08.12.2025 10:06

Volleyball


Auch auswärts eine Macht: TC-Herren bauen Vorsprung weiter aus

Meisterschaftsaspirant Göttingen unterliegt dem TC auch im Rückspiel
TC Hameln Volleyball Spitzenspiel Teamfoto
Jubelten gemeinsam über einen erfolgreichen Spieltag in Göttingen: Die Landesliga-Herren des TC Hameln feiern den Ausbau der Tabellenführung. Foto: privat.
Nicht unbedingt unter den besten Vorzeichen traten die beiden Landesliga-Herrenteams des TC Hameln am frühen Samstagmorgen die Reise zum ASC Göttingen an. Es ging zum vielleicht vorentscheidenden Spiel beim eigentlichen Meisterschaftsfavoriten.

Die Vorbereitung war alles andere als optimal: Mit Max Isinger verabschiedete sich in der Vorwoche der Stammlibero der letzten drei Spielzeiten in sein Auslandsabenteuer nach Neuseeland. „Das mussten wir erst einmal kurzfristig kompensieren. Viel Zeit hatten wir nicht, da uns aufgrund von Hallensperrung, Verletzungen und Krankheit gerade mal zwei Trainingseinheiten zur Verfügung standen, um uns an die neue Situation zu gewöhnen“, erklärte TC-Trainer Robert Nitschke die schwierige Ausgangslage. Hinzu kam die aktuelle Erkältungswelle: Mit Fabian Kiwitt und Felix Krüger mussten zwei weitere Spieler aus Team 1 passen, und auch Team 2 plagten zwei Absagen von Stammspielern. Nitschkes Devise lautete jedoch kämpferisch: „Aber jammern und klagen gilt nicht. Wir mussten halt das Beste draus machen.“
Die zweite Mannschaft versuchte im ersten Spiel des Tages, den Schwung aus dem letzten Heimspielerfolg gegen den Tabellendritten aus Hannoversch Münden mitzunehmen. Tatsächlich überzeugte das junge Team phasenweise mit gutem Spiel und setzte Göttingen das ein oder andere Mal unter Druck. Insgesamt war der Gastgeber in der eisigen, unbeheizten Halle bei lediglich 11 Grad jedoch deutlich überlegen und fuhr einen souveränen 3:0-Sieg (25:18, 25:12, 25:19) ein. Dennoch konnten die Hamelner mit ihrer gezeigten Leistung zufrieden sein.

Anschließend folgte wieder einmal ein äußerst attraktives und spannendes Duell zwischen dem Herbstmeister aus Hameln und dem vor der Saison als Top-Favoriten gehandelten ASC. Der Gegner war bis in die Haarspitzen motiviert und wollte die Niederlage aus dem Hinspiel unbedingt wettmachen. „Schon bei den ersten Ballwechseln spürte man, dass der ASC Göttingen unbedingt gewinnen wollte und sich in jeden Ballwechsel reinsteigerte“, beobachtete Nitschke.

Doch die TC-Herren hielten dagegen. Aus einer sicheren Annahme heraus gelangen immer wieder gut vorgetragene Angriffe, die den Gästen zunächst einen beruhigenden Vorsprung einbrachten. Dieser wurde geschickt verwaltet und führte schließlich zum 25:22-Satzgewinn. Die Geschichte des zweiten Durchgangs ist schnell erzählt: Nach einem Zwischenstand von 14:14 setzten sich die „Rattenfänger“ kontinuierlich ab und gewannen auch diesen Satz mit 25:19.

Wie schon im Hinspiel entwickelte sich der dritte Satz zu einem echten Krimi. Nitschke zollte dem Gegner Respekt: „Unfassbar, was Göttingen im Bereich Block und Abwehr im dritten Satz ausgepackt hat.“ Beim Stand von 11:16 schien sich das Blatt zugunsten der Göttinger zu wenden. Doch die TC-Akteure kämpften sich Punkt für Punkt heran, gingen beim 20:19 erstmals wieder in Führung und bauten diese auf 24:21 aus. Drei Matchbälle blieben jedoch ungenutzt. Göttingen stemmte sich mit aller Macht und der lautstarken Unterstützung der zahlreichen Zuschauer gegen die drohende Niederlage und führte plötzlich selbst mit 26:25 und Satzball.

„Und genau jetzt zeigte sich halt unser derzeitiges Selbstbewusstsein. Im Gegensatz zur letzten Saison halten wir jetzt dagegen“, analysierte der Trainer die entscheidende Phase. Mit 28:26 ging auch der dritte Satz an Hameln. Sogar der live zugeschaltete Max Isinger konnte das Spiel zur nächtlichen Zeit in Neuseeland mitverfolgen. Noch lange nach Spielende schallte es „Wintermeister, Wintermeister, hier regiert der TCH“ durch die Göttinger Halle.

Für Team 1 steht nun eine längere Pause an, ehe am 31. Januar 2026 das nächste „Endspiel“ in Hannoversch Münden wartet. Team 2 reist bereits in der nächsten Woche zu Tuspo Weende.
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