15.07.2023 07:21

Interview


„Lieber Kreisliga mit Schwarz-Weiß, als Landesliga woanders“

SW Löwensen im Aufschwung - Kukhmazov erklärt die Gründe
TuS Schwarz-Weiß Loewensen Mannschaftsfoto
SW Löwensen ist in die 2. Kreisklasse aufgestiegen.
15 Siege, nur eine Niederlage, Staffel 2-Meister in der 3. Kreisklasse - Schwarz-Weiß Löwensen befindet sich nach dem Neustart im Jahr 2021 im Aufschwung. In der künftigen Saison gehen die Schwarz-Weißen in der 2. Kreisklasse an den Start - und Sprecher Rashad Kukhmazov sieht Potenzial, sogar direkt oben mitzuspielen.

Nach einer dominanten Saison kehrt der TuS SW Löwensen zurück in die 2. Kreisklasse. Wie hast Du die abgelaufene Saison erlebt?
„Die letzte Saison war wirklich in vielerlei Hinsicht eine Riesenerfahrung. Wir haben teilweise wirklich super Fußball gespielt und einige Gegner dominieren können, andererseits dachte sich man zwischendurch auch: Wow, wie haben wir die drei Punkte jetzt mitgenommen. Alles in allem eine Achterbahnfahrt, die aber größtenteils wirklich positiv in Erinnerung bleibt – und mit dem Aufstieg gekrönt wurde. Die Jungs haben einen richtig guten Job gemacht.“

Der Verein hat wahrlich keine leichten Jahre hinter sich. Mal in der Kreisliga unterwegs, dann rollte der Ball teilweise gar nicht und dann habt Ihr Euch 2021/22 neugegründet. Was stimmt Dich positiv, dass Ihr diesmal dauerhaft durchhaltet?
„Ich glaube, dass wir aktuell mit unserem gesamten Trainerteam, den Spielern, aber auch dem Vorstand an einem Strang ziehen. Auch wenn es in den Spielen manchmal einen anderen Eindruck macht, so haben wir doch wirklich eine tolle Chemie im gesamten Verein. Alle haben Bock, etwas zu reißen – vor allem nachdem wir weitestgehend belächelt wurden und immer noch werden. Dieser Ehrgeiz und der Wille, es allen zu beweisen, verbindet uns. Außerdem haben wir unsere Fairness auf dem Platz ja grundlegend umgekrempelt.“
Mit Mussa, Issa und Mohamad Barakat stellt Ihr drei der besten Torschützen der Saison. Alle drei könnten problemlos höher spielen. Was hält sie trotzdem in Löwensen?
„Wir haben einige Spieler, die höherklassig spielen könnten. Nur bringt ihnen kein Erfolg der Welt etwas, wenn sie den mit einem anderen Team erreichen. Wir haben den Verein quasi aus der Versenkung geholt und alle zusammen zu dem geformt, was er aktuell ist. Wir befinden uns irgendwo immer noch in einem Lernprozess, aber alles in allem hat jeder Einzelne hier seinen Anteil an den momentanen Erfolgen. Entweder man setzt sich in ein gemachtes Nest oder baut sich gemeinsam eines. Das haben die Jungs verstanden - davon mal ganz abgesehen, dass wir ein wirklich familiäres Umfeld aufgebaut haben. Lieber Kreisliga mit Schwarz-Weiß, als Landesliga woanders.“

Welche Chancen rechnest Du Euch eine Liga höher aus?
„Ehrlicherweise rechne ich uns sogar sehr gute Chancen aus. Wir wollen gleich oben mitspielen und geben alles dafür. Einige wenige Spieler gehen, andere kommen dazu. Wenn wir uns punktuell gut verstärken, an unserer Trainings- und Arbeitsdisziplin arbeiten und mental noch eine Schippe drauflegen - ganz ehrlich, warum sollten wir nicht unter den ersten Drei oder Vier stehen? Die Qualität dazu sehe ich allemal. Nagelt mich aber am Ende der Saison bitte nicht darauf fest (lacht).“

Abschließend: Was war Dein persönliches Saison-Highlight?
„Ich würde mich ehrlich gesagt nicht auf ein einzelnes Highlight festlegen. Die ganze Saison war voll von Highlights, positiv wie auch negativ. Was mir persönlich besonders in Erinnerung bleibt, ist das letzte Saisonspiel gegen Germania Reher II. Das ganze Spiel war super fair, unser Gegner als auch Schiedsrichter haben für ein geiles und zwanglos lockeres Spiel gesorgt und hinterher wurde zusammen auf dem Platz gefeiert. Dafür auch nochmal vielen Dank an die Jungs von Reher - insbesondere für die Verabschiedung von Manuel Klotz, der uns mit Ende dieser Saison verlassen hat. Spalier gestanden, applaudiert, so muss das einfach sein.“
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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