13.11.2023 15:07

Sportmix - Lokalhelden


Freistoß wie aus dem Lehrbuch: Kowalski-Show bei SGS-Kantersieg

Schumacher darf wieder ran, Hansa gewinnt dank Eigentor / Fischer & Co. düpieren Kiel
Profiueberblick Collage Veit Maevers Justus Fischer Natasha Kowalski Kevin Schumacher Felix Platte
Die fünf Hameln-Pyrmonter Exporte auf großer Bühne. Von links: Veit Mävers, Natasha Kowalski, Felix Platte, Kevin Schumacher und Justus Fischer.

Kowalski-Show bei SGS-Kantersieg

Natasha Kowalski und die SGS Essen lieferten einen wahren Sturmlauf ab. Gegen Nürnbergs Frauen lief die Partie fast ausschließlich in eine Richtung. Laureta Elmazi traf noch innerhalb der ersten zehn Minuten erst per Volley und anschließend nach feinem Solo-Lauf. Im Anschluss rückte Kowalski ins Rampenlicht. Um die Halbstundenmarke herum eroberte die Hameln-Pyrmonter Spielgestalterin die Kugel gegen Nürnbergs letzte Verteidigerin, wurde zu Fall gebracht und versenkte den folgenden Strafstoß anschließend humorlos im linken Eck. Keine zehn Minuten später dann das größte Highlight der Partie. Nachdem Nürnbergs Keeperin Kristin Krammer die Kugel außerhalb des eigenen Sechzehners mit der Hand geblockt hatte, trat Kowalski aus halblinker Position zu ihrer Parade-Disziplin an – und wie! Mit rechts zirkelte sie die Kugel unnachahmlich über die Mauer und punktgenau in den linken Winkel – 4:0. Einen Streich hatte die Standard-Spezialistin noch auf dem Fuß, diesmal allerdings aus dem Spiel heraus. Nach einem Zuspiel war Kowalski in der 64. Minute frei vor dem Nürnberger Tor, verzichtete allerdings auf den Dreierpack und legte die Kugel stattdessen klug mit der Hacke zur Ramona Maier zurück, die zum 5:0-Endstand einschob. In der Tabelle schoben sich die Ruhrgebietlerinnen damit auf den fünften Rang vor.
0:3 in erster Halbzeit zu viel für Platte & Co.

Felix Platte und der SC Paderborn 07 bleiben im Mittelfeld der zweiten Liga hängen. Im Heimspiel gegen Nürnberg liefen die Ostwestfalen früh einem deutlichen Rückstand hinterher. Bereits zur Pause führten die Clubberer mit 3:0. Nach dem Platzverweis für Nürnbergs Jens Castrop wegen überhartem Einsteigen drückten Platte & Co. zwar nochmal, doch mehr als der Anschlusstreffer durch Adriano Grimaldi kam dabei nicht mehr herum.

Eigentor beschert Rostock & Schumacher glückliches Ende

Nachdem Kevin Schumacher beim 0:0 gegen den Absteiger aus Berlin noch über die vollen 90 Minuten von der Bank zusehen musste, durfte der Salzhemmendorfer Flügelflitzer auswärts in Magdeburg immerhin für eine Viertelstunde ran. Zu Beginn verlief die Begegnung allerdings alles andere als nach dem Geschmack der Ostsee-Kicker. Eine Flanke von FCMs Herbert Bockhorn wurde lang und länger und schlug schließlich direkt im Netz der „Hansekogge“ ein. In der Folge drückten die Hausherren auf den zweiten Treffer. Nach der Pause dann aber der Blitzstart der Norddeutschen: der Longshot-Versuch von Dennis Dressel schlug zum 1:1 ein. Im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte bewahrte Hansa-Keeper Markus Kolke die Gäste mehrfach vor einem erneuten Rückstand, bevor es in der 86. Minute dann die kuriose Erlösung gab. Ein Eckball der Hansestädter landete direkt am Pfosten, sprang von dort an den Rücken von Magdeburgs Verteidiger Connor Krempicki und anschließend zum 2:1-Endstand ins Netz. Für Rostock war es der erste Sieg nach zuvor vier sieglosen Einsätzen.

Fischer & Co. schlagen Kiel

Die TSV Hannover-Burgdorf hat in der Handball-Bundesliga dagegen einen echten Achtungserfolg gelandet. Gegen den THW Kiel feierten Kreisläufer-Talent Justus Fischer & Co. einen 36:33-Erfolg. Fünfmal trug sich Fischer alleine im ersten Durchgang in die Torschützenliste ein, sodass die „Recken“ bereits mit einem Drei-Tore-Polster in die Pause gingen (20:17). Nach dem Wiederanpfiff gelang es den Norddeutschen zwar, kurzzeitig wieder auszugleichen, doch im Anschluss fand die TSV zurück zu ihrem gewohnten Spiel.

Veit Mävers und der HC Erlangen blieben derweil erneut ohne Einsatz. Die Süddeutschen sind am kommenden Freitag wieder gefordert, dann geht es auswärts gegen den HSV Hamburg.
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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