14.05.2024 08:31

Rollkunstlauf


Gemeinsam mit dem „Dream Team“: VfR-Sportlerin Behrendt ist Europameisterin!

„Es flossen sehr viele Freudentränen und wir konnten es kaum glauben“
Dream Team
Das "Dream Team". Foto: privat.

Die Meisterklasseformation mit Celina Behrendt vom VfR Aerzen holte bei den Rollkunstlauf-Europameisterschaften für Showgruppen und Formationen im italienischen Reggio Emilia mit nur 0,01 Punkten Vorsprung den Goldtitel.

Am Dienstagabend, den 07. Mai, startete für die 19-köpfige Mannschaft um Trainerin Annette Ziegenhagen-Gielnik und Chantal Märtens die 15-stündige Busreise nach Italien. Nach dem Einchecken im Hotel in Modena ging es für das Team weiter nach Albinea zur offiziellen Trainingshalle des Wettbewerbs. „Wir brauchten ein bisschen, um uns an die Luft in der Halle zu gewöhnen, da das Dach wie ein Zelt gespannt war“, so Behrendt. Insgesamt waren alle sehr zufrieden mit der ersten zwei-stündigen Trainingseinheit. Auch am nächsten Morgen ging es nach Albinea und später weiter nach Modena. Auch hier wurde fleißig trainiert und der Ausdruck und das Tempo verfeinert. „Am Abend ging es dann für das Team nach Reggio Emilia in die Wettbewerbshalle zur Eröffnungsfeier, wo wir Boden ein erstes Mal etwas testeten konnten“, erzählte die 20-jährige VfR-Sportlerin. Schnell wurde klar, dass in der Wettbewerbshalle, dem „Pala Bigi“, eine tolle Stimmung und sehr hohe Geräuschkulisse herrscht.

Am Freitagmittag ging es nach einer erneuten Trainingseinheit in Albinea für das „Dream Team“ in die Wettbewerbshalle zum 20-minütigen „offiziellen Training“. „Hier ging es nicht nur dem Team darum, die Boden- und Größenverhältnisse der Halle weiter kennenzulernen, sondern auch schon einen ersten positiven Eindruck bei den in der Halle anwesenden Wertungsrichtern zu hinterlassen. Das anwesende Publikum war schon in guter Stimmung und hörbar begeistert von unserem Kürprogramm“, heiß es später von Seiten des VfR. Trotz kleiner Fehler gingen die Läuferinnen zufrieden von der Bahn.
Celina Behrendt Europameisterin
Celina Behrendt. Foto: privat.

Am Samstag, den 11. Mai, stand der Wettbewerbslauf auf dem Programm. Doch bevor es zum Wettbewerb ging, stand noch eine letzte Trainingseinheit in Bologna an, anschließend wurde sich geschminkt und frisiert. Um 14.50 Uhr startete der Wettbewerb der Meisterklasseformationen. Neben dem „Dream Team“ waren noch zwei weitere deutsche Teams aus Remscheid und Eppingen am Start. Ebenso drei Teams aus Italien, zwei aus Frankreich und eins aus Dänemark. Das Teilnehmerfeld mit neun Meisterklassen-Formationen wurde größer und die Spannung stieg in der Halle. In den beiden Vorjahren belegte das „Dream Team“ knapp hinter dem Team aus dem italienischen Monza Platz zwei. „Leider hatten nach der letzten Saison viele erfahrende Läuferinnen das Team aus beruflichen, zeitlichen und oder privaten Gründen verlassen. In diesem Jahr ist ein sehr junges und dynamisches Team an den Start gegangen. Für einige Läuferinnen ist es auch die erste internationale Meisterschaft“, berichtete Celina Behrendt. Das Ziel für diese Europameisterschaft war laut Trainerin Annette Ziegenhagen-Gielnik dennoch eine EM-Medaille.

„Das Team wusste allerdings, dass dieses Ziel schwierig zu erreichen sein würde, dennoch war bei allen Läuferinnen der Wille sehr stark“, so Ziegenhagen-Gielnik. Mit Startnummer acht ging das „Dream Team“ als vorletzte Mannschaft an den Start. Die vorherigen Teams hatten bereits sehr gute Kürprogramme gezeigt. Das „Dream Team“ brachte mit den Klängen zu einer neueren Version von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ die Halle in Stimmung. „Leider kam es zwischen zwei Elementen zu einem Sturz einer Läuferin, wodurch das Team einen Punkt Abzug in Kauf nehmen musste. Der Ausdruck, das Tempo und das Technische Niveau war dennoch sehr hoch“, so der Aerzener Verein weiter. Nach dem Lauf hieß es für die Mannschaft auf die Wertung zu warten. „Das ist der Augenblick, wo die Zeit immer stehen bleibt und man gefühlt eine Ewigkeit warten muss“, so Behrendt.

Als die Wertung endlich auf der Anzeigentafel erschien, kam es zu dem, womit keiner gerechnet hat: das „Dream Team“ ging mit 78,38 Punkten, was eine neue persönliche Bestleistung war, in Wettbewerbs-Führung. Das Team hatte somit schon einmal mindestens die Silbermedaille in der Tasche und den amtierenden Europameister aus Monza, der bereits mit Startnummer zwei gelaufen war, geschlagen. Bis auf ein Element wurden alle Elemente auf dem höchsten Level gewertet. Als letztes Team ging das italienische Team aus Bologna, der aktuelle italienische Meister, an den Start. Auch dieses Team zeigte eine sehr starke Leistung. Beide Teams warteten gespannt auf die Wertung. Die Formation aus Bologna erhielt 78,37 Punkte und somit nur 0,01 Punkte weniger als das „Dream Team“. „Wir konnten es kaum glauben, 'Dream Team' ist Europameister 2024!“, so die VfR-Sportlerin.

Und wie ging es mit dem „Drem Team“ weiter? „Die Freude bei dem deutschen Team war riesengroß. Keiner konnte es begreifen, da auch im Voraus niemand damit gerechnet hat. Zuletzt wurde das 'Dream Team' 2019 ebenfalls in Reggio Emilia Europameister. Es flossen sehr viele Freudentränen und wir konnten es kaum glauben. Vor der Siegerehrung am Abend schaute das Team sich noch die Wettbewerbe der großen Gruppen an. Auch bei der Siegerehrung herrschte eine super Stimmung und es war für die Läuferinnen ein tolles Gefühl, die Nationalhymne zu singen. Wir sind so stolz auf uns, unsere Leistung und unsere Trainerin, mit der wir das so hart erarbeitet haben“, so Behrendt weiter. Nach der anschließenden Abschlusszeremonie ging es für das „Dream Team“ wieder zurück nach Hause. Nach dieser sehr erfolgreichen Europameisterschaft ist die Motivation für die Mitte September stattfindenden World Skate Games im italienischen Rimini sehr groß. Bis dahin wird fleißig weiter trainiert.
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