20.06.2022 09:23

Rudern - Bundesliga


Solider Auftakt: Bundesliga-Achter trotzt 36 Grad-Hölle

Trainer Wellhausen: „Da war trotz der Hitze viel Spaß dabei. Die Jungs haben Lust auf mehr!“

Der Bundesliga-Achter des RV Weser Hameln. Foto: RV Weser Hameln.
Von Florian Höltje

Bei höllischen 36 Grad Celsius an der Regattastrecke auf der Fulda kämpfte sich der Sparkasse-Hameln-Weserbergland-Achter beim Saisonauftakt in Kassel ins Mittelfeld. Dabei bekräftigte die Mannschaft von Trainer Christian Wellhausen ihre gute körperliche Verfassung und ließ erkennen: da geht noch mehr.

In Kassel erkämpfte sich die Hamelner Crew um Steuerfrau Julia Klemm in der 18 Boote starken 1. Liga den 11. Platz. Bei zermürbenden Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke ruderten sich Thore Wessel, Maximilian Gümpel, Roelof Bakker, Nick Armgardt, Eric Edler, Florian Wissel, Emre Tas, Fabian Schönhütte, Niklas Hölscher und Christopher Winnefeld ins erwartete Mittelfeld.

Die auf den Schlagpositionen eingesetzten Ruderer Maximilian Gümpel und Emre Tas resümierten den Renntag dabei einstimmig: „Die Temperaturen waren brutal. Aber wir haben gemerkt: physisch sind wir in guter Verfassung. Da geht diese Saison noch was, vielleicht auch, wenn man sich nicht nach jedem Rennen im Wasser abkühlen muss, um wieder klarzukommen.“ Das wusste auch Trainer Christian Wellhausen beim Blick auf die geruderten Zeiten des Bundesligafeldes: „Von Platz 3 bis Platz 14 liegen alle Achter innerhalb von nur einer Sekunde. Da erkennt man die Leistungsdichte der Ruder-Bundesliga. Dies zeigt uns aber zugleich, dass da im Saisonverlauf für uns noch mehr drin sein kann.“
Dass das Hamelner RBL-Team nach zwei jähriger RBL-Pause diese Saison die Tabelle durchwürfeln kann, zeigt wiederum der Blick auf die einzelnen Rennen: auf die viertschnellste Zeit in den Zeitläufen folgte gegen die starke Frankfurter Germania ein Rückstand von nur 0,33 Sekunden im Achterfinale. Im darauffolgenden Viertelfinale erruderten sich die Hamelner Ruderrecken dann auf der nur 350-Meter langen und von der Strömung begünstigten Sprintstrecke (49,02 Sekunden) über 2 Sekunden Vorsprung gegenüber dem heimischen Kasseler Achter (51,31 Sekunden). Während sich gegen Mainz im Halbfinale die fehlenden gemeinsamen Wassereinheiten bemerkbar machten, fiel das Finalrennen um den 11. Platz letztlich wieder zugunsten der Hamelner aus.

„Da war trotz der Hitze viel Spaß dabei. Die Jungs haben Lust auf mehr!“, ergänzte Wellhausen. „Vermutlich hat der Auftakt genau das richtige Ergebnis als Anstoß zur Intensivierung der gemeinsamen Wassereinheiten gebracht. Körperlich sind wir im oberen Mittelfeld eindeutig dabei. Wenn wir jetzt noch bestimmte technische Themen ausmerzen können, lässt sich diese Saison noch der eine oder andere Coup erwarten.“

Weiter geht es beim nächsten Renntag am 16. Juli in Berlin-Tegel.
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