20.02.2020 08:04

Interview


Bartolillo: „So schnell wie möglich 40 Punkte-Marke erreichen“

Aerzens Trainer im Interview / „Neuzugänge haben sich sehr gut eingelebt“

Aerzens Trainer Gaetano Bartolillo spricht über die aktuelle Lage beim MTSV Aerzen.
Topmannschaft oder unteres Mittelmaß? Das Leistungsspektrum des MTSV Aerzen ist riesig – und das zeigte die Elf von Trainer Gaetano Bartolillo in dieser Saison eindrucksvoll. Die ersten sieben Spiele ungeschlagen, gefolgt von mit unter sehr deutlichen Niederlagen. Die Konsequenz: Aerzen ist Neunter, mit sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wo die Gründe für die Schwankungen liegen und weshalb der Verein aktuell einen Umbruch vollzieht, erklärt Bartolillo im Interview.

Aerzen hat in der Hinrunde eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt: Erst sieben Spiele ungeschlagen und Spitzenreiter, dann eine sportliche Talfahrt mit deftigen Niederlagen wie 1:4 gegen TuS Harenberg, 1:7 beim SV Gehrden oder 2:8 beim TuS Garbsen. Dann habt Ihr Euch sportlich rehabilitiert und drei Spiele am Stück nicht verloren. Wie erklärst Du Dir diese Leistungsschwankungen?

Gaetano Bartolillo: „Wir haben schon in der Endphase der letzten Saison richtig gut gespielt und konnten diese Form aufgrund der kurzen Sommerpause mit in die Vorbereitung nehmen. Schon die Testspiele im Sommer sind super gelaufen und auch in der Liga waren die Leistungen überragend, ohne viel dafür tun zu müssen. Die Jungs waren extrem gut eingespielt. Leider hatten wir dann zwei, drei Ausfälle, die wir nicht ohne Weiteres ersetzen konnten und vielleicht hat sich die Mannschaft auch zu sehr auf ihren Lorbeeren ausgeruht. Wir mussten wieder lernen, mehr für den Erfolg zu tun.“

Mit Torhüter Frederik Quindt und Rodi Celik habt Ihr im Winter noch einmal zwei hochkarätige Neuzugänge ins Hummetal geholt – zusätzlich zu den „Transfers“ im Sommer. In den vergangenen Jahren verpflichtete Aerzen weniger neue Spieler. Was liegt dem Fahrplanwechsel zugrunde?
„Helmut Dreyer und ich führen sehr viele Gespräche. Grundsätzlich ist es nicht einfach, neue Spieler für uns zu gewinnen. Wir haben einfach nicht die Möglichkeiten, die andere Bezirksligisten haben. Trotzdem wollen und müssen wir die Mannschaft langsam umbauen. Mir ist es egal, wie alt ein Spieler ist. Wenn er seine Leistung bringt, spielt er. Trotzdem ist auch klar, dass ein 34-jähriger Spieler keine zehn Jahre mehr für uns spielen wird. Daher müssen wir parallel auch auf die Zukunft schauen und die Mannschaft verjüngen.“

Aktuell befindet Ihr Euch mitten in der Vorbereitung. Wie zufrieden bist Du mit dem aktuellen Stand?
„Wir sind seit zwei Wochen in der Vorbereitung und haben zwei Testspiele absolviert. Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut, im Schnitt sind 18 Spieler dabei. Alle ziehen voll mit. Darüber hinaus haben sich die beiden Neuzugänge sehr gut eingelebt und es ist bereits erkennbar, dass sie uns weiterhelfen werden. Momentan habe ich die Qual der Wahl und das ist auch gut so.“

Ihr überwintert auf dem neunten Platz, mit sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Welche Ziele habt Ihr Euch für die Rückrunde gesetzt?
„Wir wollen so schnell wie möglich die 40 Punkte-Marke erreichen, damit wir Sicherheit haben – wir müssen also noch fünf Spiele gewinnen. Ich bin mir sicher, dass der Druck von unten ansonsten noch kommt.“
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