27.01.2024 21:58

Oberliga


422 torlose Sekunden zu Anfang - Ansonsten ist der VfL auf Augenhöhe

Siegesmund: „Es freut mich, dass die gesamte Mannschaft im Vergleich zum letzten Wochenende ein anderes Gesicht gezeigt hat“
Janne Siegesmund VfL Hameln Oberliga Trikotzieher
Auch die sechs Treffer von Janne Siegesmund reichten am Ende nicht aus.

VfL Hameln – Northeimer HC 27:31 (13:17).

Nicht selten fallen die Entscheidungen beim Handball in den letzten Minuten. Beim VfL Hameln waren es am Abend aber wohl eher die ersten fünf Zeigerumdrehungen, die maßgeblich Einfluss auf die 27:31-Niederlage gegen den Northeimer HC hatten. Ganze sieben Minuten brauchte das Team von Trainer Marc Siegesmund, um gegen den Tabellenvierten der Oberliga ins Netz zu treffen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Northeimer mit fünf Treffern in Folge bereits einen Traumstart hingelegt. „Wir hatten in der Anfangsphase noch nicht den richtigen Zugriff. Und vor allem: Wir haben vorne die Abschlüsse nicht richtig gesetzt, sondern uns die Finger wund geschossen“, konstatierte Coach Siegesmund nach der Partie. Ansonsten sah der Trainer einen im Vergleich zur 23:31-Niederlage gegen Hannover-Burgwedel stark verbesserten Auftritt seiner Männer: „Wir haben uns reingekämpft und eine härtere, konsequentere und wesentlich beweglichere Abwehr gestellt als noch letzte Woche. Auch die Aggressivität hat bei allen gestimmt und das Angriffsspiel lief flüssiger.“ In der Folge bewegten sich beide Teams bis zur Pause nahezu auf Augenhöhe – allerdings hatte der VfL weiterhin den Rucksack der ersten sieben Minuten zu schultern. Nach 20 Minuten brachte Sebastian Maczka die Hausherren auf drei Treffer heran, mit einem Rückstand von vier Toren ging es letztlich in die Halbzeitpause (13:17). 
Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Bild aus weiten Teilen der ersten Halbzeit fort. Hameln und Northeim bewegten sich im Gleichschritt. So schafften es die Gäste nicht, sich weiter entscheidend abzusetzen – der VfL auf der anderen Seite aber auch nicht wirklich, den Abstand zu verkürzen. Um die 45. Minute herum erreichte der Vorsprung des HC seinen Peak. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Gäste, die den Hamelnern im Hinspiel noch 41 Treffer ins Netz gelegt hatten, auf sechs Treffer abgesetzt (23:17). In den Folgeminuten keimte bei dem einen oder anderen VfL-Anhänger höchstwahrscheinlich aber noch einmal etwas Hoffnung auf. Immerhin verkürzte Hamelns Topwerfer Janne Siegesmund in der 53. Minute auf 24:27. „Das war in meinen Augen auch verdient. Wir haben viel mit Tempo von hinten herausgespielt und sind mit Druck auf das Tor von Northeim zugegangen. Generell haben wir im zweiten Durchgang einige vernünftige Sachen gemacht. Es hat an der einen oder anderen Stelle aber das Glück gefehlt. Außerdem haben wir uns durch drei, vier Fahrkarten in dieser Phase nicht belohnt“, fuhr Siegesmund fort. Stattdessen entschieden die Gäste unmittelbar nach der eigenen Auszeit die Partie mit zwei Treffern in Serie. Unterm Strich steht also die sechste Niederlage in Folge bei den Hamelnern – doch die Formkurve zeigt nach oben. „Es freut mich, dass die gesamte Mannschaft im Vergleich zum letzten Wochenende ein anderes Gesicht gezeigt hat. Verbesserungsbedarf gibt es aber weiterhin. Auch heute hätte man nicht die gesamte Partie hinterherlaufen müssen“, brachte es Siegesmund auf den Punkt und nannte den Auftritt von Luca Willmer in Offensive wie Defensive einen „Lichtblick“.
VfL Hameln: Janne Siegesmund (6), Tim Jürgens (6/1), Mats Schmidt, Luca Willmer, Johannes Evert, Sebastian Maczka (jeweils 3), Niklas Colusso (2), Jannik Henke (1).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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