02.12.2023 20:34

Regionsoberliga


Erfolgreicher ROL-Samstag: Drei wichtige Spiele, drei wichtige Siege

Hameln II bezwingt Spitzenreiter, Emmerthal II Schlusslicht / Florczak: „Ich hoffe, dass wir den Fluch jetzt endgültig abgelegt haben“
TSG Emmerthal II Regionsoberliga Handball Jubelfoto
Die TSG Emmerthal II durfte am Ende zwei Punkte bejubeln.

VfL Hameln II – TKJ Sarstedt 28:26 (14:15).

Auch dank der namhaften Unterstützung durch die Routiniers Torben Höltje, Oliver Glatz & Tim Heisterhagen hat die VfL-Reserve gegen Tabellenführer Sarstedt zurück in die Erfolgsspur gefunden. Im ersten Durchgang war davon noch nicht auszugehen. Die Hamelner hielten die Partie zwar über die gesamten ersten 30 Minuten eng, gingen selbst aber nicht einmal in Führung. Folglich lagen die Gäste auch zur Pause mit 15:14 in Front. „Es gab viele Tore, dabei haben wir eigentlich eine gute Abwehr gestellt und den Gegner häufig ins Zeitspiel gezwungen. Außerdem hat Lou Kielhorn im Tor richtig stark gehalten. Leider hat Sarstedt oft die Abpraller zurückbekommen oder trotz Zeitspiels den Ball noch irgendwie im Tor unterbracht“, fasste VfL-Coach Dennis Werner zusammen. Keine vier Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da brachte Topwerfer Thore Tommes die Hausherren zum ersten Mal an diesem Abend in Führung (16:15). Zuletzt blieb die Begegnung weiterhin eng, ab der 40. Minute gelang den Hamelnern allerdings eine Sechs-Tore-Serie, die einen Sechs-Tore-Vorsprung zur Folge hatte (24:19). „Sarstedt hat in dieser Phase einige Bälle verloren und Lou hat im Tor zudem einige weitere stark pariert. Leider hatten wir danach eine kleine Schwächephase, sodass wir uns nicht weiter absetzen konnten. Da hat uns der Druck aufs Tor gefehlt“, betonte Werner, der sich am Ende aber doch über einen 28:26-Erfolg freuen durfte: „Unsere Siebenmeterquote ist zwar etwas ärgerlich (0/3, Anm. d. Red.), aber kämpferisch war das heute von allen richtig gut. Gerade für das Selbstvertrauen tut dieser Sieg nach zwei sieglosen Spielen richtig gut.“ Ein Sonderlob gab es für Keeper Kielhorn und ein besonderes Dankeschön für die Unterstützer Glatz, Höltje & Co. 
VfL Hameln II: Thore Tommes (7), Marius Koch (5), Paul Kolbe (5), Marten Petersen (4), Torben Höltje (3), Oliver Glatz (2), Dennis Lüttge, Mattis Kapitza (jeweils 1).

ho-handball – SG Börde Handball II 25:19 (9:8).

Eine erfolgreiche Standortbestimmung erlebten auch die Handballer aus Hessisch Oldendorf. Gegen die SG Börde Handball II, den Vorletzten der Liga, blieb die Partie im ersten Durchgang zunächst aber noch offen. Vor allem an vielen Toren mangelte es ein wenig, keines der Teams hatte zur Pause doppelt getroffen (9:8). Nach 20 Minuten hatten sich die ho-handballer zunächst noch mit drei Treffern abgesetzt (7:4). „Unsere Abwehr stand heute mal über die 60 Minuten stabil“, freute sich ho-Trainer Adam Florczak, der aufgrund der anhaltenden personellen Engpässe im Rückraum wieder selbst mit ranmusste. Anschließend fuhr er fort: „Auch offensiv haben wir es im ersten Durchgang eigentlich gut gemacht. Aber es war wieder die alte Leier: wir haben zu viel verworfen.“ Nach dem Seitenwechsel war der regelrechte Fluch der letzten Wochen aber plötzlich wie weggeblasen. Innerhalb weniger Minuten war der Vorsprung auf vier Treffer ausgebaut (15:11), in der 42. Minute führte man sogar bereits mit 18:12. „Plötzlich war jeder Wurf ein Treffer“, zeigte sich auch Florczak verblüfft. Die Entwicklung hielt auch bis zum Abpfiff Stand, sodass die Gastgeber letztlich mit 25:19 die Oberhand behielten. Abschließend äußerte der Coach, der seinem Schützling Nico Hücker ein Sonderlob aussprach, einen (vorweihnachtlichen) Wunsch: „Ich hoffe, dass wir den Fluch jetzt endgültig abgelegt haben und so weitermachen wie heute in der zweiten Hälfte. Ich möchte dieses Jahr kein Spiel mehr verlieren!“
ho-handball: Stefan Mittmann (7), Johannes Bauer (5), Mike Uhe, Christoph Bauer (jeweils 3), Adam Florczak, Jonas Völkel (jeweils 2), Lan Nguyen, Philipp Schonat, Lars Bueker (jeweils 1).

MTV Elze – TSG Emmerthal II 23:29 (11:17).

Als eines der „wichtigsten Spiele der Hinrunde“ hatte TSG-Trainer Maik Dohme das Auswärtsspiel bei Schlusslicht Elze angekündigt. Zum Glück aus Sicht der Grün-Weißen durfte die TSG die Punkte mit auf die Heimreise nehmen. „Wir haben uns zu Anfang schwergetan. Es war auch eine grundlegende Unsicherheit im Team wahrzunehmen. Die haben wir aber zum Glück gegen Mitte der ersten Hälfte abgeschüttelt“, schilderte Dohme, der noch kurzfristig die Ausfälle von Jonas Pelda und Jonathan Dohme verschmerzen musste. Dafür rückte Daniel Möhlenbruch aus der Dritten kurzfristig in den Kader. „Ein großes Dankeschön an der Stelle“, so der Coach. Trotz der anfänglichen Schwächephase lagen die Grün-Weißen nach 20 Minuten bereits mit 10:7 in Front. Zur Pause bauten die Gäste die Führung bereits auf sechs Treffer aus (17:11). „Wir haben den Ball gut laufen lassen und das Tempo im Angriff hochgehalten. Gerade Kamil Kornobis hat durch das Balllaufenlassen immer wieder Räume angeboten bekommen und das Eins-gegen-Eins gesucht“, betonte Dohme, der zu Beginn der zweiten Hälfte auf eine 5-1-Defensive mit Jan Hummel in vorderster Spitze umstellte. „Das hat gut geklappt. Ich hatte das Gefühl, dass Elze damit nicht so klargekommen ist. Generell stand die Abwehr heute sehr kompakt. Wir haben dann später wieder auf das 6-0-System zurückgestellt und Spiel über die Bühne gebracht“, erklärte der Coach. Spannung kam im zweiten Durchgang kaum noch auf, denn die TSG ließ das Liga-Schlusslicht nie näher als drei Treffer herankommen (21:18, 45.). Durch das 29:23 am Ende vergrößerte man den Abstand auf das Tabellenende auf sechs Punkte. Dohmes abschließende Worte: „Nils Becker hat am Kreis eine souveräne Leistung gezeigt, war sicher bei den Siebenmetern und hat wie auch Leander Lücke in der Abwehr einen großen Rückhalt dargestellt.“
TSG Emmerthal II: Nils Becker (9/4), Kamil Kornobis (5), Niels Henrik Bohr (4), Timo Huchthausen, Jan Hummel (jeweils 3), Daniel Möhlenbruch, Maximilian Lang (jeweils 2), Tim Brutscheck (1).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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