05.01.2023 09:58

Interview - Torschützenkönig Bezirksliga


Der „König vom Piepenbusch“ trägt die Winterkrone

„Mein Trainer würde behaupten, ich hätte dreimal so viele Tore schießen müssen“
Julian Maass Kapitaen SSG Halvestorf Fussball Bezirksliga
SSG-Kapitän Julian Maaß trägt im Winter die Torschützenkrone - doch es hätten ruhig mehr Treffer sein können, sagen Maaß und sein Trainer Dennis Hoferichter.
Er ist der „König vom Piepenbusch“: Julian Maaß feiert in diesem Jahr nicht nur sein zehnjähriges Jubiläum im Trikot der SSG Halvestorf, er gehört auch seit jeher zu den absoluten Spitzenspielern des Landkreises Hameln-Pyrmont und darüber hinaus. Der Piepenbusch hat viele lokale Topspieler kommen und gehen sehen, doch einer ist seit einer Dekade da. In dieser Saison ist Maaß (Achtung: der kommt flach) erneut das Maß aller Dinge und führt die Torjägerliste mit 18 Treffern in der Winterpause an. Im Interview spricht er über die aktuelle Saison. Deutlich wird: Der Platz an der Sonne wirft auch einen kleinen Schatten...

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Wie fällt Dein Fazit zur bisherigen Saison aus?
„Wenn man vom Platz an der Sonne grüßt, kann es rein theoretisch nur gut aussehen. Ich bin auch relativ zufrieden mit unserer Hinrunde, wir haben immer wieder gut trainiert und jedem Spieler ist unser Ziel bewusst. Auch wenn man dann im Training etwas lauter wird, verstehen wir uns alle sehr gut. Leider haben wir schon drei Spiele verloren und das hätte nicht sein müssen. Das Spiel in Ambergau-Volkersheim zähle ich nicht dazu, da haben wir verdient verloren. Im Spiel gegen Neuhof haben wir leider die ersten 20 Minuten verschlafen und sind dann die restliche Zeit gegen eine tiefstehende Mannschaft angelaufen, die schwierig zu brechen war. Das Spiel gegen Holenberg am letzten Spieltag ist mir der größte Dorn im Auge. Gerade gegen eine Mannschaft aus dem Landkreis, aus dem ich komme, zu verlieren, ist bitter. Wir hatten uns auch eigentlich schon auf die Winterpause eingestellt, nur hatten die Holenberger erstmals in dieser Saison fast ihren vollen Kader dabei und haben uns dann mit ihrer Spielart und ihrem wirklich schlechten Platz das Leben schwer gemacht. Sie haben am Ende verdient gewonnen, da wir in der zweiten Halbzeit keine wirklich nennenswerte Torchance hatten.“

Was muss aus Deiner Sicht noch besser werden, um die Saison erfolgreich abzuschließen?
„Im Allgemeinen hätten wir viel mehr besser machen können oder müssen in der ersten Hälfte der Saison. Ich finde, dass wir zu viele Gegentore kriegen, obwohl wir nur sehr wenige Chancen zulassen. Dazu kommt unsere Chancenverwertung, wo ich auch ehrlich sein muss, dass ich als Stürmer die meisten Chancen habe. Diese Möglichkeiten muss ich deutlich besser nutzen. Wir können in vielen Spielen den Sack schon viel früher zu machen, aber scheitern dann leider immer wieder an uns selbst und daran müssen wir arbeiten. Wir müssen noch gieriger werden, dieses eine Tor zu machen, egal wie der Spielstand ist. Ansonsten bin ich mit uns allen sehr zufrieden, außer dass unsere Trainingsbeteiligung und die Pünktlichkeit einiger Spieler noch besser werden muss.“
Welche Ziele hast Du Dir vor der Saison gesetzt – und hast Du sie aus Deiner Sicht bisher erreicht?
„Als Ziel habe ich mir ganz klar den Aufstieg gesetzt, da wir eine sehr starke Truppe haben und auch individuell sehr stark sind. Dazu können wir auch kämpfen, was man im ersten Moment gar nicht von uns denkt (lacht). Mein persönlich erstes Ziel war, dass ich auf dem Platz noch mehr in die Kapitänsrolle und Führungsposition rutsche, da ich auf dem Platz nicht mit meiner Stimme vorangehe, sondern eher mit meiner Leistung und kämpferischen Qualität die Jungs mitreißen möchte. Ich denke in manchen Spielen haben ich das ganz gut gemacht, aber es gab auch sehr viele Spiele, wo es hätte deutlich besser sein müssen! Als Stürmer setzt man sich immer eine bestimmte Toranzahl als Ziel, aber im Endeffekt ist sie nicht allzu wichtig, wenn man die Spiele auch gewinnt. Wenn ein anderer trifft, freut man sich genauso für sie und das ganze Team. Aber trotz meiner 18 Tore bin ich bisher nicht im Soll (lacht). Mein Trainer würde behaupten, ich hätte dreimal so viele Tore schießen müssen, aber ich kann das gut einschätzen und weiß, dass er mich auch nur weiter pushen will. Ich versuche mich immer körperlich gut fit zu halten, um von kleineren Verletzungen verschont zu bleiben und ich denke, das habe ich in der ersten Saisonhälfte ganz gut hingekriegt.“

Abschließend: Wie wichtig – oder unwichtig – ist Dir, dass Du am Ende die Torschützenkanone in den Händen hältst?
„Dass ich die Torjägerkrone gewinne, ist mir im Endeffekt nicht wichtig. Natürlich freue ich mich darüber und bin stolz. Wenn man am Ende Torschützenkönig wird, ist es auch eine Ehrung für die Mannschaft. Wichtiger ist aber, dass wir als Team Erfolg haben und nicht ich alleine. “
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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