18.02.2024 19:49

Regionsoberliga


VfL hat das „Momentum“: Nach dem Seitenwechsel gelingt (fast) alles

Werner: „Auch Dinge, bei denen man sich als Trainer sonst die Hände über dem Kopf zusammenschlägt“ / ho katapultiert sich in Top-Drei
Paul Kolbe VfL Hameln II Regionsoberloga Handball
Löste sich am Abend häufiger aus der Emmerthaler Umklammerung: Hamelns Toptorschütze Paul Kolbe.

TuS Empelde – ho-handball 33:41 (12:19).

ho-handballs vierter Streich in Serie katapultiert die Florczak-Sieben auf Tabellenplatz drei. Auswärts beim TuS Empelde lief es von Anfang an in Richtung der Hameln-Pyrmonter. „Wir waren Empelde körperlich deutlich überlegen. Die sind heute hauptsächlich mit Spielern aus der A-Jugend angetreten“, gab ho-Trainer Adam Florczak zu. Den 3:0-Start durch einen Dreierpack von Stefan Mittmann wussten die Hausherren zwar noch zwischenzeitlich zu kontern (6:5, 9.), doch fortan gaben die ho-Handballer das Zepter nicht mehr aus der Hand. Mit einer Fünf-Tore-Serie fanden Tobias Schöttelndreier & Co. die perfekte Antwort auf den Rückstand und setzten sich bis zur Halbzeitpause sogar auf 19:12 ab. „In der Offensive war es heute fast ein Selbstläufer“, freute sich der Coach. Nach dem Seitenwechsel brauchten die Gäste kurz etwas, um wieder zur Form des ersten Durchgangs zu finden. Näher als auf vier Treffer kam Empelde allerdings nicht mehr heran (18:22, 35.). Stattdessen fand ho wieder zurück in den Flow, setzte sich Treffer um Treffer weiter ab und feierte fünf Minuten vor dem Ende den ersten Zehn-Tore-Vorsprung (37:27). In Minute 59 knackte Jonas Völkel mit seinem siebten Treffer auch noch die 40-Tore-Marke, bevor die Partie beim Stand von 41:33 aus Sicht der Florczak-Sieben ein Ende fand. Florczak, der Fünf-Tore-Mann Mittmann ein Sonderlob aussprach, erklärte abschließend: „Das Prunkstück war heute die Abwehr. Hinten gewinnst du die Spiele. Deshalb müssen wir auch darauf aufbauen in den nächsten Spielen gegen Stadtoldendorf und Hameln II.“
ho-handball: Christoph Bauer (9/5), Tobias Schöttelndreier (8), Jonas Völkel (7), Stefan Mittmann (5), Johannes Bauer, Philipp Schonat, Timo Pothmann (jeweils 3), Tim-Ole Hermann (2), Adam Florczak (1).

TSG Emmerthal II – VfL Hameln II 25:37 (15:17).

Die Revanche für die 22:26-Niederlage im Hinspiel blieb bei Emmerthals Reserve am Abend aus. Stattdessen unterstrich ROL-Spitzenreiter VfL Hameln II ein weiteres Mal, welche Ambitionen man nach dem Abstieg aus der Landesliga verfolgt – die direkte Rückkehr. Dabei sahen die Zuschauer in der TSG-Sporthalle zu Beginn eine recht ausgeglichene Partie. Vielmehr waren es sogar die Grün-Weißen, die minimal die Nase vorn hatten. So dauerte es bis zur 24. Minute, ehe der VfL das erste Mal eine Führung zu verzeichnen hatte (12:11). „Wir kamen am Anfang gut rein. Die Deckung stand bockstark, wir haben die Räume zugeschoben und auch einige Ballgewinne in Tempogegenstöße ummünzen können“, lobte TSG-Trainer Maik Dohme später. Nach und nach fanden die Hamelner, bei denen unter anderem auch die ehemaligen Klasse-Handballer Torben Höltje und Oliver Glatz wieder mitwirkten, wieder zu ihrem gewohnten Spiel. Bereits zur Pause lag der VfL mit 17:15 in Front.

„Die erste Halbzeit hat nicht vermuten lassen, wie deutlich das Ergebnis am Ende noch werden sollte. Im zweiten Abschnitt haben wir aber genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Lou Kielhorn hat im Tor einige Würfe geblockt, die Abwehr stand kompakt und vorne sind wir geduldig geblieben. Dann haben plötzlich auch Dinge geklappt, bei denen man sich als Trainer sonst die Hände über dem Kopf zusammenschlägt“, lachte VfL-Coach Dennis Werner. Und auch Dohme gab zu: „Hameln hatte das Momentum. Sie haben nach der Führung noch eine Schippe draufgelegt und in der Abwehr ordentlich zugepackt. Wir haben zwar einige unglücklich abgefälschte Bälle kassiert, unsere Angriffe aber auch nicht konsequent umgesetzt. Gerade in der Endphase war Hameln schon stärker.“

War die TSG in Minute 43 noch in Schlagdistanz (20:22), betrug der Rückstand zehn Minuten später bereits acht Treffer (23:31). Besonders von den Außenpositionen fanden die Gäste den Schlüssel zum Siegesglück, das letztlich beim Stand von 37:25 für die VfL-Reserve eintrat. „Emil Fielitz hatte als Rechtshänder auf Rechtsaußen einen Sahnetag. Generell waren die Außenspieler sehr treffsicher heute bei uns“, lobte Werner. Das erkannte auch Dohme neidlos an: „Ich glaube, Emil Fielitz hatte heute von außen nicht einen einzigen Fehlwurf.“ Werner machte schließlich den Abschluss: „Ein großes Dankeschön an Olli Glatz und Torben Höltje heute fürs Aushelfen.“
TSG Emmerthal II: Nils Becker (10/8), Maximilian Lang (4), Antonio Galvagno, Jonas Pelda, Timo Huchthausen, Niels Bohr, Kamil Kornobis (alle 2), Jan-Philip Warnke (1).
VfL Hameln II: Paul Kolbe (9), Marius Koch (7/6), Niclas Sterner (5), Emil Fielitz (4), Marten Petersen (3), Torben Höltje, Oliver Glatz, Niklas Etzholz (alle 2), Justus Grove, Mattis Kapitza, Daniel Wolthausen (alle 1).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
Telefon: 05155 / 2819-320
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