15.02.2013 09:43

Meldung


Marcel Reif: „Gewalt darf im Fußball keinen Platz einnehmen!“

SKY-Chefkommentator unterstützt „Fancoaching“ des Hamelners Steffen Knippertz / Selbstreinigungsprozess und Deeskalation
Steffen Knippertz Marcel Reif Fancoaching AWesA
Marcel Reif (re.) unterstützt das Fancoaching-Projekt von Steffen Knippertz (li.).

Im Rahmen des Bundesligaspiels des FC Bayern gegen den FC Schalke präsentierte SKY-Chefkommentator Marcel Reif die gerade frisch unterzeichnete Patenschaft für das „Fancoaching“. Eine Idee des Hamelner Anti-Gewalt- und Kompetenz-Trainers und „Fancoaching“-Gründers Steffen Knippertz. „Ziel des Fancoachings ist es, mit bewerten Methoden aus der Arbeit mit Jugendgewaltstraftätern, Fans selbst zu befähigen, deeskalierend auf mögliche Eskalationssituationen einzuwirken. Der Fanszene muss zu einem selbstreinigenden Prozess verholfen werden“, erklärt Knippertz, der genau an dieser Stelle Marcel Reif für seine Idee gewann. „Er steht ganz fest hinter meiner These, dass es keine andere Möglichkeit gibt, nicht von außen mit Druck und Sanktionen, sondern über einen inneren Erkenntnisprozess die zunehmende Gewaltproblematik in Fußballstadien zu verändern“, freut sich Knippertz.

„Der Großteil der Fans liebt den Fußball“


Es gehe, so Reif, nur mit einer wertschätzenden Haltung und langfristiger Arbeit innerhalb der Fanszene. „Der Großteil der Fans liebt den Fußball und möchte sich den auch nicht kaputt machen lassen von einigen Wenigen“, unterstreicht der erfahrene Sportkommentator. Mit dieser Ansicht ist er nicht allein. Bereits im letzten Jahr hatte sich die Innenministerkonferenz der Länder mit Knippertz’ Konzept beschäftigt. Und auf den Ebenen der Polizei der Länder ist man zum Entschluss gekommen, dass dieses Projekt durchaus wirkungsvoll sein kann. „Es gibt keinen Masterplan, aber eine Idee und ganz viel Herz für diese Arbeit. Ich möchte diese Idee in die Praxis umsetzten und Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln, um es bei Bedarf so zu modifizieren, dass wir zukünftig wieder tolle Fußballstimmung erleben und die Gewalt eine Randerscheinung ist und nicht wie im Moment an manchen Spieltagen sogar den Fußball in den Schatten stellt“, erklärt Knippertz.

Von Alvensleben juristischer Vertreter des Projekts


Roman von Alvensleben, juristischer Vertreter des Fancoachings sagt: „Es liegt jetzt in der Entscheidung der Vereine und der DFL, diese ausgestreckte Hand zu ergreifen.“ Der Hamelner Rechtsanwalt unterstützt das Fancoaching aber nicht nur im Gedanken - sondern hat gemeinsam mit Gründer Knippertz schon ein Konzept ausgearbeitet, in dem auch die rechtliche Belehrung und Ausbildung der Fancoaches eine wesentliche Rolle spielt. „Wir wollen absolut professionell auch unsere Fancoaches rechtlich schulen, damit diese sich auch immer auf der juristisch richtigen Seite befinden, wenn sie für das Fancoaching arbeiten. Herr von Alvensleben ist an dieser Stelle sowohl mit seiner Fachkompetenz als auch als Typ aus meiner Sicht der Richtige“, meint Knippertz. Marcel Reif bringt es abschließend auf den Punkt: „Gewalt darf in unserer Gesellschaft und auch im Fußball keinen Platz einnehmen!“
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