27.07.2022 07:37

Leichtathletik


Fasold glänzt bei U23-DM

„Das hat richtig Spaß gemacht“ / Final-Einzug bei 100 Meter Hürden nur knapp verpasst
Nele Fasold LG Weserbergland
Nele Fasold, Werner Scharf und Les Kimpel (v. li. n. re./Foto: Privat).

Nele Fasold von der LG Weserbergland hatte im Vorfeld die Qualifikation für die Kurz- und Langhürde der U20 sowie die Quali für die U23 erreicht. Dazu kam noch die Erlaubnis mit der 4 x 100 Meter-Staffel an den Start zu gehen.

Diese Meisterschaften wurden in Wattenscheid ausgetragen. Der Zeitplan war so ungünstig für Fasold aufgestellt, da nur sie die Quali für beiden Hürdenstrecken besaß. Das Problem war, dass der Langsprint Vorlauf für 14:15 Uhr angesetzt war und der Vorlauf für die 100 Meter Hürden um 16:10 Uhr stattfinden sollte. So gingen die Überlegungen hin und her, was für sie das Beste wäre. Trainer und Athletin entschieden sich, den 400 Meter Hürden Vorlauf anzugehen und danach zu entscheiden, ob die Kurzhürde noch in Angriff genommen werden soll.
Nachdem einige Athleten, die auf der Meldeliste hinter ihr standen und verzichteten, hatte sie die langsamste Meldezeit. Fasold startete im ersten Vorlauf auf Bahn zwei, besser als in den Wettkämpfen  zuvor. Bis zur sechsten Hürde war sie in einem guten Laufrhythmus, sechste und siebte Hürde waren nicht optimal. Zum Glück fing sie sich und meisterte die letzten Hürden gut. Als Fünfte ließ sie noch zwei Läuferinnen hinter sich. Das Lächeln auf ihrem Gesicht wurde noch größer, als sie die Zeit von 63,77 Sekunden auf dem Monitor sah. Persönliche Bestleistung und letztlich Platz 13 von 21 Teilnehmerinnen. Originalton Fasold: „Das hat richtig Spaß gemacht und geht noch viel schneller!“

Nach diesem positiven Einstieg entschieden Trainer und Fasold, die Kurzhürde anzugehen. Nach kurzer Aufwärmphase startete sie im dritten Vorlauf auf Bahn acht. Der Start auf die erste Hürde klappte sehr gut und sie kam „gut ins Rollen“. Leider touchierte sie die siebte Hürde mit dem Nachziehbein, so dass sie kurz aus dem Gleichgewicht kam und trotzdem die letzten Hürden problemlos meisterte. Fasold kam als Fünfte ins Ziel. Als die Zeit erschien (14,37sec) war bei beiden ein ungläubiges Staunen zu bemerken. Sie blieb nur eine hundertstel Sekunde über ihrer Bestzeit und das mit einem Fehler und den 400 Meter Hürden zuvor. Als Elfte fehlten ihr 0,13 sec für den Einzug ins Finale.

Am Tag darauf hatte die LG Weserbergland eine 4 x 100 Meter Staffel der U23 am Start. Mit Eva-Pauline Zintl, Lea Kimpel, Nele Fasold und Lotta Werner erreichte das Quartett nach guten Läufen und sicheren Wechseln nach 47,96 Sekunden das Ziel. Sie verfehlten als Neunte das Podium sehr knapp, erreichte aber erstmals eine Zeit unter 48 Sekunden. Für die LGW ein beeindruckender Erfolg bei diesen Meisterschaften.
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Autor des Artikels

Timo Schnorfeil
Timo Schnorfeil
Timo ist nach Matze Dienstältester im Team AWesA, telefoniert, schreibt und knipst – und ist Chef der redaktionellen Organisation.
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