Es wurde heiß am vergangenen Wochenende auf dem Fühlinger See in Köln. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren die Sportlerinnen und Sportler gefordert, denn die Deutschen Meisterschaften im Rudern wurden ausgetragen. Mit dabei auch die Nachwuchsportler des Ruderverein Weser Hameln.
Nachdem am Donnerstag und Freitag die Vorentscheidungen ausgefahren wurden, starteten am Samstag die Finals der U23-Altersklasse. Hier ging Charlotte Burgdorf gleich in zwei Bootsklassen an den Start. Im Frauen-Doppelzweier ruderte sie souverän mit ihrer Partnerin Johanna Debus (Offenbach) zu Gold und damit zum Deutschen Meistertitel. In einer Goldfahrt wie sie im Buche steht ruderten Burgdorf und Debus dem Feld davon und ließen alle anderen Boote weit hinter sich. Mit dem Sieg lösten sie auch das WM-Ticket für die U23-WM Ende Juli in Poznań (Polen). Am Nachmittag gab es dann noch Silber im Frauen-Doppelvierer. Gemeinsam mit ihrer Zweierpartnerin sowie Anna Schiefer (Hannover) und Helena Brenke (Karlsruhe) musste das Quartett nach 1000m die Führung abgeben und dem stärkeren Boot den Vortritt lassen. Am Ende reichte es jedoch für einen deutlichen zweiten Platz. Mit zwei Medaillen im Gepäck geht es für Burgdorf nun in die WM-Vorbereitung. Vorher jedoch geht es für sie und Johanna Debus noch auf den Göttersee nach Luzern zum Weltcup. Burgdorf und Debus feiern ihr Weltcup-Debüt und starten das erste Mal bei den ganz Großen gemeinsam mit der A-Nationalmannschaft.

RV Weser-Ruderin Elin Kowalik ist Deutsche Vizemeisterin (2.v.li.). Foto: privat.
Nach einem erfolgreichen Samstag ließen der Sonntag und die erste Medaille nicht lange auf sich warten. Das erste Edelmetall ging an Elin Kowalik im Juniorinnen-Vierer ohne Steuerperson. Das Quartett um Kowalik, Emma Kulak (Hannover), Meike Mattheis (Mühlheim) und Jonna Thiebes (Leverkusen) rudert erst seit knapp fünf Wochen zusammen. Die ein Jahr älteren Favoritinnen mussten die vier Ruderinnen ziehen lassen. Am Ende reichte es für Silber. Für Kowalik die erste Medaille auf einer Deutschen Meisterschaft. Am Nachmittag ging es für sie dann noch im Achter der Regionalgruppe Nord-West über die 2000m Strecke weiter. In einem spannenden Rennen ruderten die Damen auf den Bronze-Rang.

Ebenfalls Deutscher Vizemeister: Noel Streuber (8.v.li.). Foto: privat.
Die Dritte Medaille des Tages holte Steuermann Noel Streuber. Im Niedersachsen-Achter lotste er die Jungs über die 1500m-Strecke der B-Junioren. Als Favorit gingen sie ins Rennen, mussten sich dann jedoch dem Hamburger Achter und späteren Sieger geschlagen geben. Die Niedersachsen blieben lange Zeit dicht am Hamburger-Boot, schafften es aber nicht vorbeizufahren. Am Ende wurde sich über den Vizemeistertitel gefreut.
Lasse Günter ging im Junioren-Doppelvierer über die 2000m an den Start. Die Niedersachsen hatten jedoch keine Chance gegen die vom Verband gesetzten Boote und fuhren nicht in die Medaillenränge. Am Ende reichte es für einen starken 6. Platz im bundesweiten Vergleich. Im Doppelzweier ruderte Lasse unter die Top 12 und ließ mit seinem Zweierpartner 13 Boote hinter sich.
Auch Carl-Ludwig Soltau erruderte zwei Top Ten-Platzierungen. Im Vierer ohne Steuerperson ruderte er mit seinen Partnern aus Münster auf Rang 9. Im Zweier ohne Steuerperson war der Wind nicht auf der Seite der beiden Ruderer. Carl und sein Partner Phillip verpassten den Einzug ins Finale nur knapp. Bis 1250m waren die beiden Jungs auf Finalkurs, mussten dann bei Gegenwind jedoch die Konkurrenz ziehen lassen. Im B-Finale fuhren die beiden nach vorne an die Spitze und belegten am Ende den achten Platz.
Somit kehrten Sportler und Trainerin Julia Klemm mit einmal Gold, dreimal Silber rund einmal Bronzen zufrieden zurück nach Hameln. Nun geht es in die Sommerpause, bevor es im Herbst dann wieder losgeht. Währenddessen finden noch die U15-Meisterschaft in München sowie der Weltcup und die U23-WM statt, sodass auch im Sommer noch spannende Wettkämpfe zu erwarten sind.
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