08.11.2022 08:45

Sportmix - Radball


Fast hätte er es wieder getan: Latzel & Co. sind Vizeweltmeister!

Mlady-Cousins beißen sich an Österreich gleich zweimal die Zähne aus / Freude über Platz zwei überwiegt
Jörg Latzel Mlady-Cousins Radball WM
Am Ende war die Freude trotzdem riesengroß bei Bundestrainer Jörg Latzel (mi.) und den Mlady-Cousins. Foto: privat.

Von Mittwoch bis Sonntag fanden in Gent (Belgien) die diesjährigen Weltmeisterschaften im Hallenradsport statt. Die deutschen Farben im Radball vertraten die Titelverteidiger Bernd und Gerhard Mlady aus Stein (bei Nürnberg). Das ausgegebene Ziel von Bundestrainer Jörg Latzel war es, eine Medaille zu holen. Dazu war es wichtig, sich in der Vorrunde eine möglichst gute Ausgangsposition zu verschaffen.

Dementsprechend konzentriert gingen die beide Deutschen dann auch in ihre Auftaktpartie gegen den Gastgeber aus Belgien. Nach einem 1:1-Zwischenstand konnten sich die beiden bis zur Pause 4:1 absetzen und damit eine Vorentscheidung schaffen. Am Ende stand dann ein souveräner 5:2-Erfolg zu Buche, sodass der Auftakt ins Turnier geglückt war.

Im zweiten Spiel gegen die starken Franzosen hatten die Mladys zu Beginn einige Schwierigkeiten, doch nach einer Pausenansprache von Bundestrainer Latzel lief es im zweiten Durchgang besser und man gewann die Partie mit 5:3.
Die nächste Partie gegen das tschechische Team verlief überraschend einfach, denn der Gegner hatte dem deutschen Offensivspiel nichts entgegenzusetzen, sodass Deutschland diese Partie mit 10:2 Toren ungewöhnlich hoch gewinnen konnte.

Im vorletzten Spiel gegen den siebenfachen Weltmeister und amtierenden Europameister aus Österreich ging es dann schon um den Gruppensieg und die damit verbundene direkte Qualifikation für das Halbfinale. In einem hochklassigen Spiel begegneten sich die Teams auf Augenhöhe, sodass es zur Halbzeit 3:3 unentschieden stand. Im zweiten Durchgang hatten die Österreicher ein wenig mehr Spielglück und konnten die Partie mit 8:6 für sich entscheiden.
Nun musste im abschließenden Spiel gegen die Schweiz unbedingt ein Unentschieden her, um den zweiten Platz abzusichern. Die Partie gegen den letztjährigen Finalgegner wurde von den Schützlingen von Bundestrainer Latzel dann eindeutig dominiert und klar mit 6:2 gewonnen.

Als Gruppenzweiter trafen die beiden dann in der Zwischenrunde auf den Fünftplatzierten Belgien. Obwohl ein K.O.-Spiel immer sehr nervenaufreibend ist, waren die Steiner hellwach und gewannen die Begegnung letztendlich souverän mit 5:3.

Damit standen die beiden dann im Halbfinale, in dem es wiederum gegen die Schweizer Vertretung ging. Obwohl die Schweizer dieses Mal taktisch anders zu Werke gingen, hatten die Deutschen auch darauf wieder eine passende Antwort und kamen über die 2:1-Pausenführung letztendlich zu einem am Ende doch deutlichen 5:2-Erfolg und zogen verdient ins WM-Endspiel ein.

Damit hatte man das große Ziel, den Gewinn einer Medaille, erreicht und durfte eigentlich unbeschwert in das Finale gegen den Top-Favoriten aus Österreich gehen. Auch in diesem Spiel konnte sich keines der beiden Teams absetzen, sodass es zur Pause 2:2 unentschieden stand. Als Mitte der zweiten Halbzeit Bernd Mlady das 4:3 erzielte, lag die Überraschung greifbar nahe, doch gegen Ende des Spiels machte sich der Kräfteverschleiß der sieben vorangegangenen Partien vor allem bei Gerhard Mlady bemerkbar, der mit einem gebrochenen Wadenbein im Sommer über drei Monate außer Gefecht war.

Zudem hatten die Österreicher ein Spiel weniger auszutragen und auch deren Halbfinale war bereits zur Halbzeit entschieden, sodass sie sich die Kräfte für das Finale sparen konnten. Demzufolge schafften sie nicht nur den Ausgleich, sondern gingen ihrerseits mit 5:4 in Führung. Beim verzweifelten Versuch, doch noch den Ausgleich zu schaffen, wurden die Deutschen, die in der letzten Minute ein hohes Risiko gingen, nicht belohnt. Im Gegenteil: so wurde man noch zweimal ausgekontert, sodass die Österreicher mit 7:4 die Oberhand behielten.

Die Enttäuschung im deutschen Lager währte jedoch nur kurz, denn kurz darauf überwog die Freude, dass man sich am Ende dieser schwierigen Saison mit dem Gewinn der Vizeweltmeisterschaft belohnen durfte.

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