04.08.2011 23:30

Bundesliga in Emmerthal


Antonevitch wirft seine ersten Tore in Mindens Bundesliga-Team

Ex-Emmerthaler feiert beim 27:35-Test gegen Hannover-Burgdorf gelungenes Debüt / Bredemeyer lautstark dabei
    Artjom Antonewitsch GWD Minden AWesA
    Zwei Tore beim Debüt: Artjom Antonevitch akrobatisch an alter Wirkunsstätte.

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    Es war ein Testspiel der besonderen Art. Denn wer mit einem lockeren Getängel gerechnet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Beide Mannschaften gingen richtig zur Sache. Und schenkten sich keinen Zentimeter. Am Ende behielt Erstligist TSV Hannover-Burgdorf gegen GWD-Minden, den Titelaspiranten der 2. Bundesliga, mit 35:27 (14:14) standesgemäß die Oberhand. Einer stand in der Emmerthaler Sporthalle ganz besonders unter der Beobachtung der 250 Zuschauer: Artjom Horst Bredemeyer Ulf Schefvert GWD Minden AWesAAntonevitch. Der gerade einmal 17-Jährige Jugendnationalspieler stand zum ersten Mal in den Reihen der Mindener Bundesliga-Truppe. Das Handballspielen begann der talentierte, pfeilschnelle Linkshänder bei der TSG, bei der er bis zur C-Jugend unter Trainer Burkhard Beims am Ball war. Vater Andrej, der 1993 mit Russland Weltmeister wurde, war in Emmerthal lange als Jugendtrainer engagiert. Schwester Natja feierte zuletzt den Bundesliga-Aufstieg mit dem SVG Celle.

    „Ich wollte es allen beweisen“

    Dass Antonevitch an alter Wirkungsstätte bei den Reihen der Profis stand, war mehreren Zufällen geschuldet. Weil er noch auf seinen Deutschen Pass warten muss, fiel der Ausflug mit der Deutschen Junioren Nationalmannschaft zur WM nach Argentinien aus. Zudem standen Trainer Ulf Schefvert seine etatmäßigen Rechtaußen Aleksandar Svitlica  und Jannik Oevermann nicht zur Verfügung. So durfte der Blondschopf kurzfristig mit ins Trainingslager nach Barsinghausen. Sein Auftritt in TSV Hannover-Burgdorf GWD Minden TSG Emmerthal action AWesAKirchohsen war mehr als gelungen. Zwar musste Antonevitsch freistehend immer wieder auf Anspiele warten. Doch zwei Mal trug er sich mit sehenswerten Treffern in die Torschützenliste ein. Und dass, obwohl der Rechtaußen zuletzt ein halbes Jahr wegen einer Schulterverletzung pausieren musste. „Ich wollte es allen beweisen“, so der sympathische Rechtshänder, der eine ganz besondere Motivation hatte: „Meine ganzen Freunde und meine Familie sind extra gekommen, um mich spielen zu sehen.“

    Minden bleibt lange auf Augenhöhe

    Ein Trikot mit Namenszug gab es für Antonevitch übrigens noch nicht. Deshalb streifte er das Dress mit der Nummer sieben über, das in der vergangenen Saison noch der Isländer Gylfi Gylfason getragen hatte. Trotz der Test-Niederlage brachte der Auftritt von GWD in Emmerthal ein gutes Omen mit sich: Im letzten Jahr spielte der damalige Zweitligist Eintracht Hildesheim an selber Stelle – und feierte am Ende den Aufstieg in Liga eins. Lange blieben die Grün-Weißen mit den von Christopher Nordmeyer trainierten niedersächsischen Landeshauptstädtern auf Augenhöhe. So drehte Minden einen 4:8-Rückstand in eine 10:8-Führung. Bis zum 20:20 blieb die Partie offen. Dann zogen die Hannoveraner kontinuierlich davon.

    „Das war ein sportliches Highlight und ein richtiger Härtetest“

    Dass es heiß zur Sache ging, wurde vor allem in der 53. Minute deutlich. Mindens Georg Auerswald hakte von hinten bei Asgeir Örn Hallgrimsson ein, als der Burgdorfer TSV Hannover-Burgdorf GWD Minden TSG Emmerthal Gruppe AWesAgerade einen Tempogegenstoß im Netz unterbringen wollte. Das hatte eine kurze „Rudelbildung“ und eine Zwei-Minuten-Strafe für den Grün-Weißen zur Folge. Und einer war am Spielfeldrand ganz besonders lautstark im Einsatz: Mindens Manager Horst Bredemeyer. Der ist den heimischen Handballfans noch aus den großen Bundesliga-Zeiten des VfL Hameln in bester Erinnerung. Er nahm sich seine Akteure von der Bank aus immer wieder zur Brust. Den schönsten Treffer der Begegnung erzielte Hannovers Morten Olsen, der einen doppelten „Kempa“ in den Maschen unterbrachte (56.). „Das war ein sportliches Highlight und ein richtiger Härtetest für beide Mannschaften. Das hatte nicht den Charakter eines Vorbereitungsspiels sondern war eine echte Standortbestimmung“, freute sich TSG-Spartenleiter Stephan Kutschera über einen gelungenen Abend.
    TSV Hannover-Burgdorf: Lars Lehnhoff (9), Aivis Jurdzs (6), Morten Olsen (5), Torge Johanssen (4), Mario Clößner, Asgeir Örn Hallgrimsson, Jan Fiete Buschmann, Csaba Szücs, Vignir Svavarsson (je 2), Gustav Rydergard (1).
    GWD Minden: Aljoscha Schmidt (6), Dalibor Doder (5), Carl Johan Andersson, Artjom Antonevitsch, Gerrit Bartsch, Christoph Steinert, Sören Südmeier, Nenad Bilbija (je 2), Jannik Oevermann, Georg Auerswald, Janis Helmdach, Evars Klesniks (je 1).
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