Hameln-Pyrmont über 35 – Folgen für den Fußball?

Wustrack: „Wir richten uns nach den entsprechenden Behörden“ / Land Niedersachsen gibt Hinweise – sieht jedoch keinen Abbruch des Spielbetriebs in FAQ vor
Inzidenzwert Niedersachsen Beschränkungen
Grafik: Land Niedersachsen.
Der Inzidenzwert, also die Covid 19-Erkrankungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, hat am Sonntag den Wert von über 35 in Hameln-Pyrmont überschritten (37, Stand 26. Oktober 2020). Bedeutet: Hameln-Pyrmont gilt zwar noch nicht als Risikogebiet – diese Einstufung erfolgt ab einem Inzidenzwert von 50 –, doch es gelten ab sofort verschärfte Regeln (siehe Grafik).

Informationen zur Ausübung von Sport sind dieser Grafik allerdings nicht zu entnehmen. Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) überlässt die Entscheidung zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs (noch) den Gesundheitsämtern der jeweiligen Regionen. Das Land Niedersachsen schreibt in seinen FAQ zunächst nichts von einem möglichen Abbruch von Sportveranstaltungen, sondern dreht vor allem an den Zuschauerzahlen:
„Die örtlich zuständige Behörde kann die bisher zulässige Zuschauerzahl von 500 in der Regel weiter beschränken, sobald der Inzidenzwert 35 oder mehr beträgt. Von der Beschränkung kann abgesehen werden, wenn die Veranstalterin oder der Veranstalter über ein mit dem Gesundheitsamt abgestimmtes Hygienekonzept verfügt.

Sobald der Inzidenzwert 50 oder mehr beträgt, sind nicht mehr 500 Zuschauerinnen und Zuschauer, sondern nur noch 100 Zuschauerinnen und Zuschauer zulässig. Auch hiervon können Ausnahmen zugelassen werden, wenn die Veranstalterin oder der Veranstalter über ein mit dem Gesundheitsamt abgestimmtes Hygienekonzept verfügt.“

Henrik Wustrack, Vorsitzender des Spielausschusses des NFV-Landkreises Hameln-Pyrmont, möchte den Spielbetrieb im Herrenbereich so lange wie möglich aufrecht erhalten: „Wir richten uns nach den entsprechenden Behörden. Diese geben den Plan vor. Die Winterpause auf der Kreisebene ist ohnehin nicht mehr weit weg. Aktuell läuft der Spielbetrieb weiter und zwar solange uns kein Riegel vorgeschoben wird. Erreicht uns allerdings die Nachricht, dass der Spielbetrieb unterbrochen werden muss, werden wir natürlich entsprechende Schritte einleiten. Niemand weiß, wie sich die Corona-Zahlen entwickeln. Wir alle hoffen natürlich, dass die verschärften Maßnahmen schnell fruchten, die 50 nicht überschritten wird und die Zahlen schnell sinken.“

In Hamburg (Inzidenzwert 97,5, Stand 26. Oktober 2020) wurde der Spielbetrieb bereits auf unbestimmte Zeit unterbrochen, dafür sind Testspiele sowie Trainingsbetrieb weiterhin möglich – zumindest vorerst. Der Bremer Fußball-Verband hat den Spielbetrieb für zwei Spieltage pausiert (Inzidenzwert 113,8, Stand 23. Oktober 2020). Im Landkreis Cloppenburg ruht der Ball bereits seit Mitte September (Inzidenzwert 221,5, Stand 26. Oktober 2020). Jedoch liegt der Inzidenzwert in allen drei Regionen weit über 50. Im Gegensatz dazu stieg der Inzidenzwert in Hannover am vergangenen Wochenende auf 55,4, der Fußball fand jedoch weiterhin statt. Denn grundsätzlich gilt laut des Landes Niedersachsen ab einem Wert von 50: Maximal 100 sitzende Zuschauer*innen. Anders machte es der NFV-Kreis Schaumburg angesichts eines Inzidenzwerts von 51,9 (Stand 23. Oktober 2020). Die Verantwortlichen erteilten eine generelle Spielabsage auf Kreisebene. „Auch wenn der Sport im Freien stattfindet, wollen wir präventiv agieren und die Fußballer keinen Gefahren aussetzen", erklärte der Vorsitzende Marco Vankann.
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