12.09.2018 14:45

Wasserball


Unverhofft kommt hofft: HSV siegt im Wasser – und am „Grünen Tisch“!

12:10-Auswärtssieg in Wolfenbüttel / Golubkov der „Held von Wolfenbüttel“
SV Hameln Wasserball Oberliga Schwimmen Wasser AWesA
Die Wasserballer des Hamelner SV dürfen wieder auf den Klassenerhalt hoffen.

Wolfenbütteler SV – SV Hameln 10:12 (2:4/3:1/1:5/4:2).

Die Wasserballer des HSV haben das Rennen um den Klassenerhalt in der Oberliga Niedersachsen noch einmal spannend gemacht. Das Team um den neuen Trainer Liedtke hat die ersten Punkte überhaupt eingefahren. Mit einem knappen, aber verdienten 12:10-Sieg in der Stadt an der Oker, ging es zu später Stunde zurück an die Weser. „Anpfiff war um 20.30 Uhr in der Halle, weil man plötzlich in Wolfenbüttel feststellte, das es abends im September draußen schon dunkel ist“, ließ sich bei der Aussage von Hamelns Vorsitzendem Dietmar Müller eine Spur von Ironie feststellen. Der Hamelner SV musste beruflich bedingt auf einige Akteure verzichten, konnte durch Kampfgeist das höhere Wechselkontingent des Gegners jedoch kompensieren. Wie die Viertelergebnisse schon zeigen, war es ein ausgeglichenes Spiel. Zur Halbzeit stand es 5:5. Hamelns Trainer Liedtke hatte schon Bedenken vor dem ominösen dritten Viertel, in dem der HSV eigentlich immer eine Schwächeperiode hat. Diesmal trat überraschenderweise das Gegenteil ein. In diesem Viertel gelang es dem HSV, durch jeweils zwei Tore von Niklas Renner und Robert Rose sich ordentlich abzusetzen. Wer jetzt dachte, dass eine Vorentscheidung gefallen sei, hatte sich getäuscht. Unmittelbar vor dem letzten Viertel holte sich Niklas Renner sein drittes Foul ab und musste komplett aus dem Wasser raus, sodass die letzten acht Minuten noch einmal sehr spannend wurden.

Hoffnung auf Klassenerhalt wieder da

Hier zeigte nun Keeper Boris Golubkov einmal mehr seine Klasse. Mit zahlreichen Paraden sicherte er dem HSV die ersten Punkte. Am Ende musste Golubkov, der „Held von Wolfenbüttel“ froh sein, dass er aufgrund der über  ihm im Wasser liegenden jubelnden Spielertraube nicht zu viel Okerwasser geschluckt hat. Trainer Liedtke resümierte: „Wir waren heute verdammt heiß auf den Sieg. In den vergangenen Spielen hat sich bereits angedeutet, dass die taktischen Veränderungen und personellen Umstellungen im Spiel für Sicherheit in der Verteidigung gesorgt haben. Ich freue mich für die Jungs, dass sie ihre ersten Punkte geholt haben. So etwas tut einfach nur gut!“ Betreuer Marc Noh schöpfte Hoffnung, dass es mit dem Klassenerhalt noch etwas werden könnte: „Was wir heute gezeigt haben, war absolut oberligatauglich.“ Dazu passt auch die Entscheidung des Sportgerichts: Das Team des ASC Göttingen trat zweimal nicht in Hameln an, im Winter wegen schlechter Straßenverhältnisse, zum Nachholspiel im Sommer nicht, weil der ASC nicht genügend Spieler hatte. Das Sportgericht wertete dieses Spiel mit 10:0 für Hameln. „Unverhofft kommt oft, zwei Punkte auf der Habenseite und plötzlich sind wir Vorletzter und können die Klasse doch noch halten“, freute sich Noh. Müller sagte zur Entscheidung des Sportgerichts: „Wir waren im Winter schon großzügig zu den Göttingern, schlechte Straßenverhältnisse ist ein weiter Begriff. Aber als faire Sportsleute haben wir einem Nachholtermin zugestimmt. Wenn sie dann wieder keine Mannschaft vollbekommen, haben wir uns die Punkte verdient. Wir standen ja am Beckenrand und hätten spielen können.“
SV Hameln: Boris Golubkov – Linus Funk, Niklas Renner (3 Tore), Maximilian Kaiser, Dominic Grünert, Jan-Phillip Grünert (1), Robert Rose (4), Daniel Funk (2), Yanick Rose (2) Torben Lakemeinen.

Tabelle:


1. Hellas Hildesheim II | 11 Spiele | 137:110 Tore | 15:7 Punkte
2. Neptun Cuxhaven | 10 | 137:97 | 14:6
3. Waspo Hannover III | 11 | 114:85 | 14:8
4. SpVg Laatzen II | 8 | 94:69 | 11:5
5. Wolfenbütteler SV | 10 | 87:103 | 8:12
6. SV Hameln 13 | 9 | 72:115 | 4:14
7. ASC Göttingen | 10 | 58:132 | 2:18
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