07.12.2017 09:32

Speedrutschen


Schwarz verteidigt Titel beim Deutschland-Cup

Teamwertung geht ebenfalls an die Rutsch Freunde / Schubert wird Zweiter bei den Herren
Rutsch Freunde Hameln Speedrutschen Deutsche Meisterschaft AWesA
Die Rutsche Freunde Hameln holten in der Teamwertung den ersten Platz.
In knapp 20 Austragungsorten, verteilt in der ganzen Bundesrepublik, hatten sich die mehr als 40 Rutscherinnen und Rutscher für das Finale des Deutschland-Cups im Rennrutschen in Bad Lauterberg qualifiziert. Am Samstag, 18. November, wurde der Spannung ein Ende gesetzt und in einem fairen Wettkampf im Vitamar die Siegerin und der Sieger des 2. Deutschland Cups errutscht. Die knappen Zeitunterschiede in der Gesamtwertung bei der Stadtmeisterschaft 2017 sowie beim Finale im Vorjahr auf der fast 100 Meter langen Black-Hole-Rutsche erforderten Veränderungen. Einige Neuerungen warteten somit auf das imposante Teilnehmerfeld. Für die Gesamtwertung wurden in diesem Jahr die zwei schnellsten Vorläufe und die beiden Finalläufe summiert. Beständigkeit und Schnelligkeit waren nun gefragt. Eine zweite Veränderung betraf die Teamwertung. Zum ersten Mal war es bei einer nationalen Meisterschaft Pflicht, zwei Vorlaufzeiten einer Rutscherin in die Gesamtzeit einzubringen.

Diese Neuerung rüttelte die Kräfteverhältnisse in der Teamwertung kräftig durcheinander. Die Rutschgranaten als amtierende Deutsche Mannschaftsmeister mussten ihren Start sogar absagen, da ihre einzige, qualifizierte weibliche Teilnehmerin nicht vor Ort war und somit nicht an den Start gehen konnte. Den Mannschaftstitel holten sich in diesem Jahr die Rutsch Freunde mit nur hauchdünnen 0,05 Sekunden Vorsprung vor den Speedrutschern. Knapper kann eine Teamwertung kaum entschieden werden. Ausschlaggebend war hier der große Vorsprung, den Kristin Schwarz von den „Rutsch Freunden" gegenüber ihrer Konkurrentin gut machen konnte. Auf den Plätzen drei und vier folgten mit Team Rutschrettung und den Pomerania Whales zwei neue Teams.

In der Wertungsklasse der Damen waren in diesem Jahr die schnellsten Rutscherinnen Deutschlands vertreten. Angetrieben von ihrer schmerzlichen Niederlage bei der Generalprobe in Bad Pyrmont, startete die amtierende Deutsche Meisterin Kristin Schwarz von den „Rutsch Freunden" mit einem neuen Bahnrekord von 9,43 Sekunden in den Wettkampf. Ihre stärkste Konkurrentin Mareen Ollesch hatte Mühe zu folgen. Auch die zweitschnellste Zeit von Kristin Schwarz im Vorlauf war erneut der Bahnrekord. Als auch der erste Finallauf unter 9,5 Sekunden lag, war klar: Maaren Ollesch braucht im vierten und letzten Lauf ein Rutschwunder. Dies blieb aus und Kristin Schwarz sicherte sich souverän mit einer phänomenalen Gesamtzeit von 37,79 Sekunden den Titel beim 2. Deutschland-Cup im Rennrutschen. Platz zwei ging an Mareen Ollesch mit einem Rückstand von 0,42 Sekunden. Jasmin Gercer von den „Rutsch Freunden“ holte sich mit einer Gesamtzeit von 39,28 Sekunden den dritten Platz, ihre Teamkolleginnen Lisanne Köhnke, Christina Giles und Barbara Hönings holten sich Platz sieben, vierzehn und fünfzehn in dieser Wertungsklasse.

Bei den Herren waren die schnellsten elf Rutscher der Deutschlandrangliste an diesem Tag bereit, alles für den Titel zu geben. Der amtierende Deutsche Meister Sven Schubert von den „Rutsch Freunden" kehrte auf seine Heimatbahn nach langer Verletzungspause zurück. Seine Ambitionen, sich den Titel aus seinem Lieblingsbad nicht rauben zu lassen, unterstrich er gleich mit einem Bahnrekord von 8,71 Sekunden im ersten Durchgang. Aber auch Sebastian Rüdiger hatte hart für diesen Tag trainiert und ließ mit einer Zeit von 8,75 Sekunden den Vorsprung nicht allzu groß werden. Im zweiten Vorlauf drehte sich das Bild und Sebastian Rüdiger holte 0,03 Sekunden auf Sven Schubert auf, sodass der Vorsprung vor dem Finale nur 0,01 Sekunden betrug. Im ersten Finallauf meldete sich Patrick Hanke ebenfalls mit einer Bahnrekordzeit zurück in den Titelkampf. Sebastian Rüdiger blieb erneut unter 8,8 Sekunden und Sven Schubert blieb ihm mit 8,82 Sekunden dicht auf den Fersen. Vor dem letzten Finallauf lagen zwischen Platz 1 und 3 nur 0,11 Sekunden. Ein Herzschlagfinale, welches die Zuschauerinnen und Zuschauer am Rutschenausgang den Atem anhielten ließ, war geboten. Als erster der drei Kontrahenten kam Patrick Hanke mit einer Zeit von 8,79 Sekunden aus der Rutsche geschossen. Damit setzte er die zwei verbliebenen Rutscher im Rutschturm gehörig unter Druck. Mit einem großen Wasserschwall schoss Sven Schubert aus der Bahn und als das Spritzwasser von der Anzeigetafel verschwand, war klar, dass er sich vor Patrick Hanke schob. Nun war nur noch Sebastian Rüdiger in der Rutsche. In der Vergangenheit war er das eine oder andere Mal für einen Fehler im letzten Lauf gut – aber nicht an diesem Tag. Mit 8,78 Sekunden sicherte er sich mit einer ungeheuren Konstanz den Titel im Deutschland-Cup Finale. Von den Rutsch Freunden holten sich außerdem Artur Scherle, Andreas Köhnke, Markus Hönings und Cedric Köhnke Platz vier, fünf, neuen und vierzehn in dieser Wertungsklasse.

„Nach der hauchdünnen Niederlage in der Mannschaftswertung bei der Deutschen Meisterschaft im Wettrutschen in Scharbeutz, konnten wir mal wieder zeigen das wir eins der stärksten Teams in Deutschland sind“, erklärte Team-Coach Markus Hönings. „Ich bin schon gespannt, wie wir bei der Deutschen Meisterschaft im Rennrutschen in Erding beim letzten großen Wettkampf in dieser Saison abschneiden.“
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