03.08.2014 19:30

Bezirkspokal


Außenseiter legen vor - Favoriten wenden das Blatt

Pyrmont, Tündern und SG 74 eine Runde weiter / Debüt-Tor: Youngster Niebisch bringt Bisperode auf Siegerstraße
Marco Elias SV Lachem Jan-Hendrik Arndt Tim Piontek HSC BW Tuendern AWesA
Marco Elias (SV Lachem) kommt vor Jan-Hendrik Arndt (HSC Tündern) ans Leder. Sein Schuss wird anschließend aber zur sicheren Beute von BW-„Aushilfskeeper“ Tim Piontek.

SV Lachem – HSC BW Tündern 2:4 (1:2).

Über 70 Minuten war der Kreismeister der vergangenen Saison drauf und dran, den Landesliga-„Dino” richtig zu ärgern. Kurios: Mittelfeldmotor und Kapitän Tim Piontek stand für die Motzner-Elf heute im Tor, da mit Sebastian Kelle, Lukas Masur und Niklas Meyer gleich alle drei (!) Torhüter ausfielen. „Vor allem in der ersten Halbzeit hat man keinen Klassenunterschied bemerkt”, erklärte SV-Sprecher Jürgen Ahrens. Dass Lachem vor den „Schwalben” keine Angst hatte, unterstrich Marco Elias eindrucksvoll: Schon nach 120 Sekunden klingelte es nämlich schon im Tor des Favoriten. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichener „Pokal-Fight”, in dem es den Tünderanern erst kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang, die Kräfteverhältnisse wieder herzustellen. Ugur Aydin und Adrian Gurgel drehten das Spiel innerhalb von nur acht Minuten. „Nach dem Seitenwechsel hatten wir dann eine richtig starke Phase und haben den HSC richtig nach hinten gedrückt. Leider haben wir von den zahlreichen Großchancen nur eine genutzt”, ärgerte sich Ahrens, der dennoch über Latif Kikis Ausgleichstreffer jubelte. Allerdings sollte dieser nicht mehr reichen, da die Gäste nun zunehmend ihre Erfahrung ausspielten und letztendlich dank Michael Bloß und Aydins zweitem Streich in die nächste Runde einzogen. „Wenn wir weiter so spielen wie in der ersten Halbzeit, dann können wir den Klassenerhalt schaffen. Wir sind unbekannt in der Liga, das ist mit Sicherheit ein Vorteil”, zog Lachems Sprecher positive Schlüsse aus der Partie und attestierte Latif Kiki eine grandiose Leistung.
SV Lachem: Majcan, Melih, Popoci (Kaya), Yousseff, Helmel, Gimber, Glaubitz, Terzioglu, Kiki, Sen, Elias (Demir).
HSC BW Tündern: Piontek, Gabe, Arndt, Bloß, Stapel, Blum, Gurgel, Krug, Junker, Beckmann, Aydin (Auswechslungen folgen).
Tore: 1:0 Marco Elias (2.), 1:1 Ugur Aydin (32.), 1:2 Adrian Gurgel (40.), 2:2 Latif Kiki (52.), 2:3 Michael Bloß (70.), 2:3 Aydin (73.).

SV Eintracht Afferde – SG Hameln 74 1:3 (1:0).

Wer heute mit einem Hamelner Kantersieg gerechnet hatte, konnte wohl kaum seinen Augen trauen. Denn Afferde war nicht nur ein würdiger Gegner. Sie gingen sogar dank eines Kopfballs von Kai Schwark in Front! Doch damit nicht genug: Taktisch spielte die Eintracht höchst diszipliniert, sodass 74 vor allem im ersten Durchgang große Schwierigkeiten hatte, sich klare Möglichkeiten zu erarbeiten. „Das hat die Mannschaft super gemacht. Auch wenn SG natürlich das Spielgeschehen diktiert hat, haben wir auf ihre Versuche mit höchster Konzentration reagiert”, erläuterte Afferdes Neu-Coach Dietmar Harland, der erst kurz vor Halbzeit das erste Mal tief durchatmen musste. Denn nach 41 Minuten wurde Hamelns Sönke Wyrwoll im Strafraum gelegt, der Unparteiische zeigte auf den Punkt. Doch SVE-Torhüter Moritz Muschik war ebenso gut drauf wie der Rest seines Teams und parierte Robin Schumachers Strafstoß. Nach dem Seitenwechsel wurden die Kraftverhältnisse dann langsam einseitiger, die Gäste brachten den Afferder Defensivverbund zunehmend in Verlegenheit. Und nach 65 Zeigerumdrehungen brach die SG-Offensivmacht dann durch den Eintracht-„Damm”: Felix Forche glich aus, bevor Egzon Musliji nur kurze Zeit später die Gästeführung markierte. „Wir hatten den Ausgleich dann fast im direkten Gegenzug sogar noch einmal auf dem Fuß”, bedauerte Harland, dessen Schützling Marcel Petan jedoch am überragend reagierenden Fabian Moniac scheiterte. Und kurz vor Schluss schlich sich dann auf der anderen Seite ein individueller Fehler ein, den Eduard Mittelstedt schließlich ausnutzte, um für Endgültigkeit zu sorgen. „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen. Das lässt für die Zukunft hoffen. Glückwunsch natürlich auch an die 74er, die absolut verdient weitergekommen sind”, zeigte sich Harland als fairer Verlierer.
SV Eintracht Afferde: Muschik, Hörstensmeier, Petan, Marco Koch, Julian Koch, Koring, Weihs, Lange, Wernitz, Sagebiel (58. Fulek/78. Beck), Schwark.
SG Hameln 74: Moniac, Wyrwoll, Mittelstedt, Tegtmeyer, Forche, Musliji, Schumachers, Kießig, Balk, Schulz, Günzel (Auswechslungen folgen)
Tore: 1:0 Kai Schwark (25.), 1:1 Felix Forche (65.), 1:2 Egzon Musliji (76.), 1:3 Eduard Mittelstedt (89.).

MTSV Aerzen - SpVgg. Bad Pyrmont 1:7 (1:2).

Zu Beginn schwebte die Pokalüberraschung über den Veilchenberg. Denn gleich der erste Angriff der Hausherren fand sein Ziel: Der Ex-Pyrmonter Dennis Deppmeyer bediente Mohamed Safwan, der schon nach drei Minuten zur MTSV-Führung einnetzte. Mitte der ersten Hälfte schlug der Landesligist zurück: Anatoli Deck nutzte die erste echte Gäste-Chance zum Ausgleich. „Bis dahin hatten wir das Spiel gut im Griff“, berichtete Aerzens Spartenleiter Karsten Hoppe. Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff konnten die Hummetaler einen Eckball nur bis zum 16er klären - dort stand Nils Nehrig goldrichtig und sorgte mit einer Direktabnahme für den Pyrmonter Führungstreffer. „Das war zu diesem Zeitpunkt natürlich sehr bitter für uns“, bedauerte Hoppe. Als die Seiten gewechselt waren, nahm die Spielvereinigung das Zepter fest in die Hand. Und die Überlegenheit münzte die Elf von Spielertrainer Philipp Gasde auch in Tore um. Steffen Lesemann (2), Sebastian Schmidt und Deck schossen einen am Ende deutlichen Erfolg heraus. „Die Leistung in der zweiten Halbzeit hat mich enttäuscht. Wir haben zu einfache Tore kassiert und waren nach vorne zu ängstlich“, machte Hoppe deutlich.
MTSV Aerzen: Sigusch, Deppmeyer (65. Specht), Clavien (55. Brockmann), P. Hoppe (76. Bertovic), J. Meyer, Safwan, Pieper, Spatz, Bleil, Göldner, D. Meyer.
SpVgg. Bad Pyrmont: Lienig, Gasde, Karayilan (63. Stuckenberg), Deck, Pape, Nehrig, Middel (46. Polomka), Kryker, Denker, Denker, Sebastian Schmidt, Lesemann.
Tore: 1:0 Mohamed Safwan (3.), 1:1 Anatoli Deck (25.), 1:2 Nils Nehrig (42.), 1:3 Steffen Lesemann (52.), 1:4 Sebastian Schmidt (60.), 1:5 Mariusz Polomka (69.), 1:6 Lesemann (86.), 1:7 Deck (88./Strafstoß).

TSV Bisperode - VfL Dielmissen 1:0 (1:0).

Bisperode kam nur schleppend in die Partie und hatte zunächst zwei Gefahrenmomente zu überstehen. Mit Brian Niebisch und Jan Schonscheck hatte Trainer Werner Brennecke gleich zwei 17-Jährige ins Rennen geschickt. In der 13. Minute war es Jan Grams, der einen Bratke-Schuss im letzten Augenblick blockte. Acht Minuten später parierte Torwart Robin Bartels einen Versuch von Dielmissens Jachtmann glänzend. Damit hatten die Gäste ihr Pulver aber schon verschossen. Der TSV ergriff die Initiative. Und nun rückte VfL-Keeper Danny Gomm immer wieder in den Mittelpunkt. Gegen Abbas Jaber (22.) und Niebisch (23.) blieb der routinierte Schlussmann Sieger und Marvin Dohmes Abschluss landete neben dem Kasten (32.). Kurz vor der Pause gingen die Bisperoder dann in Führung: Youngster Niebisch erzielte in seinem Debüt gleich auch seinen Einstandstreffer. Nach dem Seitenwechsel war es eine klare Angelegenheit. Allerdings verpassten es die Hausherren, den Sack zuzumachen. Denn gleich fünf Großchancen durch Mathias Stenke (50.), Maximilian Becker (52.), Jaber (58.), Dohme (67.) und Daniel Ivicic (84.) fanden allesamt in Gomm ihren Meister. Zudem traf Dustin Anders den Außenpfosten (60.). „In der zweiten Hälfte war es ein klares Ding. Es war ein hochverdienter Sieg. Respekt an die junge Truppe“, bilanzierte TSV-Sprecher Ralph Grupe.
TSV Bisperode: Bartels, Anders, J. Schonscheck, Jaber (74. Ivicic), J. Grams (62. Karl), Dohme, Krikunenko, Wagner, Niebisch (46. Becker), Stenke, Mietzner.
Tor: 1:0 Brian Niebisch (43.).
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