Bei der 39. DTH Open gab es auf der Tennisanlage am Tönebönsee wieder Spitzentennis zu sehen – und einige echte Überraschungen in starken Konkurrenzfeldern. Bei den Herren krallte sich am Ende Luca Matteo Sobbe vom TC Steinhorst den Finalsieg. Im Endspiel schlug er am Sonntag den Kolumbianer Frazier Rengifo auf der „roten Erde“ mit 7:6 und 6:2.
Nach einem hart umkämpften ersten Satz machten Rengifo Wadenkrämpfe zu schaffen – so war er gegen den gut aufgelegten Sobbe im zweiten Durchgang chancenlos. Sobbe zog nach seinem Triumph Bilanz: „Ich bin zufrieden mit dem Turnier. Von Runde zu Runde habe ich mich gesteigert. Im Halbfinale habe ich schon gemerkt, dass ich einen richtig guten Tag habe und im Finale habe ich dann mein bestes Tennis im gesamten Turnier gespielt. So habe ich das Ding dann auch gezogen.“

Mailina Nedderhut erhält ihren Pokal.
Bei den Frauen gab es die besagte Überraschung: Mailina Nedderhut (TC GW Gifhorn), gerade mal 18 Jahre alt, marschierte durch das Damenfeld und keiner hatte sie auf dem Zettel. Sie bewies dabei einen schier unerschöpflichen Atem: Erst schlug sie die an Nummer 2 gesetzte Tamina Kochta nach einem 6:1 und 3:6 im Matchtiebreak mit 10:3 und wiederholte das Kunststück dann im Endspiel gegen die topgesetzte Lorena Schädel.
Nach einem 6:3 und 3:6 ging es erneut in den entscheidenden Tiebreak. Während Schädel die Anstrengung des Turniers in den Knochen steckte, wie sie nach dem Turnier anmerkte, zündete Nedderhut die Nachbrenner und siegte mit 10:4 – die 2.000 Euro Preisgeld gehörten damit ihr. Die Siegerin erklärte: „Ich bin sehr happy. Es war ein sehr enges und hartes Duell, wie auch schon im Halbfinale. Körperlich und mental war es sehr hart. Es war sicherlich ein Vorteil, ungesetzt anzutreten und ohne Druck aufzuspielen. Ich habe einfach versucht, bei mir zu bleiben und mein Spiel zu spielen.“
Doch zeigten nicht nur die Gewinnerinnen und Gewinner Spitzentennis, wie Turnierdirektor Jens Biel vom Ausrichter DT Hameln anmerkte: „Die Idee, bessere Spieler nach Hameln zu lotsen, hat sich komplett ausgezahlt. Wir hatten ein sensationelles Damenfeld und ein superstarkes Herrenfeld mit extrem spannenden Spielen und zwei verdienten Siegern. Wir sind wirklich glücklich, dass es so erfolgreich lief.“
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Finalistin Lorena Schädel
Siegerin Mailina Nedderhut
Tim Nikelski, Sparkasse Hameln-Weserbergland
Sieger Luca Matteo Sobbe
Philipp Hannigk, Heinz von Heiden
Jens Biel, Turnierdirektor
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