11.06.2019 19:57

Interview


Lügdes Hasse im Interview: „Ein Meister nach 30 Spieltagen muss genügen“

TuS-Sprecher Jonas Hasse spricht über die Aufstiegsrunde / Ausblick auf die nächste Saison

Im Gespräch nach einer langen Saison: TuS-Akteur Jonas Hasse.


Am vergangenen Sonntag ging mit dem 6:1 der SG Hiddesen-Heidenoldendorf gegen den FC Fortuna Schlangen die Saison der Kreisliga A zu Ende. Mit diesem Sieg setzte dich der Tabellendritte der Abschlusstabelle letztlich in der Entscheidungsrunde durch und stieg auf. Neben Schlangen ist der TuS WE Lügde der Verlierer der Entscheidungsrunde. Die Ansetzung und das Verhalten der Gegner sorgte nach den Partien für Unmut im Lügder Lager. Mit etwas Abstand auf die Geschehnisse hat Hendrik Schmidt den TuS-Sprecher Jonas Hasse zum Interview getroffen.

Jonas, die SG Hiddesen-Heidenoldendorf ist in die Bezirksliga aufgestiegen. Ein Ziel, welches Ihr eigentlich erreichen wolltet. Gibt es trotzdem Glückwünsche aus Lügde?
Jonas Hasse: „Für uns ist das alles sehr bitter abgelaufen. Aber natürlich gratulieren wir der SG Hiddesen-Heidenoldendorf zum Aufstieg. Am Ende haben sie sich einfach durchgesetzt.“

Ihr hattet direkt nach eurem Pokal-Endspiel, welches über 120 Minuten ging, die beiden Entscheidungsspiele. Auch über die Reihenfolge der Spiele lässt sich diskutieren. Durch Euren Sieg gegen Schlangen ging es im letzten Spiel für den FC um nichts mehr. Was sagst Du zu dem Spielplan?
„Ich denke, der Spielplan wurde nicht ganz durchdacht. Aufgrund der Hiddenser Mannschaftsfahrt war es deren Wunsch, nicht anzufangen. Diesem sind wir entgegengekommen. Dass es sich letztich nur um das Absitzen einer Rotsperre ging, finde ich persönlich charakterlich sehr schwach von den Verantwortlichen der SGHH. Sie hätten von Anfang an mit offenen Karten spielen sollen, man hätte sicherlich eine Lösung gefunden. Für mich wäre es deutlich sinnvoller gewesen, wenn die Mannschaft, die das erste Spiel verloren hat, auch das zweite gespielt hätte. Somit hätte man am letzten Spieltag einen Showdown gehabt. Für Schlangen es einfach um nichts mehr.“

Nach der Entscheidungsrunde wird natürlich auf Lügder Seite die Sinnhaftigkeit dieser in Frage gestellt. Immerhin hattet Ihr den besten Sturm und die beste Defensive der Liga. Waren die beiden Spiele nötig?
„In den Regularien steht es tatsächlich festgeschrieben, dass so eine Entscheidungsrunde vorgesehen ist. Sinn macht es meiner Meinung nach überhaupt nicht. Einen sportlichen Meister nach 30 Spieltagen zu finden, muss genügen. Nichtsdestotrotz wäre uns das egal gewesen, wenn wir aufgestiegen wären.“

Nüchtern muss man jetzt sagen, dass es diese Saison nicht mit dem Aufstieg geklappt hat, obwohl Ihr am Ende oben standet. Was lernt ihr aus der Saison?
„Für den Aufstieg musst du einfach um jeden Punkt kämpfen. Die Chancen, vor allem bei unseren Niederlagen gegen Blomberg oder Berlebeck, waren da. Hätten wir eine davon genutzt, wären wir am Ende ganz oben gewesen – alleine! Trotz unserer 120 Tore müssen wir in der nächsten Saison versuchen, unsere Chancen noch effektiver zu nutzen.“

Du sprichst die nächste Saison gerade an. Welche Ziele wird es für die nächste Spielzeit geben?
„Wir geben natürlich nicht auf. Wir regenerieren uns in der Sommerpause, schöpfen neue Kräfte und stellen wieder einen konkurrenzfähigen Kader für das Aufstiegsrennen zusammen. Wir werden das Ziel nicht aus den Augen verlieren, obwohl es nächstes Jahr noch deutlich schwieriger wird. Mit starken Blombergern, Berlebeck und Absteiger Jerxen-Orbke wird zu rechen sein. Aber abwarten, jetzt ist erstmal Pause.“
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Autor des Artikels

Hendrik Schmidt
Hendrik ist Freier Mitarbeiter und vor allem am Wochenende im Bereich Fußball und Handball für das Team AWesA im Einsatz.
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